TRasen, Rosen, Reinigung: Stader Landfrauen geben Garten-Tipps
Storchschnabel ist für die Landfrauen Heike Wille (von links), Birgit Dammann-Tamke und Anke Alpers ein Top-Bodendecker. Foto: Stehr
Im März fällt der Startschuss für die Gartenarbeit. Drei Landfrauen sagen, worauf es jetzt ankommt und haben dabei womöglich ein neues Trendgetränk entdeckt.
Stade. Jetzt ist die Zeit, in der viele ihre Beete vorbereiten, Stauden und Rosen schneiden sowie Neues pflanzen. Die Landfrauen Anke Alpers und Heike Wille vom Stader Verein sowie Birgit Dammann-Tamke von den Harsefelder Landfrauen haben folgende Tipps:
Heike Wille entfernt Unkraut am liebsten mit einer Küchengabel. Foto: Stehr
Blätter vom Rasen und aus den Beeten entfernen und den Boden mit einem Dreizack oder einer Kralle auflockern.
Rasen mit Langzeitdünger versorgen und das im Sommer wiederholen. Ein gut versorgter Rasen vermoost nämlich gar nicht erst.
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Unerwünschte Beikräuter aus den Beeten entfernen. Das geht besonders gut mit einer einfachen Küchengabel. Die holt garantiert die Wurzel mit raus.
Beete mit Hornspänen oder Hornmehl düngen.
Brennnesseljauche als natürlicher Dünger
Brennnesseljauche kann als Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. Die Herstellung ist allerdings aufwendig. Folgendes wird benötigt: 1 Zehn-Liter-Eimer aus Plastik, Ton oder Holz, 1 Kilo Brennnesseln ohne Blüten oder Samen - alternativ 150 bis 200 Gramm getrocknete Brennnesseln-, 10 Liter Wasser: möglichst Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, eventuell eine Handvoll Steinmehl. Die Gärung dauert zwei Wochen. Wichtig: Jauche nie direkt auf die Pflanzen geben und immer mit Wasser verdünnen.
Rosen, Stauden, Gräser und Hortensien schneiden
Rosen zurückschneiden. Wie weit man schneiden darf, hängt von der Sorte ab. Es darf aber in der Regel großzügig gestutzt werden. Pro Austrieb zwei Augen stehen lassen. Darauf achten, dass nichts in die Mitte wächst. Abgestorbene Triebe brechen statt schneiden und dünne Triebe ebenfalls komplett kappen.

Anke Alpers liebt Rosen und schneidet ihre im März zurück. Foto: Stehr
Bei Lenzrosen - die jetzt schon wunderschön blühen - alle alten Blätter abschneiden.
Wer neue Rosen pflanzen möchte, ist gut beraten mit der Mozartrose. Sie ist insektenfreundlich, blüht in Rispen den ganzen Sommer und ist sehr pflegeleicht.
Bei allen Neupflanzungen sollte man auf insektenfreundliche ungefüllte Blüten achten.
Gräser zusammenbinden und 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden abschneiden.
Stauden zurückschneiden und gegebenenfalls teilen. Dafür einfach die Wurzeln im Boden zur Hälfte durchstechen und neu einpflanzen.

Birgit Dammann-Tamke beim Hortensien-Schnitt. Je nach Sorte müssen die Sträucher jetzt gekürzt werden. Foto: Stehr
Hortensien schneiden. Rispenhortensien können gerne stark zurückgeschnitten werden, bei Bauernhortensien sollten nur die alten Blüten entfernt werden.
Katzenminze ist pflegeleichter als Lavendel
Lavendel vorsichtig zurückschneiden und höchstens um ein Drittel kürzen. Wer es unkomplizierter mag, kann Lavendel durch Katzenminze ersetzen. Die ist wunderbar robust, insektenfreundlich und blüht lange.
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Clematis - je nach Sorte - vorsichtig schneiden. Alles „knusprige“ kann weg. Insgesamt sind die Pflanzen sehr robust und treiben immer wieder neu aus. Den unteren Teil der Pflanze bedecken, zum Beispiel mit Moos.
Kräuter stutzen, aber nicht zu stark. Beim Rosmarin nicht zu sehr ins Holz gehen.
Leckerer Sirup aus Rosmarin und Orange
Landfrauen-Geheimtipp: Aus dem Rosmarinschnitt einen Sirup herstellen. Dafür Rosmarin und Orangenscheiben mit reichlich Läuterzucker - auch Zuckersirup - in ein Glas stopfen, ein bis zwei Tage ziehen lassen, aufkochen und abfüllen. Schmeckt hervorragend als Spritzer im Wasser und bestimmt auch im Aperitif.
Tipp für guten Bodendecker
Storchschnabel. Die Stauden haben attraktives Laub, das bei einigen Arten auch wintergrün ist, blühen schön, sind leicht zu vermehren und werden von Schnecken gemieden.
Reinigung von Holzterrassen und Holzmöbeln
3 Esslöffel Stärke mit 350 Gramm Soda und fünf Litern Wasser mischen. Das Holz mit der Flüssigkeit übergießen, einwirken lassen und sauber schrubben.

Heike Wille liebt die Gartenarbeit. Foto: Stehr
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