TProjekt Surfpark im Stader Süden: Darum ist der Bauzaun weg
Das Surfpark-Gelände in Stade-Süd am 26. März 2025. Foto: Richter
Keine Welle, keine Surfer, keine Bauzäune mehr: Wo bisher Schilder auf den zukünftigen Surfpark hinwiesen, ist nur zerfurchter, trockener Acker zu sehen. Was bedeutet das?
Stade. Der ehemalige Acker im Stader Süden, auf dem der Surfpark geplant war, liegt wieder brach. Wo vor einem Jahr die Bagger am Werk waren und das künftige Surfbecken schon zu erkennen war, in dem stets etwas Wasser stand, ist nun wieder alles trocken. Maschinen und Container sind längst abgezogen, nun wurden auch die Bauzäune mit dem prägnanten blauen Surfer-Banner abgebaut.
Surfpark-Initiatoren halten am Projekt fest
Wie berichtet hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg im Oktober 2024 den Bebauungsplan der Stadt für das Gebiet, in dem der Surfpark geplant ist, einkassiert. Die Ideengeber Jan und Dirk Podbielski aus dem Alten Land halten trotzdem an ihrem Vorhaben fest und lassen wissen, dass sie nur abgebaut haben, damit die Fläche gemäht, gepflegt und landwirtschaftlich genutzt werden kann, während sie warten. Sobald die Bauarbeiten wieder weitergehen, sagen sie, wollen sie die Baustelle etwas größer wieder einrichten.

Das Surfpark-Gelände in Stade-Süd im April 2024. Foto: Richter
Grund des Stillstandes: Das Areal wurde ursprünglich für Großindustrie entwickelt, und so steht es auch im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises. Und das Projekt Surfpark mit Gästen, Touristen und Unterkünften ist mit Großindustrie kaum vereinbar. Die Stadt will in diesem Jahr aber in Absprache mit dem Landkreis versuchen, mittels eines Zielabweichungsverfahrens eine Ausnahme vom RROP zu bekommen.
Anwaltskosten für die Stadt Stade: 180.000 Euro
Die Gutachter des BUND und der Klägergemeinschaft halten das bisher, wie berichtet, für wenig aussichtsreich, weil ein Premiumstandort für die Industrie eine herausgehobene Bedeutung genießt und es mit einer Ausnahmeregelung nicht getan wäre.
Indes kostet die verlorene Klage die Hansestadt Stade wesentlich mehr Geld als gedacht: Mehr als 180.000 Euro muss die Hansestadt allein für den Anwalt ausgeben, wie aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linken im Stader Rat hervorgeht. Dabei hatte die Stadt vor dem Prozess noch mit maximal 50.000 Euro Kosten für Rechtsberatung gerechnet - und mit einem Sieg. Nun werden auch noch die Gerichtskosten und die Gerichtskosten für die obsiegende Partei fällig. Wie hoch diese ausfallen, ist laut Stadt aber noch nicht klar, weil der Bescheid noch nicht vorliegt.