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Die dritte Halbzeit

TSchmu im Pokal? Wenn Wunschversion auf Wettbewerbsbaum trifft

Wie heißt es so schön: Wer den Kreispokal gewinnen will, muss jeden schlagen können.

Wie heißt es so schön: Wer den Kreispokal gewinnen will, muss jeden schlagen können. Foto: Struwe (Archiv)

Am Mittwoch steigt das Achtelfinale im Fußball-Kreispokal. In zwei Spielen treffen vier Mitfavoriten aufeinander. In der Szene kursierte ein Verdacht. Was ist da los?

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Von Jan Bröhan
02.09.2026, 06:05 Uhr

Landkreis. Nachdem die Hauptrunde gespielt war, wurden die Paarungen des Achtelfinals bei fussball.de, dem offiziellen Amateurfußball-Portal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), veröffentlicht.

Diese Partien stimmten aber nun überhaupt nicht mit denen überein, die sich ein Trainer selbst zusammengestellt hatte. Über WhatsApp und andere Kanäle verbreiteten sich dessen Achtelfinalspiele, wie sie seiner Meinung nach hätten sein müssen.

Da kam schnell ein Verdacht auf: Die Verantwortlichen des Spielausschusses lassen Willkür walten, wollen gar vermeintlich schwächere Mannschaften bevorzugen.

Der offizielle Wettkampfbaum macht viel mehr Sinn

Kai-Uwe Gersmann, für den Kreispokal zuständig, kennt die Version des Trainers, hat natürlich vernommen, was da im Raume steht.

„Das war nie mein Plan“, sagt Gersmann bezüglich der kursierenden Achtelfinalspiele. Vielmehr habe er zu Anfang nur die Hauptrundenspiele sowie die Mannschaften mit Freilosen veröffentlicht.

Den kompletten Wettbewerbsbaum hat er ganz offiziell bei fussball.de hinterlegt. Er ist bis zum Finale durchgetaktet, welche Sieger wann aufeinandertreffen. Die jeweiligen Runden werden öffentlich gezeigt, sobald die vorherige Runde durchgespielt wurde.

Jetzt ist es so, dass beispielsweise der FC Oste/Oldendorf den ASC Cranz-Estebrügge empfängt. Die Erklärung des offiziellen Wettbewerbbaums: O/O ist der Sieger aus Spiel 6, und der ASC hat das Freilos Nummer 6.

Zudem empfängt der Deinster SV den TSV Eintracht Immenbeck. Das entspricht wiederum dem Sieger aus Spiel 2 (Deinste) dem Freilos Nummer 2 (Immenbeck).

Damit treffen gleich vier Schwergewichte aus der Kreisliga aufeinander. Die Struktur des Wettkampfbaums ist aber erkennbar.

In der Zusammenstellung des Trainers hingegen hätte Freilos Estebrügge gegen Freilos Freiburg gespielt. Nun aber trifft Freiburg als Freilos Nummer 5 - na klar - auf den Sieger aus Spiel 5, den FC Mu/Ku.

Immenbeck hätte es mit Wiepenkathen II und Deinste mit Apensen II zu tun gehabt. Im Achtelfinale des Trainers gab es klare Favoriten.

Mehr Transparenz wäre dennoch wünschenswert

Es ist aber auch so, dass beim Erstellen der Pokalwettbewerbe auf Kreisebene viel Luft für Spekulationen da ist.

Wird die Hauptrunde richtig gelost? Werden die Freilose gezielt platziert? Theoretisch alles möglich.

Der NFV macht es im Landespokal vor. Auch auf Kreisebene könnte zum Beispiel auf Youtube die Ziehung übertragen und der anschließende Modus erklärt werden.

Die Spannung wäre groß, und der NFV-Kreis Stade gleich ein Stück weit offener und moderner.

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