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TApenser Tagesmütter bringen Sanierung der Spielplätze aufs Tableau

Der Spielplatz am Herbstweg.

Der Spielplatz am Herbstweg. Foto: Laudien (Archiv)

Eine vergessene Mail sorgte dafür, dass das Anliegen Apenser Tagesmütter nicht in die Haushaltsplanung einfließen konnte. Im Ausschuss soll ihnen Gehör verliehen werden.

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Von Pauline Meyer
Sonntag, 01.03.2026, 18:30 Uhr

Apensen. Dieses Thema betrifft viele Familien im Ort: In der Sitzung des Jugend-, Sozial- und Kulturausschusses der Gemeinde Apensen am Donnerstag, 5. März, steht unter anderem der Zustand der Spielplätze auf der Tagesordnung. Anlass ist ein Anliegen der Tagesmütter, die sich bereits Anfang Dezember mit einer E-Mail an die damalige Bauamtsleiterin Gesa Abram gewandt hatten. Wie das TAGEBLATT berichtete, verließ diese die Gemeinde jedoch noch während der Probezeit. Das Schreiben wurde erst nach ihrem Weggang bekannt.

In ihrer Mail schildern die Tagesmütter deutliche Defizite. Der Spielplatz Herbstweg/Auf dem Knüll sei schon seit langem kein Treffpunkt mehr. Zum einen, weil die Zahl der aktiven Tagesmütter in Apensen deutlich zurückgegangen sei, zum anderen, weil der Weg für die verbliebenen Tagesmütter mit kleinen Kindern schlicht zu weit sei. Der Spielplatz am Gräfenweg befinde sich zudem in einem schlechten Zustand. Der am Grünen Weg sei zwar besser, liege aber ebenfalls ungünstig. Als zentraler und idealer Treffpunkt wird der seit Langem geplante Bürgerpark genannt, der Spielgeräte vor allem für Kinder zwischen ein und drei Jahren bieten soll.

Hundeklo statt Spielwiese

Doch gerade dieses Projekt liegt seit geraumer Zeit auf Eis. Der Bürgerpark soll sich am Vorbild des Bürgerparks in Ahlerstedt orientieren und generationsübergreifend gestaltet werden. Aktuell gleiche die dafür vorgesehene Fläche jedoch eher einem „Hundeklo“, heißt es in der Mail. Der Schulspielplatz sei vormittags nicht nutzbar und für Kleinkinder ohnehin ungeeignet.

Dabei ist das Thema nicht neu: Bereits im Frühjahr 2025 wurden alle zehn Spielplätze im Ort im Rahmen einer TÜV-Prüfung und einer Spielplatzbereisung begutachtet. Das Urteil reichte von „trostlos“ bis „beliebt“, mehrere Spielgeräte galten als marode und sollten ersetzt werden. Die Hinweise der Tagesmütter hätten in die Haushaltsplanung einfließen können, wurden jedoch wegen der verspäteten Kenntnisnahme nicht berücksichtigt.

Nun soll Bewegung in die Sache kommen. Für den 7. April ist ein gemeinsamer Termin mit den Tagesmüttern geplant, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Auch eine Umwidmung von Haushaltsmitteln sei möglich, schreibt die Gemeinde in der Sitzungserläuterung. Das müsste dann aber erst gesondert beschlossen werden.

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