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Fernsehen

TVon der Turnhalle ins Fernsehen: Hannahs großer Traum wird wahr

Hannah Giesemann (Mitte) tritt in ihrer liebsten Kika-Show mit den Moderatoren Johannes Zenglein (links) und Joyce Stiernon (rechts) auf.

Hannah Giesemann (Mitte) tritt in ihrer liebsten Kika-Show mit den Moderatoren Johannes Zenglein (links) und Joyce Stiernon (rechts) auf. Foto: privat

Wenn der „Tigerenten Club“ von SWR und KiKA läuft, dann hat Hannah Giesemann aus dem Stader Nachbarkreis vor allem Interesse an einem Ableger: Die 13-jährige Turnerin liebt das Format „Krass nass!“

Von Pascal Patrick Pfaff 29.08.2026, 13:50 Uhr

Loxstedt. Auch knapp zwei Wochen nach der Aufzeichnung muss Hannah lächeln, wenn sie an ihr Abenteuer denkt. Die 13-Jährige, die in ihrer Freizeit beim TV Loxstedt über Stufenbarren und Schwebebalken wirbelt, findet ihr Erlebnis einfach „cool“. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, bei der Lieblings-TV-Show mitmachen zu dürfen. „Krass nass! Die Tigerenten Club Sommerspiele“ heißt das Format von SWR und KiKA, das es ihr angetan hat. Anfang August war sie nun selbst als Kandidatin dabei.

Hüpfburgen mit Schikanen, Pool zum Tauchen

„Ich war immer sehr aufgeregt, wenn es in den Hindernisparcours ging und ich von den Kameras verfolgt wurde“, beschreibt sie ihre Gefühle. Sie schaue die Sendung, seitdem sie klein ist und liebe die abenteuerliche Atmosphäre im Wasser. Mehrere Hüpfburgen mit Schikanen oder ein 25 Meter langer Pool, durch den getaucht werden muss: Das gehörte alles zu den schaumig-nassen Aufgaben, die Hannah zu bewältigen hatte.

Ein Mädchen balanciert auf einem Schwebebalken.

Hannah Giesemann liebt das Turnen. Im Garten ihrer Eltern hat sie gar einen Schwebebalken stehen. Foto: rp

„Ich musste krabbeln, am Seil hochklettern und rutschen. Aber auch ein Frisbee ins Netz werfen oder Dosen abräumen“, beschreibt sie die ganze Bandbreite des Spiels. Je sechs Jungs und Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren treten dabei in mehreren Runden gegeneinander an, wobei in jeder Show einer der Teilnehmenden ausscheidet.

„Die zwei langsamsten duellieren sich auf dem ‚Schleuderrad‘ und bestimmen so, wer die Sendung verlässt“, weiß Hannahs Vater Arne Giesemann. Allein: den übergroßen, sich drehenden Teller, der über Wohl und Wehe entscheidet, hat er gar nicht gesehen. Als die Sendung auf einem Sportplatz im Reutlinger Stadtteil Oferdingen aufgezeichnet wurde, saß er im Hotel.

Start der mehrteiligen TV-Show am 31. August

„Ich habe dort am Laptop gearbeitet und in der Lobby beobachtet, wer aus der Show zurückkommt“, berichtet der Loxstedter. Eltern konnten nicht bei der Aufzeichnung dabei sein – weshalb er sich noch gedulden muss, das erste TV-Material zu Gesicht zu bekommen. „Ich werde die Sendung zum ersten Mal sehen, wenn die neue Staffel am 31. August beginnt.“

Am 2. August sei er mit seiner Tochter angereist, einen Tag später habe die Aufzeichnung der Spielshow begonnen. Weil Mutter Stefanie Giesemann noch arbeiten musste, ist sie derweil erst später angereist. „Ich wollte natürlich dabei sein“, betont sie, wie wichtig ihr es war, Hannah zu unterstützen.

Hannah Giesemann mit ihren Eltern Stefanie und Arne. Sie unterstützen die 13-Jährige bei ihrem großen TV-Abenteuer rund um die KIKA-Sendung „Krass nass!“

Hannah Giesemann mit ihren Eltern Stefanie und Arne. Sie unterstützen die 13-Jährige bei ihrem großen TV-Abenteuer rund um die KIKA-Sendung „Krass nass!“ Foto: Polgesek

Und wie hat Hannah abgeschnitten? Familie Giesemann weiß es natürlich, doch darf es noch nicht verraten. SWR und KiKA wollen schließlich erst zum Staffelfinale verraten, wer den Familienausflug in einen Freizeitpark gewonnen hat.

Eines ist jedoch klar: „Die Kinder freunden sich schnell miteinander an“, weiß Hannahs Mutter. Gemeint sind die Teilnehmenden, die bei dieser Ausgabe aus Essen, Nürnberg oder auch Mainz stammten.

„Ich war die einzige aus Norddeutschland“, erklärt denn auch die 13-Jährige. Zudem sei ein Mädchen aus Österreich und ein Junge, der mit seinen Eltern nach Grönland ausgewandert ist, unter ihren Kontrahenten gewesen. Hannah sagt, sie alle sprechen noch regelmäßig in einer WhatsApp-Gruppe miteinander und diskutieren gemeinsam über die Ausstrahlungstermine.

Der Bruder bringt sie auf den Geschmack

Bis 11. September laufen die Folgen dann von Montag bis Freitag immer um 13.40 Uhr auf KiKA. Hannah, die durch ihren 16-jährigen Bruder Henry überhaupt erst Geschmack an der Show fand („Er hat ‚Krass nass!“ schon früher geschaut als ich“), freut sich jedenfalls darauf. „Es war einfach schön, an der Sendung teilzunehmen.“

Das Tigerenten-Auto.

Ein Auto in Tigerenten-Musterung durfte in Reutlingen nicht fehlen. Schließlich heißt die vom SWR und KiKA coproduzierte Show für Kinder zwischen 11 und 13 Jahre ja auch „Krass nass! Die Tigerenten Club Sommerspiele“. Foto: privat

Das darf sie nun nicht mehr. Sie hat das Alterslimit erreicht, zudem ist eine abermalige Mitwirkung vom Sender ausgeschlossen, wie Mutter Stefanie sagt. Möglich, dass irgendwann ein anderes Format Hannahs Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Ich hätte schon Interesse an Ninja Warrior. Aber dafür muss ich erstmal 16 werden“, bedauert sie ein wenig, dass es die Kids-Ausgabe nicht mehr gibt.

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