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Vandalismus

TStader Politik aktuell: Machen Förderschüler mehr Probleme?

Vandalismus auf Schultoiletten ist ein flächendeckendes Problem.

Vandalismus auf Schultoiletten ist ein flächendeckendes Problem. Foto: Wisser

Gibt es mehr Vandalismus an Schulen, weil die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf steigt? Der Stadtrat machte dazu im Schulausschuss eine klare Ansage.

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Von Lena Stehr
Dienstag, 03.03.2026, 10:55 Uhr

Stade. Die Zahl der Schulkinder im Stader Stadtgebiet mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist 2025 auf insgesamt 377 angestiegen. Im Vorjahr waren es 370, in 2019 waren es noch 210. Das geht aus einem Bericht zur Entwicklung der Schülerzahlen hervor, der jüngst im Schulausschuss der Stadt vorgestellt wurde.

Förderbedarf und Beklopptheit ist nicht das Gleiche

Die SPD-Ratsfrau und Diplom-Sozialpädagogin Sigrid Koppelmann warf daraufhin die Frage auf, ob die Stadt vor dem Hintergrund von Vandalismusproblemen auf Schultoiletten ein Auge auf diese Entwicklung haben sollte.

Stadtrat Carsten Brokelmann fand direkt deutliche Worte: „Wir können anhand der Daten keinen Zusammenhang zwischen Vandalismus und Schülern mit Förderbedarfen herstellen. Bekloppte gibt es überall. Förderbedarf und Beklopptheit ist nicht das Gleiche.“

WG-Ratsfrau und Hauptschulleiterin Christiane Prüfer warnte ausdrücklich davor, zu sagen: „Das sind Kinder mit Förderbedarf, die machen eben sowas.“ Es sei fahrlässig, einen sozialen und emotionalen Förderbedarf mit Vandalismusvorfällen zu vermengen.

Womöglich gebe es dennoch den Bedarf für mehr sonderpädagogische Betreuung, so Sigrid Koppelmann.

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