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Stadtbibliothek

TSeit 2006 am Standort Stadeum - Geburtstagfeier mit buntem Programm

Mitarbeiterin Laura Milsmann freut sich auf die Geburtstagsfeier.

Mitarbeiterin Laura Milsmann freut sich auf die Geburtstagsfeier. Foto: Hansestadt Stade

Seit 20 Jahren ist die Stadtbibliothek Stade am Stadeum zu Hause. Ein guter Grund für eine besondere Feier für die ganze Familie.

Von Redaktion Montag, 27.04.2026, 16:45 Uhr

Stade. 20 Jahre Lesen, Lernen, Leben: Genau diesen Standortgeburtstag feiert die Stader Stadtbibliothek am Freitag, 24. April, mit einem abwechslungsreichen Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Von 15 bis 17 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches Angebot. Auf dem Programm stehen eine Gaming-Station mit Konsolenspielen, ein Mal- und Basteltisch, eine Sammelkarten-Tauschbörse sowie um 15 Uhr ein Bilderbuchkino mit „Pippi feiert Geburtstag“ von Astrid Lindgren. Ein Flohmarkt mit gebrauchten Medien und eine Puzzletauschbörse laden während des gesamten Tages zum Stöbern und Tauschen ein. Zwischen 16 und 17.30 Uhr kann zudem der programmierbare Roboterball Sphero-Bolt ausprobiert werden. Und: Wer sich am Jubiläumstag neu anmeldet, erhält ein Jahr kostenloses Lesen.

Britta Emmerich, Leiterin der Stadtbibliothek Stade, sagt: „Wir möchten mit diesem Jubiläum zeigen, wie vielfältig und lebendig Bibliothek heute ist – als Ort der Begegnung, des Lernens und der gemeinsamen Erlebnisse.“

70.000 Medieneinheiten stehen zur Verfügung

Der Geburtstag erinnert an den Umzug der Stadtbibliothek an den heutigen Standort: Im Jahr 2006 bezog die Stadtbibliothek ihr neues Gebäude in der Schiffertorsstraße in der Nähe des Stadeums. Dort stehen seitdem rund 70.000 Medieneinheiten zur Verfügung.

Die Geschichte der Stader Stadtbibliothek reicht jedoch deutlich weiter zurück. Ihre Entwicklung begann bereits 1935 mit der Volksbücherei im Bürgermeister-Hintze-Haus. Schon vorher gab es die Magistratsbibliothek im Rathaus, einen ersten Vorläufer einer öffentlichen Bücherei in Stade also. 1940 zog die Bücherei dann in das Gebäude Steile Straße 1 um, weil die bisherigen Räume den wachsenden Bestand nicht mehr fassen konnten. Dort waren auf nur rund 120 Quadratmetern zunächst lediglich Thekenausleihen möglich.

1971 folgte dann der Umzug in die Ritterstraße. Als Stadtbücherei erhielt die Einrichtung dort auf rund 2000 Quadratmetern einen deutlich größeren Standort. Neben den Beständen der Kreisbücherei konnten nun erstmals auch Freihand-Aufstellungen genutzt werden. Ende der 1970er Jahre renovierte die Stadt Stade die denkmalgeschützte ehemalige Wassermühle. 1981 zog die Bücherei, die sich fortan Stadtbibliothek nennt, in das sanierte Gebäude ein und wuchs dort mit dem Bestand der Kreisbücherei auf rund 65.000 Medieneinheiten an.

Ein Großbrand zerstörte die Bibliothek

Ein schwerer Einschnitt folgte im März 2003: Ein Einbruchdiebstahl samt Brandstiftung führte zu einem verheerenden Großbrand, der fast den gesamten Medienbestand und das Bibliotheksgebäude zerstörte. Die Bibliothek wurde daraufhin provisorisch im Kramerhaus an der Ecke Bungenstraße/Fischmarkt untergebracht. Drei Jahre später begann mit dem Umzug an den heutigen Standort am Stadeum ein neues Kapitel der Stader Bibliotheksgeschichte, an das am Freitag, 24. April, erinnert werden soll.

Mit dem bunten Geburtstagsprogramm schlägt die Stadtbibliothek nun den Bogen von dieser langen Entwicklung in die Gegenwart – und lädt dazu ein, den heutigen Standort als Ort des Lesens, Lernens und der Begegnung gemeinsam zu feiern. (ff)

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