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TWas landet bei Horneburger Schülern zukünftig auf dem Teller?

Ab August soll ein neuer Caterer die Schüler an vier Horneburger Schulen mit einem Mittagessen versorgen.

Ab August soll ein neuer Caterer die Schüler an vier Horneburger Schulen mit einem Mittagessen versorgen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Ab August sucht die Samtgemeinde einen neuen Caterer für vier Schulen und eine Kita. Wie viel Gemüse muss auf dem Speiseplan stehen? Und was ist, wenn das Kind krank wird?

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Von Steffen Buchmann
Dienstag, 17.02.2026, 17:25 Uhr

Was kommt in den Schulen auf den Teller?

In der aktuell laufenden Ausschreibung hat die Samtgemeinde Horneburg die Qualitätsansprüche an das Schulessen von rund 500 Kindern klar festgelegt.

Der Caterer muss jeden Tag mindestens zwei Hauptgerichte anbieten. Eines davon muss zwingend ein ovo-lacto-vegetabiles Gericht sein; also ein vegetarisches Essen, das pflanzliche Lebensmittel mit Milchprodukten, Eiern oder Honig kombiniert. Das Mittagessen besteht aus mehreren getrennten Komponenten wie Rohkost, Salat, gegartem Gemüse und einer Stärkebeilage.

Täglich soll frisches Gemüse und Salat angeboten werden, mindestens dreimal in der Woche frisches Obst. Einmal wöchentlich soll es Fisch und Hülsenfrüchte geben, zweimal wöchentlich eine vegetarische Hauptspeise. Fleisch soll an drei Tagen auf der Speisekarte stehen, zudem täglich wechselnde Desserts.

Was ist mit Kindern, die wegen ihrer Religion oder Allergien bestimmte Dinge nicht essen dürfen?

Generell soll der Caterer den Speiseplan so gestalten, dass kulturelle und religiöse Essgewohnheiten berücksichtigt werden.

So muss etwa das tägliche vegetarische Gericht für muslimische Kinder geeignet sein. Falls ein Gericht Schweinefleisch enthält, ist der Caterer verpflichtet, stets eine alternative Fleischsorte anzubieten.

Kinder mit Allergien können eine Sonderkost bekommen, um am Mittagessen teilnehmen zu können. Hierfür ist in der Regel ein ärztliches Attest notwendig. Alternativ können Eltern für ihre Kinder auch einzelne verträgliche Komponenten aus dem Menü auswählen.

Außerdem ist es ausdrücklich erlaubt, dass Kinder mit speziellen Bedürfnissen ihr eigenes Essen von zu Hause mitbringen.

Was kostet das Schulessen?

Bisher kostet ein Mittagessen in der Horneburger Schulverpflegung 4,50 Euro. Der endgültige Preis pro Mahlzeit für das neue Schuljahr steht erst fest, wenn die Samtgemeinde den Auftrag an einen Caterer vergeben hat.

An der Grundschule Horneburg beginnen dieses Jahr die Bauarbeiten für eine neue Mensa.

An der Grundschule Horneburg beginnen dieses Jahr die Bauarbeiten für eine neue Mensa. Foto: Vasel

Aus Sicht der Verwaltung sei man mit dem bisherigen Preis gut gefahren und würde einen Preis in diesem Bereich gutheißen, sagt die stellvertretende Fachbereichsleiterin Andrea Hunold. Letztlich entscheidet jedoch der Caterer, mit welchem Preis er zukünftig kalkuliert.

Bis wann kann man Essen bestellen oder stornieren?

Eltern und Schüler sind direkte Vertragspartner des Essensanbieters. Der Caterer muss den Speiseplan mit vierwöchigem Vorlauf bereitstellen. Eltern können Mittagessen individuell bis zu einem Monat im Voraus bestellen. Die letzte Möglichkeit zum Bestellen ist bis zwei Tage vorher um 8.30 Uhr.

Falls ein Kind krank wird oder aus anderen Gründen nicht am Mittagessen teilnehmen kann, können Eltern das Essen bis 8 Uhr am Ausgabetag wieder abbestellen.

Wie funktioniert das Bestellsystem?

Für das Bestellen, Bezahlen und Stornieren von Essensbestellungen soll der Caterer mit dem Abrechnungssystem GiroWeb arbeiten.

Das funktioniert so: Eltern überweisen vorab Geld an die Schule und bekommen es als Guthaben auf einem Benutzerkonto angezeigt. Über die Webseite oder die Smartphone-App können Eltern dann das Mittagessen bestellen und mit dem eingezahlten Guthaben bezahlen. Mithilfe eines Chipschlüssels kann jedes Kind seine Bestellung in der Mensa abholen.

Stornieren Eltern ein Mittagessen rechtzeitig, wird das Guthaben erstattet.

Wie nachhaltig und gesund ist das Angebot?

Allgemein setzt die Samtgemeinde für die vier Horneburger Schulen auf die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie Empfehlungen der Vernetzungsstelle Schulverpflegung. Mindestens 30 Prozent der eingesetzten Obst- und Gemüseprodukte müssen aus saisonaler Herkunft stammen. Maßgeblich gilt hier der Saisonkalender der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Zudem soll der Caterer bevorzugt regionale Produkte verwenden. Bei Obst und Gemüse sind tiefgekühlte Produkte Konserven vorzuziehen. Der Einsatz von Fertig-produkten soll reduziert werden. Auch auf Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Süßstoffe soll der Caterer möglichst verzichten.

Wie wird der neue Caterer ausgewählt?

Die Ausschreibung der Samtgemeinde Horneburg läuft noch bis zum 10. März 2026. Danach entscheidet die Verwaltung anhand der ausgeschriebenen Kriterien, mit welchem Anbieter sie den Vertrag schließen. Andrea Hunold geht davon aus, dass der Auftrag im Laufe des Mai vergeben wird. Der Vertrag beginnt ab dem 1. August und läuft für zwei Jahre.

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