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TRoastbeef und Rendite: So läuft die Volksbank-Versammlung im Stadeum

Die Zahlen aus 2025 wurden den Vertetern der knapp 20.000 Volksbank-Genossen im Stadeum präsentiert. Die gaben sich zufrieden.

Die Zahlen aus 2025 wurden den Vertetern der knapp 20.000 Volksbank-Genossen im Stadeum präsentiert. Die gaben sich zufrieden. Foto: Strüning

Gute Zahlen, gutes Essen, gute Laune. Harmonisch ging es zu, als die Volksbank Stade-Cuxhaven ihren Jahresbericht 2025 präsentierte. Einblicke in eine geschlossene Gesellschaft.

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Von Lars Strüning
Donnerstag, 11.06.2026, 14:35 Uhr

Stade. Zahlen waren an diesem Abend im Stadeum im Blickpunkt. So heißt die kleine Broschüre, die den 500 Gästen das Geschäftsjahr 2025 der Volksbank Stade-Cuxhaven schwarz auf weiß vor Augen führte.

Die Gäste werden zur Vertreterversammlung der Volksbank im Stadeum mit dem Jahresbericht, Pralinen, Brezeln, Weißwein und Wasser begrüßt.

Die Gäste werden zur Vertreterversammlung der Volksbank im Stadeum mit dem Jahresbericht, Pralinen, Brezeln, Weißwein und Wasser begrüßt. Foto: Strüning

Direkt daneben waren Salzbrezeln drapiert, Mineralwasser mit und ohne Sprudel, Weißwein und Pralinen. So lässt sich der Abend aushalten, doch das war noch lange nicht alles.

Buxtehude und Helgoland gehören zur Volksbank

Bevor es an die offiziellen Reden ging, hielten sich die Gäste am Büfett auf. Die Volksbank hatte Roastbeef mit Bratkartoffeln und ein vegetarisches Gericht auffahren lassen. An den knapp 60 Tischen wurde eifrig geplaudert. Die 384 Vertreterinnen und Vertreter waren je nach Marktbereich aufgeteilt. Dazu gesellten sich Gäste anderer Bankhäuser und Mitarbeiter.

500 Gäste mussten sich im Stadeum-Foyer anmelden - nach Marktbereichen sortiert. Ganz vorne: Buxtehude.

500 Gäste mussten sich im Stadeum-Foyer anmelden - nach Marktbereichen sortiert. Ganz vorne: Buxtehude. Foto: Strüning

Die Vertreter mussten sich erst mal im Foyer anmelden und erhielten ihre Namensschilder - von Buxtehude bis Helgoland, soweit der Geschäftsbereich der Bank reicht. Jeder und jede wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsratsvorsitzenden per Handschlag oben auf der Treppe begrüßt. Fliegende Tresen mit frisch gezapftem Bier machten die Runde, Platzanweiser halfen den Ankommenden. Doch was machten die hier an diesem Abend eigentlich?

Volksbank zählt fast 20.000 Mitglieder

Was so locker daherkommt, entspricht einem offiziellen Akt. Die gewählten Vertreter sprechen für die knapp 20.000 Mitglieder der Genossenschaftsbank. Sie bestimmen über die Gewinnverteilung und die Entlastung des Vorstands. Allerdings: Zu Wort gemeldet hat sich an diesem Abend keiner. Und auch alle Abstimmungen verliefen einstimmig per Handheben. Da hatte Aufsichtsratsvorsitzender Axel Lohse leichtes Spiel, durch den Abend zu führen.

Die beiden Vorstände der Volksbank Stade-Cuxhaven Ulrich Sievert (links) und Daniel Hollung (Mitte) im Gespräch mit Dr. Stephan Brune, der nach vielen Jahren aus dem Aufsichtsrat ausschied.

