TBlick in die Zukunft: So soll die neue Grundschule in Jork aussehen
Zukunft: Blick auf den Eingang der neuen Grundschule Jork im Sommer 2027. Foto: Goldbeck/Mosaik
Im Sommer 2027 zieht die Grundschule Jork in den Neubau. Goldbeck hat erste Pläne für die Innenräume präsentiert. Außen vereint sich Altländer Baukultur mit Moderne.
Jork. Bürgermeister Matthias Riel hat die Bürger in der Altländer Festhalle gemeinsam mit Goldbeck Nord und Mosaik architekt:innen auf eine Reise ins Jahr 2027 mitgenommen. Eltern und Lehrer durften einen Blick in die neue Grundschule Jork werfen.
Riel sprach von einer „richtungsweisenden Entscheidung“. Zeitgemäße Bildungsangebote seien ein klarer Standortfaktor. Schule und Sportvereine profitierten gleichermaßen. 29 Millionen Euro werde der Neubau von Grundschule, Sporthalle, Kunstrasenplatz, Außenanlagen, Beachhandballplätzen und Archiv kosten - inklusive Verkehrserschließung. Die Planung für den Neubau der Grundschule Jork hatte 2018 begonnen, doch das Grundstück am Westerminnerweg erwies sich als zu klein.
Präsentation der Pläne für die Grundschule Jork in der Altländer Festhalle: Links unten ist die Sporthalle zu sehen, daran grenzen Archiv und Schule an. Oben liegt der neue Kunstrasenplatz. Foto: Vasel
Die Kommune erwarb schließlich ein Grundstück nordwestlich der Oberschule. Bei der EU-weiten Ausschreibung - im April 2024 - blieben drei Unternehmen übrig. Goldbeck ging als Sieger hervor. „Die Ausschreibung umfasste 1000 Seiten“, sagte Riel mit Blick auf die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden aus Berlin.
Im Juli 2025 setzte Riel nach einer schlaflosen Nacht wegen der Millionenkosten und -schulden seine Unterschrift unter den Vertrag. „Es ist keine Schule von der Stange, Kinder sollen sich wohlfühlen“, sagte Architekt Tev Wilhelmsen. Bei der Feinplanung brachten sich auch Schulleiter Marcel Twedorf und Dr. Kai Janofsky vom Altländer Archiv ein.
Nach den Sommerferien 2027 startet der Unterricht
„Jetzt beginnt die kurze Phase des Bauens“, sagte Goldbeck-Projektleiterin Sabine Feldmann. Kommune und Bauunternehmen warteten täglich auf die Baugenehmigung aus dem Kreishaus. Mit den Erdarbeiten gehe es bereits im März los.
Ende Mai sollen die Gründungsarbeiten starten, die Schule und das Altländer Archiv werden auf Nassmörtelsäulen ruhen. Die Bauarbeiter werden mit dem Schulbau beginnen, zeitversetzt folgen Mittelbau (Mensa/Aula und Foyer) und Sporthalle mit Archiv. Im Spätherbst soll bereits der Rohbau stehen. Die Bauarbeiter werden mit dem Schulhaus beginnen.
Ganztagsbetreuung
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Die Betonteile werden vorgefertigt und vor Ort montiert, gedämmt und mit roten Ziegeln verklinkert. Für Goldbeck-Nord-Niederlassungsleiterin Anjani Willing ist Jork ein Herzens- und Vorzeigeprojekt. Der Baustellenverkehr werde von der L140 in Westerjork über das Elbe-Obst-Gelände auf einer provisorischen Baustraße geführt.
Lichtdurchflutete Lernlandschaften
Der Schulbetrieb werde pünktlich nach den Sommerferien am 19. August 2027 starten, hieß es bei der Präsentation. Die Schüler und Lehrer werden ihre Schule von der Schulstraße über einen Weg südlich der Oberschule erreichen können - abgeriegelt durch eine Schranke.
Millionenprojekt
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Die Lehrerinnen und Lehrer können ihre Pkw südlich der Schule abstellen, Fußgänger und Fahrradfahrer müssen den Weg nicht kreuzen. Nach dem Passieren der Oberschule werden die Kinder und Lehrer auf den Willkommensplatz blicken - und den Eingang. Links davon liegt das Altländer Archiv.

Blick in das Foyer der Grundschule Jork, im Hintergrund ist die Bücherei zu sehen. Rechts ist ein stilisierter Apfelbaum zu sehen. Foto: Goldbeck/Mosaik
Bei der Architektur habe Mosaik architekt:innen mit Rot, Grün und Weiß die Architekturelemente des Alten Landes aufgenommen. Durch den Eingang geht es ins Foyer, links ist die Bücherei zu sehen, an der Stirnseite die Mensa/Aula. Diese kann als Zuschauerraum genutzt werden, der angrenzende Musikraum ist zugleich Bühne. Rechts geht es weiter zu den Klassenräumen der vierzügigen Grundschule.

Blick in den Marktplatz einer Jahrgangsstufe, zu dem Cluster gehören Klassen-, Gruppen- und Differenzierungsräume. Foto: Goldbeck/Mosaik
Mit dem Neubau läuten die Altländer das Ende von Flurschule und Frontalunterricht ein. Die Klassen-, Gruppen- und Differenzierungsräume gruppieren sich um einen Marktplatz. Im Grunde ist es eine Lernlandschaft. Vom „Cluster“ sprach Architekt Wilhelmsen. Ein großzügiger Innenhof sorgt auch im Inneren für viel Tageslicht. Die Cluster sind nach Obstsorten sortiert.

Viel Licht durch den Innenhof. Foto: Goldbeck/Mosaik
Ganztag und moderne Pädagogik verlangen heute nach mehr Raum - für das Fördern und das Fordern sowie die Inklusion (Differenzierung) und die Nachmittagsbetreuung. Vom Schulbereich geht es in den Schulhof - mit Spiel- und Bolzplatz, vielen Bäumen und Sonnensegeln als Schutz.
Sporthalle für Grundschule und Vereine
Hinter dem Archiv liegt die in zwei Hälften teilbare Halle für Schul- und Breitensport. In der 1,5-Feld-Sporthalle können nach dem Schulbetrieb die Sportvereine TuS Jork oder MTV Wisch trainieren. Bislang hatte die Schule keine Sporthalle.

Schulleiter Marcel Twedorf, Architekt Tev Wilhelmsen (Mosaik), Bürgermeister Matthias Riel, Goldbeck-Projektleiterin Sabine Feldmann und Goldbeck-Niederlassungsleiterin Anjani Willing stellten den Schulbau vor (von links). Foto: Vasel
Nördlich der Schule wird ein Kunstrasenplatz angelegt, der TuS Jork bringt sich finanziell ein. Die Flutlichtanlage gehört nicht zum Goldbeck-Auftrag. Diese werden Kommune und Verein selbst auf den Weg bringen.
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