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Ukraine-Hilfe

TStändig heulen die Sirenen: Mit dem Hilfskonvoi bis ans Kriegsgebiet

Lilly Makukh, Leiterin eines Hilfsfonds in Lwiw (Lemberg), und Volker Kalt von der DRK-Bereitschaft Stade.

Lilly Makukh, Leiterin eines Hilfsfonds in Lwiw (Lemberg), und Volker Kalt von der DRK-Bereitschaft Stade. Foto: Vasel

Nahe der polnisch-ukrainischen Grenze. Der Krieg ist nur 18 Kilometer entfernt. TAGEBLATT-Reporter Björn Vasel hat einen Hilfskonvoi begleitet. Das sind seine Erlebnisse.

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Von Björn Vasel
Dienstag, 19.05.2026, 15:50 Uhr

Landkreis. Kurz vor zehn Uhr öffnet der Notfallsanitäter Volker Kalt von der DRK-Bereitschaft Stade die Tür des Rettungswagens - vollgepackt mit medizinischen Hilfsgütern. Im Schnelldurchgang erläutert Volker Kalt der Ukrainerin Lilly Makukh die Ausstattung. Sie ist Leiterin eines Hilfsfonds in Lwiw (Lemberg) und koordiniert mit Grischa Kaflowsky die Verteilung der Fahrzeuge und Hilfsgüter aus dem Landkreis Stade im Wert von 250.000 Euro in ihrer Heimat.

Für Lilly Makukh ist der Krieg seit 2022 zum Alltag geworden

Auf dem Parkplatz einer Tankstelle im ostpolnischen Radymno ist am Freitagmorgen nicht viel los. Dabei liegt die Kleinstadt im Karpatenvorland an einer wichtigen europäischen Transitroute. Doch lediglich 18 Kilometer entfernt herrscht seit dem 24. Februar 2022 Krieg - mitten in Europa.

Übergabe: Grischa Kaflowsky, Vasaly Dutsehak, Lilly Makukh, Sascha Kaflowsky, Daniel Beneke und Wilfried Sprekels vor den gespendeten Fahrzeugen (von links).

Übergabe: Grischa Kaflowsky, Vasaly Dutsehak, Lilly Makukh, Sascha Kaflowsky, Daniel Beneke und Wilfried Sprekels vor den gespendeten Fahrzeugen (von links). Foto: Vasel

„Wir leben in ständiger Alarmbereitschaft“, sagt Makukh, während sie mit Kalt das Material sichtet. Die Sorge um Angehörige an der Front, Luftalarm und Stromausfall bestimmten ihren Alltag. Ende März gab es Tote und Verletzte beim Angriff auf das UNESCO-Weltkulturerbe in Lwiw. „Man gewöhnt sich an alles“, sagt die Ukrainerin. Die Sirenen und mehrere Apps warnen vor russischen Drohnen- und Raketenangriffen, „dann rennen alle zum nächsten Luftschutzbunker. Danach geht das Leben weiter“, sagt sie.

Wenige Stunden vor der Übergabe der Hilfsgüter war auch die Westukraine mit Lwiw erneut ein Ziel der massiven Angriffe des russischen Militärs. Doch Lilly Makukh glaubt „fest an den Sieg“ der Ukraine. Dass der russische Präsident Wladimir Putin bei der traditionellen Siegesparade am 9. Mai auf die Militärtechnik verzichtet hat, ist für sie ein Beleg: „Er zittert vor uns.“

Doch letztlich würden die Stader nicht nur den Menschen in der Ukraine, sondern auch sich selbst helfen. Der Hilfskonvoi sei für sie auch „eine Investition in die Freiheit Europas“, so Makukh. Volker Kalt pflichtet ihr bei: „Unsere Sicherheit wird auch in der Ukraine verteidigt.“ Er war bereits als Bundeswehrsanitäter bei der UN-Friedensmission in Georgien im Einsatz. Ihnen sei es wichtig, einen „persönlichen Beitrag zur humanitären Hilfe zu leisten“, ergänzt Janin Osterndorf aus der DRK-Bereitschaft.

Volker Kalt und Janin Osterndorf von der DRK-Bereitschaft Stade.

