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Motorsport

TRallycross: Sichelschmidt holt Podium – Saison-Aus nach Überschlag

Auch der BMW von Bastian Sichelschmidt überstand das Rennwochenende nicht ohne Schäden.

Auch der BMW von Bastian Sichelschmidt überstand das Rennwochenende nicht ohne Schäden. Foto: Detlef Holtz

Das Rennwochenende der Deutschen Rallycross Meisterschaft (DRX) in Gründau hielt für die Fahrer aus dem Kreis alles bereit, was Motorsport ausmacht: Triumph, Technikpech und ein Saisonende.

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Von Lars Wertgen
Donnerstag, 04.06.2026, 17:00 Uhr

Gründau. Bastian Sichelschmidt aus Mulsum steht zur Halbzeit der Saison auf dem dritten Platz der Klasse DRX2. Dieser Zwischenstand ist das Ergebnis eines Wochenendes mit steilen Gefühlskurven. Im Finale am Samstag erwischte Sichelschmidt den besten Start - doch kurz darauf traf ihn ein Kontrahent am Heck.

Sein BMW drehte sich. „Dann schoss ein weiteres Fahrzeug in mich herein“, sagt Sichelschmidt. Sein BMW blieb fahrtüchtig und Sichelschmidt arbeitete sich bis auf Rang vier vor - bevor auf der Zielgeraden die Antriebswelle kaputtging. Das Auto rollte nur noch aus, Sichelschmidt überquerte die Ziellinie gerade so als Fünfter. „Da war die Stimmung etwas im Keller“, sagt er.

Rudiracing arbeitet bis in die Nacht

Das Rudiracing-Team ließ sich davon nicht entmutigen. Bis in die späten Abendstunden wurde am BMW gearbeitet. Der Aufwand zahlte sich aus: Am Sonntag setzte Sichelschmidt im Zeittraining ein Ausrufezeichen und sah im Finale als Dritter die schwarz-weiß karierte Flagge.

Das angestrebte Podium war erreicht. Allerdings muss der ramponierte BMW nun auf der Richtbank geradegezogen werden, bevor Sichelschmidt am 20. Juni im niederländischen Valkenswaard wieder an den Start gehen kann.

Meisterschaftsführer beendet Saison

Deutlich schwerer endete das Wochenende für Mats Jonas aus Beckdorf. Der Fahrer der Klasse DRX4 hatte zuletzt durch einen Doppelerfolg auf dem Estering auf sich aufmerksam gemacht und reiste als Führender der Meisterschaft nach Gründau.

Am Samstag gewann er die Qualifikation. Im Finale folgte der Schock: Jonas fuhr mit einem Kontrahenten in eine Schikane. Beide berührten sich, Jonas schlug in die Leitplanke ein. Das Auto überschlug sich. „Das war ein Rennunfall“, sagt Jonas nüchtern. Sein Ford Fiesta Mk6 ist kaputt.

Jonas besitzt bereits ein Ersatzfahrzeug, doch bis zum nächsten Rennen ist die Zeit zu knapp, um alle notwendigen Umbauten abzuschließen. Der Beckdorfer beendet die Saison damit vorzeitig. „Wir lassen uns Zeit damit, machen es vernünftig und kommen mit einem Auto wieder, das fähig ist, um die Meisterschaft mitzufahren“, sagt er.

Booyah Racing kämpft mit Technikproblemen

Für das Booyah Racing aus Apensen begann das Wochenende bereits vor der ersten Startampel turbulent. Nach Motorproblemen beim Rennen auf dem Estering hatte das Team jede freie Minute in die Reparatur gesteckt - und war dennoch ohne fertig eingebauten Motor und eingebautes Getriebe nach Gründau gefahren. Das Team schaffte es zwar rechtzeitig zur technischen Abnahme, doch Fahrer Marco Sandleben musste das freie Training auslassen.

Dann die Wende: Die Ursache des Defekts war gefunden, das Auto lief. Sandleben gewann in der Klasse DRXN2 die Qualifikationsrunden zwei und drei sowie das Halbfinale und fuhr im Endlauf auf Rang zwei. Die Erleichterung währte nicht lange.

Erneut warf ein technischer Defekt das Team zurück. „Bis in die frühen Morgenstunden wurde geschraubt, gehofft und ausprobiert“, so Sandleben. Der Wagen blieb fahrunfähig - Teamkollege Sandy Wilhelm aus Buxtehude konnte am Sonntag nicht mehr an den Start gehen.

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