TBeckdorfer Eltern fordern Sonnenschutz für Krippenkinder
Die Beckdorfer Kita „Schatzkiste“ ist in Trägerschaft der Samtgemeinde Apensen. Foto: Susanne Laudien
Schon mehrfach hat die Kita einen Sonnenschutz für ihre Krippenkinder bei der Samtgemeinde Apensen angefordert. Ohne Erfolg. Jetzt schalteten sich die Eltern ein.
Beckdorf. Gerade in den letzten Tagen bei der extremen Hitze und hoher UV-Strahlung zeigte sich, wie wichtig Sonnenschutz ist. In der Kita Schatzkiste in Beckdorf gibt es jedoch bislang für den Außenbereich der Krippe keine Beschattung. Eltern sind daher schon länger besorgt und verärgert über die Unzulänglichkeit.
Bei den aktuell extrem hohen Temperaturen sei es einmal mehr ein unhaltbarer und zudem gefährlicher Zustand für die Kinder, so betroffene Eltern. Sie wandten sich schriftlich an die zuständige Samtgemeindebürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock sowie außerdem an den Stader Landrat Kai Seefried und an das TAGEBLATT.
Mehrfach wurde der Bedarf von der Kita im Haushalt angemeldet
Die Kita-Leitung habe bereits mehrfach den dringenden Bedarf für ein Sonnensegel beziehungsweise Sonnenschutz im Außenbereich der Krippe angemeldet, berichten die verärgerten Eltern. Dennoch würden die Krippenkinder nach wie vor ohne ausreichenden Sonnenschutz im Freien spielen müssen. Eine Umsetzung der entsprechenden Anträge sei bislang ausgeblieben.
„Angesichts der aktuellen Extremtemperaturen über 40 Grad Celsius ist das Fehlen eines Sonnenschutzes für uns unverantwortlich“, so betroffene Familien. Es handele sich hierbei nicht um eine freiwillige Verschönerungsmaßnahme, sondern um eine Maßnahme der akuten Gefahrenabwehr zum Schutz der Krippenkinder, betonen die Eltern.
Sollten die mehrfachen Hinweise der Kita-Leitung weiterhin von der Verwaltung ignoriert werden, grenze das Verhalten aus Sicht der Eltern an grobe Fahrlässigkeit. „Akute gesundheitliche Risiken wie Hitzschlag, Dehydration und schwere UV-Schäden bei den kleinsten und verletzlichsten Mitgliedern unserer Gesellschaft werden sehenden Auges in Kauf genommen.“
Samtgemeinde Apensen ist als Kita-Träger zuständig
Die Fürsorge- und Aufsichtspflicht der Samtgemeinde als Träger der Einrichtung stehe rechtlich und moralisch über allen administrativen oder haushaltstechnischen Hürden, so die Eltern. „Es liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Verwaltung und Samtgemeinderat, Schaden von unseren Kindern abzuwenden. Bei einer geschätzten Summe von wenigen tausend Euro für ein Sonnensegel steht das Zögern in keinem Verhältnis zur Gesundheit der Kinder.“
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Die Eltern forderten die Samtgemeindebürgermeisterin schriftlich auf, die Mittel für ein festes Sonnensegel sofort freizugeben. Ansonsten würden sie sich eine unbürokratische Zwischenlösung wie etwa die kurzfristige Beschaffung von mobilen Großschirmen oder Sonnendächern wünschen.
Samtgemeindebürgermeisterin sagt Lösung zu
Für das TAGEBLATT war die Samtgemeindebürgermeisterin nicht zu sprechen. Auf das Schreiben der Eltern reagierte sie innerhalb der von den Eltern gesetzten Frist per Mail: „Wir nehmen ihre Sorgen für Ihre Kinder ernst. Und ja, es ist korrekt, dass sich die Samtgemeinde Apensen aktuell immer noch in vorläufiger Haushaltsführung befindet und deshalb über bestimmte Haushaltsmittel nicht frei verfügen kann. Einem Umstand für den aber nicht nur die Verwaltung verantwortlich ist. Wir haben jetzt eine Lösung gefunden, um die Mittel für das Sonnensegel freizugeben.“
Die Beschattung soll in der kommenden Woche durch eine beauftragte Firma geliefert und durch den Bauhof errichtet werden, wurde den Eltern mitgeteilt. Auch in den Schlafräumen arbeite das Gebäudemanagement aufgrund der möglichen hohen Temperaturen an einer kurzfristigen und einer längerfristigen Lösung.
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