TStabile Bühne auf Rädern und Soccer-Court für Dornbusch
Helge Raap warb für den Soccer-Court in Dornbusch. Foto: Wertgen
Bolzen statt Bildschirm und Feste ohne teure Bühnenvermietung: Die LEADER-Region Kehdingen-Oste fördert diese beiden Projekte aus der Gemeinde Drochtersen.
Drochtersen. Die Lokale Aktionsgruppe der LEADER-Region Kehdingen-Oste hat in ihrer letzten Sitzung wichtige Weichen für zwei Projekte aus der Gemeinde Drochtersen gestellt. Beide Anträge auf Fördergelder wurden bewilligt.
Auf dem Sportplatz in Dornbusch soll neben dem alten Ascheplatz ein moderner Soccer-Court entstehen. „Wir wollen die Kinder vom Bildschirm auf den Platz holen und da sollen sie bolzen können“, sagt Helge Raap, Vorsitzender des SV Dornbusch. Der Kunstrasenplatz mit den Maßen 20 mal 13 Meter soll ganzjährig und wetterunabhängig bespielbar sein.
Mehr als nur ein Bolzplatz für Kinder
In Dornbusch fehlt für die Altersgruppe zwischen 6 und 16 Jahren bislang ein zentraler Anlaufpunkt, der Bewegung ermöglicht, heißt es in der Präsentation im Drochterser Ratsaal.
Da die Grundschule Dornbusch direkt auf dem Gelände liegt, käme der Court auch für den künftigen Ganztagsbetrieb infrage.
Ostens Bürgermeister Carsten Hubert regte zudem an, auch ältere Nutzer im Blick zu behalten - er hatte in einer TV-Reportage gesehen, wie Senioren einen Soccer-Court nutzten.
So wird das Projekt finanziert
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 33.751 Euro netto. Das EU-Förderprogramm LEADER übernimmt 16.785 Euro. Die Gemeinde Drochtersen steuert rund 4200 Euro bei. Der Ausschuss für Familie, Soziales, Kultur und Sport hat dem Verwaltungsausschuss dazu bereits eine Förderempfehlung übermittelt.
Den verbleibenden Eigenanteil von 12.656 Euro trägt der Verein selbst. Die Bauarbeiten übernimmt die Firma Lemke aus Drochtersen.

Die Bühne kann für unterschiedliche Events genutzt werden. Foto: Kultour
Bühne auf Rädern
Eine mobile Bühne soll künftig Vereinen und Veranstaltern in der Region Kehdingen-Oste zugutekommen. Projektträger sind die Gemeinde Drochtersen und die Samtgemeinde Nordkehdingen, die gemeinsam einen Anhänger anschaffen wollen, den zwei Personen eigenständig aufbauen können.
Das Konzept ist kompakt: Der Anhänger wiegt 2,35 Tonnen und lässt sich mit einem Auto wie einem VW Touareg ziehen. Aufgeklappt entsteht eine Bühne von 6 Metern Breite, 4,5 Metern Tiefe und 3,5 Metern Höhe - inklusive vier Scheinwerfern.

Kulturmanager Marko Hohmeister stellte das Projekt vor. Foto: Wertgen
Was das Bühnenprojekt kostet
Die Bruttokosten belaufen sich auf 53.907 Euro. LEADER übernimmt 60 Prozent, also 32.344 Euro. Bei der EWE-Stiftung sind 9900 Euro beantragt; eine Entscheidung fällt im Mai. Der verbleibende Eigenanteil der beiden Gemeinden beläuft sich auf insgesamt 11.663 Euro.
Verwaltung und Verleih sollen über das Kulturmanagement Kehdingen laufen. Kulturmanager Marko Hohmeister nennt rund 250 Euro als mögliche Mietgebühr für zwei Tage - deutlich weniger als die circa 500 Euro, die Veranstalter bei externen Anbietern zahlen müssten.

Die Bühne biete reichlich Platz, betont der Kulturmanager. Foto: Kultour
Dorffeste, Märkte - wer konkret profitiert
Die Einnahmen sollen die Investition refinanzieren und Überschüsse könnten in zusätzliche Technik fließen. Die Einlagerung übernimmt der Bauhof Drochtersen.
Der Bedarf ist klar: „Orte, wo bisher keine Bühne eingesetzt wird, weil es sich die Veranstalter nicht leisten können“, so Hohmeister. Profitieren könnten das Blütenfest, Weihnachtsmärkte, das Hafenfest in Wischhafen oder Dorffeste. Die Einsatzmöglichkeiten seien vielfältig, so Hohmeister.
Einstimmige Entscheidungen
Gefördert werden zudem zwei Projekte aus Nachbarkommunen: Das Osteland Festhaus in Osten erhält Zuschüsse für neue Betriebstechnik, die Kombüse 53 Grad Nord in Oberndorf eine energetisch sanierte Tresenanlage. Die Förderungen der beiden Projekte sowie die aus der Gemeinde Drochtersen wurden einstimmig beschlossen.
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