Landwirtschaft

TPreise und Nachfrage: Spargel Werner zieht Bilanz zum Saisonende

Vom Feld wandert der Spargel erst in Kisten, anschließend wird er auf dem Hof „Werner“ weiterverarbeitet.

Vom Feld wandert der Spargel erst in Kisten, anschließend wird er auf dem Hof „Werner“ weiterverarbeitet. Foto: Christian Charisius/dpa

Nach dem 24. Juni (Johannistag) wird traditionell kein Spargel mehr gestochen. War es ein gutes Spargeljahr? Christoph Werner zieht er Bilanz.

Von Mareike Blumenthal 27.06.2026, 06:00 Uhr

Deinste. „Die Spargelsaison 2026 war insgesamt von einem eher kühlen Frühjahr geprägt“, sagt Christoph Werner. Gemeinsam mit seiner Frau Judith führt er in Deinste den Hof „Werner“, sie produzieren und vertreiben verschiedene Obst- und Gemüsesorten.

Kühle Temperaturen im Frühjahr minderten den Ertrag

„Wir sind früh in die Saison gestartet, aufgrund der niedrigen Temperaturen hat der Spargel deutlich langsamer zugelegt als in warmen Jahren“, so Christoph Werner.

„Positiv war, dass wir von größeren Wetterextremen wie Starkregen-Ereignissen oder längeren Hitzeperioden verschont geblieben sind“, sagt er. Dadurch habe man über die gesamte Saison hinweg eine sehr gleichmäßige Qualität ernten können. Der Ertrag liege rund zehn Prozent unter dem aus dem vergangenen Jahr.

„Dafür sind wir mit den Qualitäten sehr zufrieden“. Ende März geht es bei ihnen mit der Ernte los, während der Saison verlassen sonst rund 1500 Tonnen Spargel den Hof.

Spargel-Schnäppchen: Preise fallen zum Saisonfinale

Die Preise sind laut Werner in dieser Saison insgesamt relativ stabil geblieben. „Natürlich gibt es je nach Sortiment und Qualität kleinere Schwankungen, aber größere Preisrückgänge hatten wir aufgrund des kalten Wetters nicht.“ Die Produktionskosten – insbesondere für Löhne, Energie und Verpackung – seien weiterhin hoch, sodass sich diese auch in den Verkaufspreisen widerspiegeln.

„Gleichzeitig ist die Nachfrage nach regionalem Spargel erfreulich gut. Jetzt zum Ende haben wir noch einmal Sonderaktionen mit geschältem Spargel für die Liebhaber, die noch etwas einfrieren möchten“, erzählt Christoph Werner.

In der Hauptsaison zahlten Kunden zwischen 8 Euro (Bruchspargel) und 15 Euro (Spitzenqualität) pro Kilo. Zum Saisonende liegt der geschälte Spargel von „Werner“ bei rund 8 Euro.

Spargel zum Saisonende: So erkennen Sie, ob er gut ist

Ob der Spargel trotz Saisonende noch gut ist, erkennt man laut Christoph Werner an festen und saftigen Schnittstellen, geschlossenen Köpfen und einer glänzenden Oberfläche. „Werden die Schnittstellen trocken oder holzig und öffnen sich die Köpfe deutlich, ist die Frische bereits eingeschränkt“, erklärt er.

„Ein altes Sprichwort sagt: Kirschen rot, Spargel tot“. Mit der endenden Spargelzeit beginnt gleichzeitig die Kirschsaison, ehe es im Juli mit den Heidelbeeren weitergeht.

Christoph Werner führt den Hof in Deinste gemeinsam mit seiner Frau Judith.

Christoph Werner führt den Hof in Deinste gemeinsam mit seiner Frau Judith. Foto: Petersen

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