Volker Kalt und Janin Osterndorf von der DRK-Bereitschaft Stade. Foto: Vasel

Währenddessen übergeben auch die anderen Helfer aus den Reihen von Feuerwehr, Johannitern und DLRG die Fahrzeugschlüssel. Lediglich ältere Männer durften am Morgen über die Grenze, um die neun Fahrzeuge in Empfang zu nehmen - unter ihnen ist Vasaly Dutsehak. Sein Sohn kämpft an der Front im Osten. „Die Hilfe berührt mich sehr, sie zeigt uns, dass wir nicht alleine stehen.“

Ukraine-Konvoi

Foto: Vasel

Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

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Ukraine-Konvoi im Mai 2026
Ukraine-Konvoi im Mai 2026 Foto: Vasel

Vizekonsul: Russen greifen Retter gezielt an

Rückblick: Um 18.30 Uhr setzt sich am Mittwoch der Hilfskonvoi aus 19 Fahrzeugen in Stade am Kreis-Katastrophenschutzzentrum in Bewegung - durch ein „Tor“ aus blauem und gelbem Rauch, den Nationalfarben der Ukraine. In seiner Rede spricht Landrat Kai Seefried (CDU) kurz vor der Abfahrt von einem „Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine“.

Helfer in der Not: Feuerwehrmann Robi Schrenk aus Oldendorf-Himmelpforten.

Helfer in der Not: Feuerwehrmann Robi Schrenk aus Oldendorf-Himmelpforten. Foto: Vasel

Vizekonsul Borys Drogomyretskyi ist tief bewegt. Die Hilfe sei wichtig. In vielen Frontstädten wären Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge „nach drei Wochen zerstört“, denn die Russen zielten mit einer zweiten Angriffswelle häufig auf die Rettungskräfte und die Opfer. Ihnen will der Notfallsanitäter und freiwillige Feuerwehrmann Robi Schrenk aus Oldendorf-Himmelpforten gezielt helfen.

Helfer aus dem Kreis Stade wollen persönlichen Beitrag leisten

Fast 1200 Kilometer liegen vor ihnen. Die Fahrt geht durch die Nacht, vorbei an Berlin und Cottbus. Um 3.09 Uhr passieren die 40 Helfer unter Führung des Stader Vize-Stadtbrandmeisters Wilfried Sprekels mit Blaulicht die deutsch-polnische Grenze.

Tankstopp auf der Fahrt nach Radymno.

Tankstopp auf der Fahrt nach Radymno. Foto: Vasel

Beim ersten Tankstopp fallen die Spritpreise ins Auge: 1,59 Euro/Liter für Benzin. Feuerwehrleute wie Nadja Boesler und Frank Ewald ordern polnische Hotdogs an der Tankstelle.

Der Hilfskonvoi hat eine Mautstelle in Polen passiert.

Der Hilfskonvoi hat eine Mautstelle in Polen passiert. Foto: Vasel

Die Stimmung ist gut - wie auf einer Klassenfahrt. Für Verpflegung ist gesorgt, dank der Schwinge-Werkstätten des DRK-Kreisverbandes.

Helfer bangen mit Familie Kaflowsky nach Angriff

Doch beim nächsten Tankstopp bei Oppeln zeigt sich: Das hier ist kein Ausflug. Grischa und sein Sohn Sascha Kaflowsky blicken am Donnerstagmorgen auf ihre Smartphones. Der Schrecken steht ihn ins Gesicht geschrieben. Putin hat in der Nacht ihre Heimat mit mehr als 700 Drohnen und Raketen angegriffen. Im Internet müssen sie lesen, dass ganz in der Nähe ihres Hauses mehrere Gebäude beschädigt worden sind. Von einer toten Frau und einem schwer verletzten Kind ist in der ersten Meldung die Rede.

Geburtstagsfeier für Sascha Kaflowsky (mit Kerze) - nachts auf einem Parkplatz an der A4 in Polen - kurz vor der schlechten Nachricht.

Geburtstagsfeier für Sascha Kaflowsky (mit Kerze) - nachts auf einem Parkplatz an der A4 in Polen - kurz vor der schlechten Nachricht. Foto: Vasel

Die Helfer werden leiser. Sie spüren, wie erschüttert die beiden sind. Grischa Kaflowsky wählt immer wieder die Nummer seiner Frau Halyna. Vergeblich. Bange Stunden folgen. Beim nächsten Stopp teilen beide den Helfern erleichtert mit: Sie hat den Luftangriff überlebt.

„Sie war im Garten“, berichtet Sohn Sascha, der drei Jahre lang auch in der Hölle von Bachmut an der Front gekämpft hat und schwer verwundet ins zivile Leben zurückgekehrt ist: „Die Angriffe auf die Zivilbevölkerung zeigen: Putin ist ein Kriegsverbrecher.“ Allein in Kiew sind 24 Menschen laut Ukraine gestorben. Immerhin: Die zwei am Montag in Stade mit Hilfsgütern beladenen Lkw sind unversehrt in Lwiw angekommen, heißt es Minuten später.

Fahrt auf der A4 kurz vor dem Grenzübergang.

Fahrt auf der A4 kurz vor dem Grenzübergang. Foto: Vasel

Die Reise auf der top ausgebauten Autostrada A4 geht weiter - über Breslau und Krakau.

