TFeuerwehr rettet Frau aus brennendem Haus in Bremervörde – Katze stirbt
Aus diesem Haus in der Straße Am Hang in Bremervörde rettete die Feuerwehr am Freitagmorgen eine noch schlafende Frau. Foto: C. Borgardt
Rauch dringt am Morgen aus einem Haus: Die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes schlägt in Bremervörde Alarm. Die Feuerwehr rückt an und äußert nach dem Einsatz Kritik.
Bremervörde. Einer aufmerksamen Passantin hat die Frau vermutlich ihr Leben zu verdanken. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes gegen 7.15 Uhr Brandgeruch und Rauch, der aus einem Haus an der Straße Am Hang drang.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Bremervörder Feuerwehr drang bereits dichter Qualm aus einem Fenster im Obergeschoss des Hauses. „Das gesamte Haus war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits verqualmt“, berichtete Bremervördes Stadtbrandmeister Nils Schwarz.
66-Jährige liegt schlafend im Obergeschoss
Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrleute drangen in das verqualmte Gebäude ein. Im Obergeschoss fanden sie die 66 Jahre alte Bewohnerin, die noch schlafend in ihrem Bett lag und von dem Brand in ihrem Haus bis dahin noch nichts mitbekommen hatte.
Blaulicht
Radfahrer überholt, dann eskaliert es
Mit Hilfe einer Fluchthaube rettete der Atemschutztrupp die Frau aus dem Haus. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst und einen Notarzt wurde die schwer verletzte Frau mit einer Rauchgasvergiftung per Rettungswagen ins Stader Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestehe laut Polizei nicht.
Katze stirbt bei Schwelbrand
Der Brand - ein kleineres Feuer in einem Abstellraum - konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Parallel dazu wurde das Haus mit einem Drucklüfter vom Rauch befreit. Polizeiangaben zufolge handelte es sich um einen Schwelbrand, der aus bislang unbekannter Ursache in einer Abseite unter der Treppe im Erdgeschoss ausgebrochen war.
Weniger Glück als die Bewohnerin hatte die Katze der 66-Jährigen. Sie konnte von den Einsatzkräften nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden.
Feuerwehr kritisiert: Keine Rauchmelder im Haus
Dass die Frau den Brand überlebt hat, sei laut Bremervördes Ortsbrandmeister Hendrik Holst großes Glück gewesen, da in dem Haus keine Rauchmelder installiert waren. „Mit Rauchmeldern wäre der Brand definitiv früher bemerkt worden“, sagte Holst im Gespräch mit der Bremervörder Zeitung. Ein auf Kipp stehendes Schlafzimmerfenster habe der Frau vermutlich das Leben gerettet, so die Bremervörder Polizei.
Neben der Bremervörder Ortswehr, die mit fünf Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften im Einsatz war, wurde auch die Hönau-Lindorfer Ortswehr alarmiert, brauchte jedoch nicht mehr einzugreifen. Zur Brandursache konnte die Polizei am Freitag keine näheren Angaben machen, den entstandenen Schaden schätzen die Beamten auf rund 50.000 Euro.
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