THofläden, Cafés und Wohnen: Bald gibt es Zuschüsse an der Oberen Lühe
Bürgermeister Gerd Grunwald und Regionalmanagerin Anne Rosenfeld werben für die Dorfregion Obere Lühe. Foto: Vasel
Die Gemeinden Neuenkirchen, Mittelnkirchen und Guderhandviertel wollen Dorfregion werden. Jetzt sind alle Bürger der Oberen Lühe gefragt.
Altes Land. Die Politiker wollen und müssen ihre Bürger mitnehmen. Beim Dorffest für die Obere Lühe will die Regionalmanagerin im Rathaus der Samtgemeinde Lühe, Anne Rosenfeld, erste Wünsche und Vorschläge der Bürgerinnen und der Bürger aus Neuenkirchen, Mittelnkirchen und Guderhandviertel sammeln.
Wie können die drei Dörfer an der Oberen Lühe als Lebens-, Arbeits-, Natur- und Erholungsräume attraktiver oder gesichert werden? Wie kann die Dorfgemeinschaft in der Zukunft gestärkt werden? Wie können Treffpunkte geschaffen oder modernisiert werden? Diese Fragen treiben auch den Bürgermeister Gerd Grunwald (Grüne) aus Neuenkirchen um.
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Beim Dorffest wird Anne Rosenfeld einen Wunschbaum aufstellen. Was sollte in unserer Gemeinde erhalten bleiben? Wo besteht Handlungsbedarf? Welche Projekte wünschen Sie sich? Was würde die Lebensqualität in unserem Dorf verbessern? Antworten auf diese Fragen sollen die Bürger an den Baum pinnen. Die Beiträge werden dokumentiert und ausgewertet. „Sie werden in die Erarbeitung des Dorfentwicklungsantrags einfließen“, so Rosenfeld. Der Antrag für die Aufnahme ins Programm soll noch im Herbst beim Amt für regionale Landesentwicklung gestellt werden.
Fördermittel winken ab Ende 2027
Wenn es gut läuft, könnten die Gemeinden, Vereine oder Privatleute zum 30. September 2027 erste Förderanträge stellen. Zuschüsse von bis zu 500.000 Euro winken - beim aktuellen Förderprogramm. Bei Privaten gibt es 35 Prozent, bei Kommunen bis zu 65 Prozent. Sieben Jahre lang könnten die Anträge gestellt werden, 2027 startet die neue Förderperiode.
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Eigentümer alter Häuser könnten Mittel für Reetdachsanierung beantragen, so Mittelnkirchens Bürgermeister Joachim Streckwaldt (CDU). Es winken aber auch Zuschüsse für die Umnutzung, etwa zu Mehrfamilienhäusern und Mehrgenerationen-Wohnen. Ein Ziel der Dorfentwicklung ist auch der Erhalt ortsbildprägender Bausubstanz.
Guderhandviertels Bürgermeister Marco Hartlef (CDU) hat auch die vielen Altländer Fachwerk-Fachhallenhäuser im Blick. Schaffung von Wohnraum, Ferienwohnungen, Büros oder Hofläden oder Cafés könnten den Erhalt sichern. Hartlef hofft auch auf bessere Deichwege, Grunwald auf einen Wander- und Fahrradweg zwischen Neuenkirchen und Jork-Hinterdeich. Auch Dorfläden sind förderfähig.
Hollern-Twielenfleth, Steinkirchen und Grünendeich haben den Weg mit der Dorfregion „An der Lühe“ bereits eingeschlagen. Das Dorffest für die Obere Lühe startet am Sonnabend, 27. Juni, in und am Dorfgemeinschafthaus Neuenkirchen um 15 Uhr. Vereine, Kirche, Kita, DRK, Feuerwehr und Chöre machen mit. Ab 19 Uhr spielt die Gruppe Elbsand, im Anschluss DJ Mario.
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