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Basketball

TVfL Stade gewinnt hartes Auswärtsspiel - nun mal wieder zuhause

Coach Joan Rallo Fernández kritisierte die Schiedsrichter nach der siebten Auswärtspartie in Folge.

Coach Joan Rallo Fernández kritisierte die Schiedsrichter nach der siebten Auswärtspartie in Folge. Foto: Struwe (Archiv, nomo)

Die Eisbären von der Nordsee konnten dem VfL Stade nicht das Wasser reichen. Stade nahm nach der siebten Auswärtspartie in Folge zwei wichtige Punkte mit nach Hause.

Von Rainer Thumann Mittwoch, 21.01.2026, 14:39 Uhr

Stade. Der VfL Stade gewann unter der Woche bei den Eisbären Bremerhaven mit 76:66 (49:27). Dabei standen die Vorzeichen alles andere als günstig. Sowohl Ryker Wuttke als auch Luca von Thun fehlten verletzungsbedingt, der VfL musste ohne etatmäßigen Center auskommen.

Doch andere Akteure sprangen in die Bresche und hielten das angestrebte Ziel Play-offs weiter am Leben. Wie souverän die Gäste die Partie angingen, zeigte sich bereits zur Pause: Mit 22 Punkten Vorsprung war die Begegnung praktisch vorentschieden. Während der gesamten Spielzeit lagen die Hausherren lediglich 14 Sekunden in Führung.

Schiedsrichter lassen zu viel Härte zu

Nach dem Seitenwechsel wandelte sich jedoch der Charakter des Spiels. Aus einer kontrollierten Partie wurde eine zunehmend körperbetonte Auseinandersetzung und ein harter Fight. VfL-Coach Joan Rallo Fernàndez gilt als besonnener Mann an der Seitenlinie, der sein spanisches Temperament vor allem in die Motivation seiner eigenen Spieler investiert. Schiedsrichterkritik gehört für ihn normalerweise nicht dazu, weiß er doch um die schwierige Aufgabe der Unparteiischen auf dem Parkett.

„Aber heute war es gefährlich. Nicht nur für unsere Spieler, sondern auch für die gegnerischen Akteure. Das kann nicht sein“, so Stades Trainer nach dem Ende der Partie. Die Schiedsrichter ließen zu viel durchgehen. Lediglich die Kommentare von Fernàndez wurden mit zwei technischen Fouls sanktioniert, die dazu führten, dass Co-Trainer Adria Martin das Coaching an der Seitenlinie übernehmen musste.

Die Hektik auf dem Feld brachte die Gastgeber in der Schlussphase noch einmal heran. Beim Stand von 54:63 schrumpfte der Rückstand auf neun Punkte, doch ein echtes Drama blieb aus. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und großem kämpferischen Einsatz brachte der VfL den Sieg sicher ins Ziel und festigte damit Rang 4 mit nun 22 Punkten. Nun freut sich der VfL auf die erste Partie im neuen Jahr vor den eigenen Fans im Sportcampus.

VfL-Punkte: Bergmann 20, Boadu 15, Drochner 13, Baysalli 12, Spree 6, von Allwörden 5, Angelats 5.

Nächstes Spiel: VfL Stade - SC Rasta Vechta III (Samstag, 24. Januar, 19.30 Uhr, Sportcampus)

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