TSonnenfinsternis über dem Landkreis Stade: Die Schnappschüsse der Leser
Hobby-Astronom Johannes Lüth aus Guderhandviertel hat die verschiedenen Stadien der Sonnenfinsternis festgehalten. Foto: Johannes Lüth
Die Sonnenfinsternis löste beispiellose Begeisterung aus. Auch im Kreis Stade war das Interesse an dem Naturschauspiel groß. Und viele TAGEBLATT-Leser haben Fotos gemacht. Eine Auswahl.
Landkreis. Einer dieser TAGEBLATT-Leser ist Johannes Lüth. In seiner Gartensternwarte in Guderhandviertel sind dem Hobby-Astronomen beeindruckende Bilder gelungen. Und das, obwohl die Bedingungen am Abend des 12. August nicht ganz einfach waren.
Durch die Wolkenschleier ist Esther Martens ein besonders stimmungsvolles Bild gelungen. Foto: Esther Martens
„Sah das Wetter zunächst sehr gut aus, machte es dann der Beobachtung zumindest zu Beginn tatsächlich einen Strich durch die Rechnung: Ausgerechnet zu Beginn der Finsternis schob sich ein dichteres Wolkenband vor die Sonne, sodass der erste Kontakt des Mondes mit der Sonnenscheibe verborgen blieb“, schreibt uns Johannes Lüth.

Der Blick aus der Gartensternwarte in Guderhandviertel. Foto: Johannes Lüth
Kurz darauf sank die Sonne jedoch unter das Wolkenband und gab den Blick frei.

Antonia Richter hat dieses Foto in Stade am Hohenwedel gemacht. Foto: Antonia Richter

Über dem Hausdach zeigt sich die Sonnenfinsternis: Dieses Foto hat Silvana Späth gemacht. Foto: Silvana Späth
Der Mond schiebt sich vor die Sonne
„Ein Großteil der Verfinsterung konnte anschließend nahezu wolkenlos beobachtet und fotografisch festgehalten werden“, berichtet der Hobby-Astronom aus dem Alten Land.
Die Sonnenfinsternis in Bildern
Mit der immer tiefer stehenden Sonne veränderte sich die Szenerie zunehmend: Während der Mond die Sonnenscheibe langsam wieder freigab, zogen knapp über dem Horizont feine Schleierwolken auf.

Via Facebook hat uns "Sandro Pe" dieses beeindruckende Foto von der Sonnenfinsternis geschickt. Foto: Sandro Pe
„Sie erschwerten die Beobachtung zwar teilweise, sorgten zugleich aber für besonders stimmungsvolle Bilder der tief stehenden, teilweise verfinsterten Sonne“, so Lüth.

Das Teleskop von Johannes Lüth zeigt die Sonnenfinsternis. Foto: Johannes Lüth
Das vollständige Ende der Finsternis ließ sich von Guderhandviertel aus schließlich nicht mehr beobachten – zu diesem Zeitpunkt war die Sonne hier bereits unter dem Horizont verschwunden.

Markus Meyer hat diesen Schnappschuss gemacht. Foto: Markus Meyer
Zugabe: Ein Sternschnuppen-Strom
Als Zugabe zur Sonnenfinsternis bot der Himmel kurz danach ein weiteres Spektakel: Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden, einer der schönsten Meteorströme des Jahres, erreichte in der Nacht seinen Höhepunkt. Bis zu hundert Meteore pro Stunde sollte man an dunklen Orten über den Himmel huschen sehen.

Antonia Richter hat dieses Foto in Stade am Hohenwedel gemacht. Foto: Antonia Richter
In diesem Jahr hatten es die Menschen, die viele Wünsche loswerden wollten, besonders leicht. Denn das Maximum der Perseiden fiel genau in die Neumondnacht. Kein Mondlicht störte das Erspähen der Leuchterscheinungen und das Wetter spielte weitgehend mit.

Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 hat Alina Becker in Himmelpforten fotografiert. Foto: Alina Becker
Nur über Norddeutschland waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein paar hohe Wolkenfelder vorhanden. Da könnte es lokal zu Sichteintrübungen gekommen sein, sagte ein DWD-Meteorologe. Sternschnuppen gelten vielen als klassische Glücksbringer, denen nachgesagt wird, dass sie Wünsche erfüllen.
Wie sich die Sonnenfinsternis in Stade zeigte
Partielle Mondfinsternis in gut zwei Wochen
Wie der Name sagt, scheinen die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu kommen - nach Einbruch der Dunkelheit liegt dieses über dem Nordosthorizont. Perseus ist ein mythologischer Held aus der griechischen Antike.

Auch dieses Foto von Antonia Richter ist in Stade entstanden. Foto: Antonia Richter
Nach diesen Ereignissen bietet der Himmel über Deutschland bereits in gut zwei Wochen eine partielle Mondfinsternis: Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt am 28. August jedoch schon um 4.34 Uhr.

Jasmin Weiß hat via Facebook ihren Schnappschuss mit uns geteilt. Foto: Jasmin Weiß
Die nächste partielle Sonnenfinsternis in Deutschland ist am 2. August 2027 zu sehen. Eine totale Sonnenfinsternis wird es an diesem Tag in Teilen von Spanien und Nordafrika geben.

Blutrot färbt sich der Himmel auf dem Foto von Katrin Han. Foto: Katrin Han
Und Spanien bekommt gleich noch ein drittes Himmelsschauspiel innerhalb von drei Jahren: Eine ringförmige Finsternis am 26. Januar 2028, die unter anderem auch in Südamerika zu beobachten sein wird.

Im Grünen leuchtet die Sonne auf dem Bild von Marcel Haberkorn. Foto: Marcel Haberkorn
In Deutschland wird erst 2081 wieder eine totale Sonnenfinsternis zu sehen sein - aber nur im äußersten Südwesten. (set/mit dpa) Sabine Maeck hat den Moment kurz vor der Verdunklung festgehalten.
Foto: Sabine Maeck

„Wie Phoenix aus der Asche“ nennt Anneli Hauschild ihre Aufnahme aus der Deinster Feldmark. Foto: Anneli Hauschild

Bei Manuela Zank in Ritschermoor wirkt die Sonnenfinsternis ganz andächtig. Foto: Manuela Zank

Bei Hans-Hinrich Fitschen schimmern die Sonnensicheln an der Schuppenwand. Foto: Hans-Hinrich Fitschen
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