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T25 Jahre Wespenberatung: Warum die lästigen Tiere so wichtig sind

Von den neun bei uns vorkommenden Wespenarten können nur zwei lästig werden: die Deutsche und die Gemeine Wespe.

Von den neun bei uns vorkommenden Wespenarten können nur zwei lästig werden: die Deutsche und die Gemeine Wespe. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Viele Menschen sind von ihnen genervt: Wespen. Doch es gibt Menschen, die sich für die Insekten einsetzen – denn sie sind sehr nützlich.

Von Redaktion 16.09.2024, 17:00 Uhr

Agathenburg. „Durch ihre Arbeit leisten Sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz, sondern leiten vor Ort Menschen im Umgang mit Wespen und Hornissen an, wenn es dort Beratungsbedarf gibt“, sagte Landrat Kai Seefried. Er hatte zur Ehrung der ehrenamtlichen Wespenberaterinnen und Wespenberater ins Schloss Agathenburg eingeladen.

Die ehrenamtliche Wespenberatung war 1999 durch Janette Hagedoorn-Schüch aus dem Amt für Naturschutz beim Landkreis Stade eingerichtet worden.

Noch heute lädt die Diplom-Biologin regelmäßig zum Erfahrungsaustausch ein. Sie organisiert zudem Fachvorträge und Fortbildungen. Zusätzlich wird die Öffentlichkeit über Pressemitteilungen und die Internetseite des Landkreises Stade zum Thema Wespen und Wespenberatung informiert.

Landrat Kai Seefried überreichte allen Wespenberatern einen Nistkasten als Öko-Geschenk für den Garten.

Landrat Kai Seefried überreichte allen Wespenberatern einen Nistkasten als Öko-Geschenk für den Garten. Foto: Landkreis Stade / Schmidt

Beim Treffen im Schloss erläuterte Hagedoorn-Schüch das Engagement: „Telefonisch und auch vor Ort klären die Berater die Betroffenen über die Lebensweise der Insekten auf. Dabei werden viele Vorurteile abgebaut und es wird Verständnis für die Wespen geweckt.“

Landrat Kai Seefried hatte die ehrenamtlichen Wespenberaterinnen und Wespenberater zur Ehrung ins Schloss Agathenburg eingeladen.

Landrat Kai Seefried hatte die ehrenamtlichen Wespenberaterinnen und Wespenberater zur Ehrung ins Schloss Agathenburg eingeladen. Foto: Landkreis Stade / Schmidt

Laut einer Pressemitteilung des Landkreises konnten viele Nester an Ort und Stelle verbleiben oder in einigen Fällen auch umgesiedelt werden. Nur in Ausnahmefällen, um Gefahren für besonders gefährdete Personen abzuwenden oder wenn das Nest an eine Stelle gebaut wurde, wo es nicht verbleiben kann, würde an einen Schädlingsbekämpfer verwiesen, erklärt Hagedoorn-Schüch.

Biologin Janette Hagedoorn-Schüch aus dem Naturschutzamt des Landkreises hatte 1999 die Wespenberatung ins Leben gerufen.

Biologin Janette Hagedoorn-Schüch aus dem Naturschutzamt des Landkreises hatte 1999 die Wespenberatung ins Leben gerufen. Foto: Landkreis Stade / Schmidt

Seefried hob in seiner Würdigung der 30 Wespen-Experten hervor: „Insgesamt hat sich in den vergangenen 25 Jahren das Bild über die Wespen bei uns im Landkreis Stade gewandelt. Dazu hat auch das allgegenwärtige Thema des Insektensterbens beigetragen. Aber vor allem wird durch das Engagement der ehrenamtlichen Aktiven viel positive Öffentlichkeitsarbeit für Wespen betrieben.“

Wespen leisten einen wichtigen Beitrag für den Naturhaushalt

Hagedoorn-Schüch räumte ein, dass Wespen lästig sein können, doch leisteten sie einen unverzichtbaren Beitrag für den Naturhaushalt. „Zum einen fangen sie für die Versorgung der Larven viele Fliegen, Mücken, Bremsen und Raupen. Ein starkes Volk fängt pro Tag etwa 500 Gramm Insekten“, so die Biologin.

Zum Vergleich: Ein Meisenpärchen verfüttert etwa 100 Gramm Insektennahrung an ihre Jungvögel pro Tag. Zum anderen sind Wespen außerdem gute Blütenbestäuber, da die erwachsenen Tiere Nektar aufnehmen.“

Von den neun bei uns vorkommenden Wespenarten können nur zwei lästig werden: die Deutsche und die Gemeine Wespe, da sie an süße Speisen und Getränke gehen. Alle anderen Arten verhalten sich nicht so, werden jedoch zu Unrecht mitverfolgt, da sie sich auf den ersten Blick ähnlich sehen. (iba)

Von den neun bei uns vorkommenden Wespenarten können nur zwei lästig werden: die Deutsche und die Gemeine Wespe.

Von den neun bei uns vorkommenden Wespenarten können nur zwei lästig werden: die Deutsche und die Gemeine Wespe. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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