Ukrainische Lkw-Fahrer danken den Helfern

Immer wieder fallen ukrainischen und polnischen Lkw-Fahrern beim Überholen des Konvois offenbar die Human-Aid-Schilder an den Fahrzeugen mit Landkreiswappen und ukrainischer Flagge auf. Sie schalten das Warnlicht an, zeigen das Victory-Zeichen mit der Hand.

Häme und Hass schlägt den Helfern in sozialen Medien wie Facebook entgegen. Sie sollten sich erschießen lassen, Hilfe nur für Deutsche, heißt es dort. Doch von den „AfD-Dullies“ wollen sie sich nicht beirren lassen. Ein DLRG-Helfer liest bei der Pause vor: „Respekt und Anerkennung. Macht weiter so und lasst euch nicht beirren!“

Helfer in der Not: Feuerwehrmann Christoph Sonder aus Stade.

Helfer in der Not: Feuerwehrmann Christoph Sonder aus Stade. Foto: Vasel

Dass alle Hilfsgüter aus Spenden stammen oder mit Spendengeldern über die Konten des DRK und der Johanniter durch die „Ukraine-Hilfe - Landkreis Stade“ finanziert worden sind, nehmen viele nicht zur Kenntnis, klagt der Stader Feuerwehrmann Christoph Sonder.

Dankesfeier mit Ukrainisch-Schnellkurs

Nach 21 Stunden erreicht der Konvoi am Donnerstagnachmittag endlich Radymno. Am Abend wird aufgetischt. „Budmo! Hej!“ (Auf uns!) und „Slava Ukraini!“ (Ruhm der Ukraine!). Grischa Kaflowsky stößt mit jedem an - natürlich mit Horilka, so heißt Wodka auf Ukrainisch.

Gruppenfoto mit den Ukrainern am Hotel vor der Übergabe der neun Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge in Radymno.

Gruppenfoto mit den Ukrainern am Hotel vor der Übergabe der neun Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge in Radymno. Foto: Vasel

Dass die Hilfsbereitschaft anhält, bewegt ihn sichtlich. Der persönliche Dank an jeden Retter ist ihm wichtig.

Dankesfeier im Hotel in Radymno.

Dankesfeier im Hotel in Radymno. Foto: Vasel

Tags drauf stehen alle am Freitagmorgen pünktlich auf dem Parkplatz der Orlen-Tankstelle vor dem Hotel. Makukh und der Ukraine-Koordinator im Kreishaus, Daniel Beneke, sichten die Unterlagen für die neun sofort einsatzfähigen Fahrzeuge. Der Leitz-Ordner ist voll.

Grischa Kaflowsky im Gespräch mit einem polnischen Grenzschützer.

Grischa Kaflowsky im Gespräch mit einem polnischen Grenzschützer. Foto: Vasel

Um 12 Uhr rollt der Hilfskonvoi über die ukrainische Grenze, die Deutschen haben die Fahrzeuge bis zur schwer bewachten polnischen Grenzstation bei Korczowa/Hlynytsi begleitet. Polen fürchtet Sabotageakte der Russen. Nachmittags sind alle neun Fahrzeuge in Lwiw, wenig später geht es weiter nach Charkiw und Saporischschja nahe der Front.

Helfer in der Not: Thorsten Albers von den Johannitern.

Helfer in der Not: Thorsten Albers von den Johannitern. Foto: Vasel

Thorsten Albers (Johanniter) ist sich mit den Feuerwehrleuten Rainer Krusche (Buxtehude) und Christoph Sonder (Stade) einig: „Wir hoffen auf Frieden, so dass wir 2027 direkt in die Ukraine fahren können.“

Helfer in der Not: Rainer Krusche von der Buxtehuder Feuerwehr.

Helfer in der Not: Rainer Krusche von der Buxtehuder Feuerwehr. Foto: Vasel

Für die Zeit nach dem Krieg hat Familie Kaflowsky die Helfer zu sich nach Kiew eingeladen. „Und bis es soweit ist, werden wir mit unserer Hilfe nicht nachlassen“, verspricht Einsatzleiter Sprekels am Sonnabend um 21 Uhr nach der Rückkehr in Stade.

Weitere Spenden für die Ukraine sind willkommen

Die Hilfsaktion soll fortgesetzt werden. Spenden können unter dem Stichwort „Ukraine-Hilfe Landkreis Stade“ auf folgende Konten eingezahlt werden:

• DRK-Kreisverband Stade Flüchtlingshilfe gGmbH, IBAN: DE 91 2419 1015 1009 3346 00

• Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Regionalverband Bremen-Verden, IBAN: DE 16 3702 0500 0004 3107 18.

Einsatzleiter Wilfried Sprekels sichert die Versorgung.

Einsatzleiter Wilfried Sprekels sichert die Versorgung. Foto: Vasel

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