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TFerienhaus in Neuhaus fängt Feuer: Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ist die starke Rauchentwicklung im Bereich des Balkons sichtbar. Es entwickelt sich ein großer Einsatz.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ist die starke Rauchentwicklung im Bereich des Balkons sichtbar. Es entwickelt sich ein großer Einsatz. Foto: Lange

Ein schöner Urlaubsbeginn sieht anders aus: Der Brand eines Ferienhauses in Neuhaus/Oste forderte fast 100 Einsatzkräfte heraus. So lief der Kampf gegen die Flammen.

Von Jürgen Lange Montag, 27.04.2026, 09:14 Uhr

Neuhaus. Ein Wohnhausbrand in Neuhaus/Oste hat am Wochenende ein Großaufgebot an Einsatzkräften gefordert. Fast 100 Retter und Brandschützer waren vor Ort.

Was war passiert? Am Sonnabendnachmittag gegen 14.45 Uhr entdeckten aufmerksame Nachbarn im Kiebitzweg in einem gegenüberliegenden Wohnhaus eine starke Rauchentwicklung, die aus der Holzverkleidung drang. Das Gebäude wird als Ferienhaus genutzt. Sie riefen daraufhin die Feuerwehr.

Auch aus dem Dach steigt bereits eine dicke Rauchwolke auf.

Auch aus dem Dach steigt bereits eine dicke Rauchwolke auf. Foto: Lange

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, war starker Rauch aus dem Bereich des Daches und des Balkons sichtbar. Umgehend wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Während erste Schlauchleitungen für die Brandbekämpfung verlegt wurden, rüsteten sich mehrere Atemschutzgeräteträger mit schwerem Atemschutz aus. Die Eigentümer waren nicht anwesend. Allerdings konnten die kurz vorher angereisten Feriengäste ihr Quartier nicht beziehen.

Löschangriff aus Fahrzeugen und Hydranten

Nachdem immer weitere Einsatzkräfte angerückt waren, wurde mit dem Löschangriff aus wasserführenden Fahrzeugen und aus naheliegenden Hydranten fortgefahren. Da es sich um ein mit nicht brennbaren Cerdralplatten verkleidetes Holzhaus handelte und sich das Feuer unter der Verkleidung befand, erwies sich der Löschangriff als sehr schwierig.

Während Einsatzkräfte im Innenbereich unter schwerem Atemschutz tätig wurden, mussten weitere Kräfte die Verkleidung im Außenbereich mit einer Rettungssäge (modifizierte Motorsäge für harte Materialien) entfernen, um an die Glutnester zu kommen.

Um an die Glutnester und den Brandherd von der Außenseite zu gelangen, muss ein Teil der Cedralplatten-Verkleidung entfernt werden.

Um an die Glutnester und den Brandherd von der Außenseite zu gelangen, muss ein Teil der Cedralplatten-Verkleidung entfernt werden. Foto: Lange

Da inzwischen direkt neben dem Schornstein dichter Rauch aus dem Dach sichtbar wurde, mussten einige Dachpfannen ebenfalls entfernt werden, um an die vorhandenen Glutnester zu gelangen. Nach etwa zwei Stunden meldete Einsatzleiter Frank Lund „Feuer aus“. Nun kontrollierte die Feuerwehr das gesamte Gebäude mit einer Wärmebildkamera auf erhöhte Temperaturen, um sicherzugehen, dass keine weiteren versteckten Glutnester vorhanden waren.

Noch während der Löscharbeiten nahm die Polizei erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Die endgültige Ermittlung führen die Brandermittler der Polizei Cuxhaven durch.

Ferienhaus ist unbewohnbar

Das Ferienhaus ist durch den Brand und die starke Rauchentwicklung unbewohnbar. Es entstand hoher Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Die Feriengäste aus dem Raum Mannheim wurden in einer anderen Ferienwohnung im Ort untergebracht.

Mehrere Einsatzwagen sind vor Ort: Der Kiebitzweg muss aufgrund des Großaufgebots an Rettungskräften voll gesperrt werden.

Mehrere Einsatzwagen sind vor Ort: Der Kiebitzweg muss aufgrund des Großaufgebots an Rettungskräften voll gesperrt werden. Foto: Lange

Im Einsatz waren insgesamt 96 Einsatzkräfte der Feuerwehren Neuhaus/Oste, Geversdorf, Belum, Kehdingbruch und Cadenberge, Abschnittsleiter Meik Kramer, Gemeindebrandmeister Matthias Papke und dessen Stellvertreter Christian Böhack. Hinzu kamen ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes, ein Rettungswagen der Bereitschaft Land Hadeln des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der DRK-Ortsverein Neuhaus mit Heiß- und Kaltgetränken für die Einsatzkräfte, Mitarbeiter des Stromversorgers EWE und die Polizei Hemmoor.

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