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Kommunalwahl

TApensen: Neue Bürgermeisterin und neue Farben in den Räten

Jubel bei Tanja von der Bey und ihren Unterstützern beim Blick auf den Bildschirm: Die Mehrheit der Ja-Stimmen ist mit 83 Prozent deutlich.

Jubel bei Tanja von der Bey und ihren Unterstützern beim Blick auf den Bildschirm: Die Mehrheit der Ja-Stimmen ist mit 83 Prozent deutlich. Foto: Richter

Die Samtgemeinde Apensen bekommt eine neue Bürgermeisterin: Tanja von der Bey. Die Zusammensetzung von Samtgemeinderat und Gemeinderäten hat sich verändert und macht neugierig.

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Von Anping Richter
14.09.2026, 16:45 Uhr

Apensen. Die Auszählung der Stimmen für Samtgemeinderat und Gemeinderäte dauerte bis tief in die Nacht an. Die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 73,6 Prozent und damit weit über dem niedersächsischen Durchschnitt von 64,6 Prozent. Im Apenser Samtgemeinderat wurden 24 Sitze vergeben.

Im Samtgemeinderat sind wie bei der Kommunalwahl 2021 sieben Farben vertreten - aber etwas andere als zuvor: Die CDU schaffte 37,91 Prozent und damit neun Sitze im Samtgemeinderat, die AfD wird mit 17,79 Prozent eigentlich zweitstärkste Kraft, bekommt aber vier Sitze, ebenso viele wie die SPD mit 16,02 Prozent und die Grünen mit 14,67 Prozent. Die FWG Apensen schafft mit 9,96 Prozent zwei Sitze, die IGB mit 2,39 Prozent erhält einen Sitz. Bei der letzten Kommunalwahl war die AfD noch nicht dabei, dafür aber die UWA mit zwei Sitzen.

Tanja von der Bey tritt kein leichtes Erbe an

Ganz eindeutig lief es bei der Wahl der Samtgemeindebürgermeisterin: Die 55-jährige Tanja von der Bey wurde mit 83 Prozent Ja-Stimmen gewählt. Sie trat ohne Gegenkandidaten an. Die ehemalige Apenser Ordnungsamtsleiterin, die aktuell - noch - beim Landkreis Stade Abteilungsleiterin für Soziales und Teilhabe ist, tritt kein leichtes Erbe an: Unter ihrer Vorgängerin Petra Beckmann-Frelock hat die Samtgemeinde Apensen in den letzten Jahren oft für Negativschlagzeilen gesorgt. Personalmangel in Führungspositionen und eine desolate Finanzlage machen der Kommune zu schaffen.

Tanja von der Bey sieht es als Herausforderung und freut sich auf die neue Aufgabe. „Dort zu optimieren, wo es nicht gut läuft, das liegt mir“, sagte sie am Rande ihrer Wahlparty im Fofftein in Apensen am Sonntagabend. Ihren Dienst tritt sie am 2. November an.

Der neue Gemeinderat in Apensen

Bei der Gemeinderatswahl in Apensen wurde die CDU mit 34,51 Prozent und damit fünf Sitzen stärkste Fraktion. Die SPD erhielt 17,96 Prozent und damit drei Sitze. Die FWG mit 16,01 Prozent kommt auf zwei Sitze, ebenso wie die Grünen mit 13,49 Prozent. Ein Sitz geht an die AfD, die 15,32 Prozent der Stimmen erhielt, und ein Sitz an die parteilose Einzelkandidatin Dagmar Wosik-Dessel.

Der neue Gemeinderat in Beckdorf

Bei der Gemeinderatswahl in Beckdorf erhielt die CDU 45,13 Prozent und damit sechs Sitze, die AfD mit 17,59 Prozent zwei Sitze - einen davon wird Jan Gold besetzen, der früher einmal bei der CDU und Beckdorfer Bürgermeister war. Er hatte einmal angekündigt, bei der Samtgemeindebürgermeisterwahl anzutreten, diesen Plan dann aber doch aufgegeben. Zwei Sitze im Beckdorfer Rat bekommt auch die SPD mit 17,08 Prozent.

Der neue Gemeinderat in Sauensiek

Im Gemeinderat Sauensiek erreichte die CDU 56,47 Prozent, gut ein Prozent weniger als vor fünf Jahren, und kann ihre acht Sitze halten. Die FWG mit 17,17 Prozent erhielt zwei Sitze, die Grünen mit 16,4 Prozent bekamen ebenfalls zwei Sitze. Die SPD mit 9,95 Prozent erhielt einen Sitz.

Die Wahl des Kreistags und Landrats

Für Amtsinhaber Landrat Kai Seefried, der souverän gewann, stimmten in der Samtgemeinde Apensen 78,77 Prozent der Wählerinnen und Wähler, für seinen Herausforderer Werner Jacobs von der AfD 21,23 Prozent.

Bei der Wahl des Kreistags wurde die CDU in der Samtgemeinde Apensen stärkste Kraft mit 33,32 Prozent (zum Vergleich: im Jahr 2021 waren es noch 38,58 Prozent). Die AfD erreichte 19,25 Prozent (2021: 5,01 Prozent). Die SPD wurde von 15,87 Prozent (2021: 23,36 Prozent) gewählt, die Grünen von 12,29 Prozent (2021: 14,67 Prozent). Die FWG wählten 8,53 Prozent (2021: 10,28), die Linke 4,79 Prozent (2021: 2,15 Prozent), die FDP 2,2 Prozent (2021: 5,17 Prozent), das BSW 1,66 Prozent und Volt 2,09 Prozent.

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