TSie lebt für ihr Dorf: Nottensdorferin mit Bundesverdienstkreuz geehrt
Die Landfrauen gratulieren der Nottensdorferin Elisabeth Alpers-Janke (Mitte) zum frisch verliehenen Bundesverdienstkreuz. Foto: Landkreis Stade / Nina Dede
Seit gut 40 Jahren bringt sich Elisabeth Alpers-Janke ehrenamtlich im Dorfleben und darüber hinaus ein. Die Ehrung motiviert sie, trotz eines privaten Rückschlags weiterzumachen.
Nottensdorf. Elisabeth Alpers-Janke liebt ihr Dorf. Und das sagt sie nicht einfach so, sondern lässt auch Taten folgen. Seit Jahrzehnten packt die 74-Jährige in ihrem Geburtsort fleißig mit an.
Ob in der Kirchengemeinde, bei Erntefest, Reinigungsaktionen oder der Dorfentwicklung: Die Liste ihrer Ehrenämter ist lang. Jetzt bekam Elisabeth Alpers-Janke für ihr Engagement die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland stellvertretend durch Landrat Kai Seefried in Nottensdorf verliehen.
„Mir liegt das Wohl der Bürger, die kirchliche Gemeinschaft, aber auch der generelle Charme unseres Dorfes schon immer sehr am Herzen“, sagte die Geehrte in ihrer Dankesrede.
Das Ehrenamt liegt in der Familie
Für die Ehrung vorgeschlagen habe sie Helmut Dammann, ein wie sie „eingeborener Nottensdorfer“, mit dem sie viele Höhen und Tiefen des Dorflebens zusammen erlebt habe. Um die vorgeschlagene Ehrung glaubhaft zu machen, befürworteten weitere lokale Wegbegleiter den Antrag bei Bundespräsident und niedersächsischen Ministerpräsident.
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Das passierte alles im Geheimen, wie Alpers-Janke jetzt weiß. „Als ich den Brief bekommen habe und die Neuigkeiten mit den engsten Vertrauten meiner Vereine teilen wollte, wussten die schon längst Bescheid“, sagt sie.
Sich ehrenamtlich im Dorf zu engagieren, wurde Elisabeth Alpers-Janke in die Wiege gelegt. Ihr Großvater war bereits Bürgermeister in Nottensdorf, genauso wie ihr Ehemann Hans 15 Jahre lang. Ihr Vater Gustav war über Jahrzehnte Mitglied im Gemeinderat, Mutter Annemarie sowie ihre Tanten engagierten sich bei den Landfrauen.
Die Fähigkeit, Menschen zu motivieren
Genauso Elisabeth Alpers-Janke, die langjähriges Mitglied bei den Landfrauen Apensen ist und seit neun Jahren aktiv im Vorstand der Delmer Landfrauen mitarbeitet. „Das gehört für mich einfach dazu“, sagt sie. Sie sei stolz auf das, was ihre Vorfahren schon geleistet haben.

Mit Elisabeth Alpers-Janke freuen sich Landrat Kai Seefried (von rechts), ihr Ehemann Hans Alpers-Janke, Nottensdorfs Bürgermeister Hartmut Huber sowie Knut Willenbockel, Bürgermeister der Samtgemeinde Horneburg. Foto: Landkreis Stade / Nina Dede
Über die Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz habe sich die Nottensdorferin sehr gefreut: „Es ist toll, wenn man eine solche Anerkennung bekommt.“ Ehrenamt funktioniere jedoch nur im Team, ergänzt sie. Dafür braucht es Menschen, die andere motivieren und für das Ehrenamt begeistern können. Eine Fähigkeit, die Elisabeth Alpers-Janke besitze, wie Landrat Kai Seefried und Horneburgs Samtgemeindebürgermeister Knut Willenbockel bei der Verleihung betonten.
Besonderer Dank an die Familie
Dass sich die Nottensdorferin über solch eine lange Zeit so vielfältig engagieren konnte, verdanke sie insbesondere ihrer Familie. Sie sei oft unterwegs, habe auch gerne mal kurzfristig „Wünsche“ wie eine schnelle Excel-Tabelle oder eine Torte.
„Mein Mann unterstützt mich da fast bedingungslos“, sagt sie. Hier und da verdrehen ihre Kinder oder ihre Schwester aber auch mal die Augen angesichts der vielen Aufgaben, ergänzt Elisabeth Alpers-Janke augenzwinkernd.
Die Nachricht, dass sie das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommt, erreichte Elisabeth Alpers-Janke in einer schweren Stunde. Fast zeitgleich habe sie die Mitteilung über eine gesundheitliche Herausforderung erhalten, der sich die 74-Jährige nun stellen muss. Die Ehrung gebe der Nottensdorferin jedoch Zuversicht und motiviere sie, das alles durchzustehen: „Denn ich werde hier ja noch gebraucht.“
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