Die beiden Vorstände der Volksbank Stade-Cuxhaven Ulrich Sievert (links) und Daniel Hollung (Mitte) im Gespräch mit Dr. Stephan Brune, der nach vielen Jahren aus dem Aufsichtsrat ausschied. Foto: Strüning

Der zwölfköpfige Aufsichtsrat, der von der Versammlung gewählt wird, und die Vertreterinnen und Vertreter selbst kontrollieren den zweiköpfigen Vorstand der Bank, die gemeinhin als Chefs durchgehen. Das sind in Personen Ulrich Sievert und Daniel Hollung. Sie hatten beide noch ihren großen Auftritt, brachten dem vielköpfigen Gremium die Lage und die aktuellen Zahlen der Volksbank nahe. Und die sehen gar nicht so schlecht aus trotz schwieriger Rahmenbedingungen.

Trumps Wirken und Kriege verunsichern Menschen

Die skizzierte Vorstand Ulrich Sievert. Die Welt habe sich rasant verändert. Die Machtübernahme Donald Trumps, seine deutlich härtere Handels- und Außenpolitik, das habe weltweit Auswirkungen und das spürten auch Betriebe und Verbraucher in Deutschland. Die Kriege in der Ukraine und in Nahost verstärkten diese Entwicklung, führten zu weiterer Verunsicherung.

In Deutschland gingen die Reformen nicht schnell genug voran. Regulierungswut und Bürokratie hemmten, während die KI einen immer breiteren Raum einnehme. Wie die Volksbank konkret wirtschaftet vor diesem Hintergrund, das verriet sein Vorstandskollege Daniel Hollung.

„Wir waren mit dem Geschäftsjahr 2025 und der Entwicklung unserer Volksbank sehr zufrieden“, sagte er zu Beginn seiner Rede und Richtung Ende: „Unser Geschäftsmodell ist unverändert tragfähig, rentabel und effizient.“ Das klingt gut und kann an konkreten Zahlen festgemacht werden.

Bilanzsumme stieg auf zwei Milliarden Euro

So stieg die Bilanzsumme der Bank auf fast zwei Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2016 waren es noch gut 1,1 Milliarden Euro. An Kundenkrediten und -anlagen plus der Abschlüsse bei Verbundpartnern beträgt das Volumen mehr als vier Milliarden Euro. Auffällig: Es gab vermehrt Kreditanfragen im Wohnungsbau.

So stieg der Zinsüberschuss auf fast 37 Millionen Euro. Es bleibt ein Bilanzgewinn von zwei Millionen Euro. Gut 800.000 Euro werden davon an die Mitglieder der Volksbank ausgezahlt, das entspricht einer Dividende von vier Prozent. 265 Menschen sind bei der Volksbank beschäftigt, darunter 21 Auszubildende.

Die Zahlen wurden zustimmend zur Kenntnis genommen, die Gewinnverteilung einstimmig beschlossen und der Vorstand ebenso entlastet. Applaus gab es auch für Dr. Stephan Brune aus Stade.

Das offizielle Foto nach der Versammlung (von links): Die Vorstände Daniel Hollung und Ulrich Sievert, Aufsichtsratsvorsitzender Axel Lohse sowie Dr. Stephan Brune und Detlef Schnirring vom Aufsichtsrat.

Das offizielle Foto nach der Versammlung (von links): Die Vorstände Daniel Hollung und Ulrich Sievert, Aufsichtsratsvorsitzender Axel Lohse sowie Dr. Stephan Brune und Detlef Schnirring vom Aufsichtsrat. Foto: Hayduk/Volksbank

Er hatte 17 Jahre im Aufsichtsrat mitgewirkt. Hier sollen möglichst viele Branchen vertreten sein. Für ihn rückt Detlef Schnirring aus Stade nach. Brune erhielt die Goldene Ehrenurkunde des Genossenschaftsverbandes. Er schied aus Altersgründen aus. Axel Lohse dazu: „Auch wenn man es ihm nicht ansieht ...“ Der konterte: „Auch Ärzte werden älter.“

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