TSo erkennen Sie reife Heidelbeeren beim Pflücken im Kreis Stade
Reife Heidelbeeren: Links mit dem Duftfilm. Er ist ein Zeichen für Frische und muss vor dem Verzehr nicht zwingend abgewaschen werden. Rechts mit abgeriebenem Wachsüberzug. Letzterer fehlt häufig bei Importware. Foto: Wertgen
Wer im Landkreis Stade Heidelbeeren selbst pflücken will, braucht kaum Vorwissen und nur ein Equipment. Für Blaubeeren-Pflücker gibt es mehrere Anlaufstellen.
Groß Sterneberg. Reife Beeren erkennen: Sie sind komplett tiefblau bis bläulich-violett, mit einem hellen, mattierten Wachsüberzug (Duftfilm genannt). Überreife Früchte sind nicht mehr knackig, sondern verschrumpelt oder matschig. Sie schmecken weniger intensiv.
Grüne Beeren sind noch unreif. Rötliche Beeren sind nicht ganz reif und schmecken etwas säuerlicher. Sie können Gerichten wie einem Blaubeerkuchen aber einen besonderen Geschmack geben.
Was zum Pflücken benötigt wird: Wer Heidelbeeren selbst pflücken möchte, benötigt nur die eigenen Hände und einen Behälter, um die Beeren zu sammeln. Auf dem Feld von Ruff in Groß Sterneberg können Kunden eigene Eimer mitbringen oder einen kleinen Korb kaufen, der ein Kilogramm Beeren fasst. Festes Schuhwerk ist auf dem Feld praktisch und an sommerlichen Tagen ist ein Sonnenhut ratsam.
Was es beim Pflücken zu beachten gilt: Man kann kaum etwas falsch machen, so Frank Ruff von Ruffis Spargel. Unreife Beeren fallen durch ihre helle Farbe sofort auf, reife lassen sich leicht vom Strauch lösen.
Wann Erntezeit ist: Die Saison ist wetterabhängig und zeitlich eng begrenzt. In diesem Jahr hat Ruff die Fläche in Groß Sterneberg am 20. Juli geöffnet. Ruff schätzt, dass Pflückern noch etwa zwei Wochen bleiben.
Wann gepflückt werden kann: Auf dem Heidelbeerfeld von Ruffis Spargel in Groß Sterneberg (Kreisstraße 3) gilt: montags, dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr, mittwochs von 15 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr.
Die Vormittage sind dort besonders gefragt, an Wochenenden kommen bis zu 45 Pflücker, unter der Woche zwischen 15 und 20 täglich. Abgerechnet wird nach Gewicht, das Kilo kostet vier Euro.

Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, gelten als heimisches Superfood. Foto: Sina Schuldt/dpa
Die Alternativen: Beeren selbst pflücken ist auch in Stade-Campe direkt an der B73 (mittwochs bis freitags von 12 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden von 10 bis 18 Uhr) und bei Schütts Blaubeeren in Drochtersen möglich.
Heidelbeeren sind Superfood: Die Beeren sind kalorienarm, liefern aber viel Vitamin C und E sowie Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen. Reich an Anthocyanen, denen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden, gelten sie als heimisches „Superfood“.
Beeren vorher waschen? Unbehandelt können sie direkt vom Strauch gegessen werden, sagt Ruff und genießt ein paar Beeren direkt vom Strauch. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wäscht die Heidelbeere leicht ab. Dies ist bei gespritzten Beeren wichtig. Sie enthalten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.
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