TFeuerwehreinsatz in Hemmoor: Wohnung wegen Rauch nicht mehr bewohnbar
Aus wasserführenden Fahrzeugen werden Schlauchleitungen für einen Löschangriff aufgebaut, während sich Atemschutzgeräteträger ausrüsten. Foto: Lange
Nach einem Einsatz in Hemmoor muss sich der Bewohner auf rechtliche Konsequenzen einstellen: Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet.
Hemmoor. Am Montagnachmittag, 9. Februar, gegen 14.15 Uhr bemerkte ein Bewohner in einem Mehrfamilienhaus im Kastanienweg eine starke Rauchentwicklung aus der Nachbarwohnung. Er brachte sich umgehend selbst in Sicherheit und alarmierte die Einsatzkräfte.
Einsatzkräfte führen Nottüröffnung durch
Der Mann wurde umgehend zur Durchsicht an den Rettungsdienst übergeben. Die Feuerwehr baute eine Wasserversorgung aus wasserführenden Fahrzeugen für einen Löschangriff auf. Um auszuschließen, dass sich noch jemand in der stark verrauchten Wohnung befand, nahmen die Einsatzkräfte eine Nottüröffnung vor.

Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr wird eine starke schwarze Rauchentwicklung aus der Wohnung sichtbar. Foto: Lange
Unter schwerem Atemschutz ging ein Trupp in die Wohnung. Die Feuerwehrleute fanden einen Topf auf einer heißen Herdplatte. Der Topf mit dem inzwischen verkohlten Essen wurde ins Freie gebracht und abgelöscht. Die gesamte Küche wurde durch die Rauchentwicklung mit dickem, schwarzem Ruß überzogen. Damit der Rauch nicht durch das gesamte Gebäude ziehen konnte, wurde ein Rauchvorhang eingesetzt. Danach wurden die Fenster geöffnet und ein Überdruckbelüfter eingesetzt, um die Wohnung rauchfrei zu blasen.
29-Jähriger vergisst Essen auf Herd - Starke Rauchentwicklung
Der Bewohner der Wohnung war bis zum Einsatzende nicht anzutreffen. Gegen 16 Uhr wurde die Einsatzstelle an die Polizei zur weiteren Ermittlung übergeben. „Ein 29-jähriger Anwohner hatte augenscheinlich Speisen auf einem Herd vergessen, welche sich im Anschluss entzündeten“, teilte ein Polizeisprecher am Tag nach dem Brand mit. „Hierdurch kam es zu einer starken Rauchentwicklung im Gebäude. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Es entstanden nur geringe Sachschäden.“ In den Ermittlungen geht es um fahrlässige Brandstiftung.
Die Wohnung ist wegen der starken Verrußung nicht mehr bewohnbar. Im Einsatz waren 31 Einsatzkräfte der Feuerwehren Warstade und Heeßel, Gemeindebrandmeister Björn Müller und dessen Stellvertreter Malte Schimmelpfennig, ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes, die Polizei Hemmoor sowie zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts Hemmoor. (jl)
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