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Ganztag

TDas ist der Plan für die Grundschulen Steinkirchen und Guderhandviertel

Blick auf die Grundschule in Guderhandviertel.

Blick auf die Grundschule in Guderhandviertel. Foto: Vasel

Die Samtgemeinde Lühe gibt jetzt Gas beim Projekt Ganztag. 2029/2031 soll sich moderne Pädagogik auch baulich in den Grundschulen Steinkirchen und Guderhandviertel widerspiegeln.

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Von Björn Vasel
09.09.2026, 15:40 Uhr

Altes Land. Vor der Kommunalwahl hat der Samtgemeindeausschuss in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, die Grundschulen in Guderhandviertel und Steinkirchen auf Grundlage der Machbarkeitsstudie der KVL Bauconsult GmbH aus Hamburg umzubauen.

Damit will die Samtgemeinde Lühe den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026/2027 und die Anforderungen moderner Pädagogik erfüllen. Bekanntlich muss zum Schuljahr 2029/2030 die Ganztagsbetreuung von der ersten bis zur vierten Klasse angeboten werden. Der Rat soll die Verwaltung am Mittwoch, 16. September, 19 Uhr, beauftragen, die Planung auf dieser Grundlage voranzutreiben.

Das ist der Zeitplan für die Grundschulen

Dann könnten die Bauarbeiten laut Machbarkeitsstudie im Jahr 2029 in Steinkirchen und im Jahr 2031 in Guderhandviertel abgeschlossen sein. Das unterstrichen Samtgemeindebürgermeister Timo Gerke (parteilos) sowie die KVL-Bauconsult-Schulbauberaterinnen Silke von Ferber und Marie Grütter.

Damit nicht genug. „Es werden - im Gegensatz zur Appelsnut Grundschool Hollern-Twielenfleth - an beiden Standorten keine Interimslösung mit Unterrichtscontainern erforderlich sein“, betonte Gerke im Gespräch mit dem TAGEBLATT.

Die Schüler und Lehrer der Appelsnut Grundschool in Hollern-Twielenfleth ziehen bekanntlich nach den Osterferien 2027 in die Alte Schule in Hörne um. Etwa 17,1 Millionen Euro kostet der Neu- und Umbau der 1969/1970 errichteten Schule in Hollern - inklusive Sanierung der Turnhalle in Hollern und der Einrichtung der Übergangsschule in der früheren Kita und in Containermodulen in Hörne. Knapp 700.000 Euro kostet die Interimsschule. Nach den Weihnachtsferien 2029/2030 soll der Unterricht in der neuen Grundschule in Hollern beginnen.

Das ist der Plan für Guderhandviertel

In den Bestandbauten sollen offene Lernlandschaften entstehen, im Zuge des Ganztagsprojekts Guderhandviertel entstehen Klassen-, Gruppen- und Differenzierungsräume. Durch den Einbau eines Aufzugs wird die Schule barrierefrei. Eine Ausgabeküche wird eingebaut, in der heutigen Pausenhalle wird gegessen, auch Veranstaltungen und Projekte werden hier stattfinden.

Die alte Schul- und Vereinssporthalle an der Oberen Lühe soll abgerissen werden und einem Neubau für ein „Werkhaus“ weichen - mit Lernwerkstätten für die Mint-Fächer wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Die Baukosten für den Neubau des Werkhauses werden von den Schulberatern auf drei Millionen Euro geschätzt. Damit nicht genug: Multifunktional nutzbare Räume sollen auch für Kunst, Werken, Musik entstehen in dem Neubau, in dem auch die Bücherei und eine Lehrküche einziehen sollen.

Die Schulbauplaner rechnen in Guderhandviertel mit Kosten in Höhe von 3,675 Millionen Euro für den Neu- und den Umbau der im Jahr 1900 errichteten und 1953/1997 erweiterten Grundschule.

Auf dem Resthof in Guderhandviertel sollen ein neuer Sportplatz und eine neue Turnhalle für Grundschule oder Sportvereine entstehen - etwa 150 Meter vom Schulstandort entfernt.

Auf dem Resthof in Guderhandviertel sollen ein neuer Sportplatz und eine neue Turnhalle für Grundschule oder Sportvereine entstehen - etwa 150 Meter vom Schulstandort entfernt. Foto: Vasel

Für den Neubau der Sporthalle auf dem von der Samtgemeinde bereits 2024 südlich der Schule angekauften Resthof „Guderhandviertel 83“ haben die KVL-Experten aktuell 2,9 Millionen Euro veranschlagt - ohne einen Sportplatz. Die bestehende Sporthalle wurde 1967 errichtet. Nicht nur die 120 Schülerinnen und Schüler, sondern auch die 650 Aktiven des MTV Mittelnkirchen werden die neue Einfeldsporthalle mit Raum für Vereine nutzen können.

Unter dem Strich müssten in Guderhandviertel 6,815 Millionen Euro investiert werden.

Das ist der Plan für Steinkirchen

In Steinkirchen müssen die Altländer mit 3,8 Millionen Euro deutlich weniger investieren. Die Machbarkeitsstudie ging von 4,48 Millionen Euro aus. Einige Wünsche seien einvernehmlich gestrichen worden. Das reduziere die Baukosten, insbesondere für den Brandschutz, laut Timo Gerke um fast 650.000 Euro. Größte Posten seien die neue Bücherei und Mensa mit Kosten von insgesamt 2,8 Millionen Euro. Die Mensa soll im Bereich der heutigen Bücherei realisiert werden, die Bücherei in einem Neubau - am oder neben dem Schulbau.

Blick auf die Bücherei in Steinkirchen, hier könnte die Mensa der Grundschule einziehen.

Blick auf die Bücherei in Steinkirchen, hier könnte die Mensa der Grundschule einziehen. Foto: Vasel

Der zweigeschossige Bau von 1999/2000 - ausgelegt auf 150 Grundschülerinnen und Schüler - und das Schulkinderhaus sollen umgebaut werden.

So sollen - im Bestand - unter anderem Flächen für Verwaltung, Lernlandschaften, Differenzierung sowie Lernwerkstatt, Kunst und Musik geschaffen werden. Die Klassenräume gruppieren sich um Marktplätze (für Gruppenarbeiten). Durch den Einbau eines Aufzugs im Bereich der Pausenhalle wird die Schule barrierefrei. Die Pausenhalle erhält als „Schulforum“ eine feste Bühne. Das ist noch nicht alles: Der Schulhof wird neu gestaltet. Auch der Sonnenschutz für die Unterrichtsräume wird sichergestellt.

Gerke hofft, dass er noch im Herbst einen Planer - nach einer Ausschreibung - beauftragen kann. 2027 sollen Planung und Bauanträge in Steinkirchen/Guderhandviertel vorliegen, damit 2028 die Bauarbeiter anrücken können.

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