TGroßbrand zerstört Wohnhaus und Scheune – 200.000 Euro Schaden
Bereits auf der Anfahrt war für die Einsatzkräfte eine weithin sichtbare Rauchwolke über dem Brandort zu erkennen. Foto: Lange
Offenbar hat ein Defekt an der Heizungsanlage ein Feuer im Kreis Cuxhaven ausgelöst. Haus und Scheune eines landwirtschaftlichen Gehöfts brannten.
Landkreis Cuxhaven. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften wurde am Sonntagabend gegen 18.35 Uhr zu einem Brand in der Schöpfwerkstraße in Odisheim alarmiert. In einem Wohngebäude war ein Feuer im Heizungsraum ausgebrochen.
Bereits auf der Anfahrt war für die Einsatzkräfte eine weithin sichtbare Rauchwolke zu erkennen, die über dem Ortsgebiet stand. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren hatte sich der Brand bereits auf den darüber liegenden Heuboden ausgebreitet. Die Bewohner konnten sich noch rechtzeitig selbstständig aus dem Gebäude retten und blieben unverletzt.
Rasche Brandausbreitung - Gebäude in Vollbrand
Das Feuer breitete sich in kurzer Zeit rasant aus und führte schließlich zum Vollbrand des gesamten Gebäudes. Unter schwerem Atemschutz nahmen die Einsatzkräfte umgehend die Brandbekämpfung auf. Zunächst erfolgte der Löschangriff über wasserführende Fahrzeuge. Parallel dazu wurden mehrere Schlauchleitungen von einem Hydranten zur Einsatzstelle verlegt, um die Wasserversorgung sicherzustellen.

Das Feuer im Heizungsraum fraß sich innerhalb kurzer Zeit durch die Decke und griff auf den darüber liegenden Heuboden über Foto: Lange
Aufwendige Löscharbeiten auf dem Heuboden
Aus mehreren Strahlrohren wurde das Feuer bekämpft. Die Löscharbeiten gestalteten sich besonders aufwendig, da sich die Flammen tief in die Dämmung der Zwischendecke gefressen hatten und immer wieder Glutnester aufflammten. Das auf dem Heuboden gelagerte Heu musste vollständig aus dem Gebäude entfernt und im Außenbereich weiter abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Tiere gerettet und keine Verletzten
Zwei im Gebäude befindliche Schweine konnten von den Einsatzkräften unverletzt gerettet werden. Die Anwohner, ein 38-jähriger Mann und eine 57-jährige Frau, kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Gegen 21.45 Uhr meldete die Einsatzleitung schließlich „Feuer aus“. Im Anschluss begannen umfangreiche Nachlöscharbeiten und Kontrollen mit Wärmebildkameras, die sich bis in die späten Nachtstunden hinzogen. Der Energieversorger wurde alarmiert und schaltete das Gebäude stromlos.
Die Polizei ermittelt zur Brandursache
Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Noch während der Löscharbeiten nahm die Polizei erste Ermittlungen auf. Die weiteren Untersuchungen werden durch die Brandermittler der Polizeiinspektion Cuxhaven am Montag fortgesetzt. Das Gebäude gilt als Totalschaden. Nach Angaben der Polizei Cuxhaven wird der Sachschaden auf rund 200.000 Euro geschätzt.

Mit einem Großaufgebot rückten Feuerwehren und Rettungsdienste an, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Foto: Lange
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Odisheim, Steinau, Stinstedt, Ihlienworth sowie die FTZ Cadenberge, die Gemeindebrandmeister Tim Fritsche (Land Hadeln) und Stefan Müller (Börde Lamstedt), je ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes und der DRK-Bereitschaft Land Hadeln, der DRK-Ortsverein Odisheim, die Polizei sowie der Energieversorger.
Wohnhaus zwischen Midlum und Nordholz brennt
Bereits am Samstagabend ist gegen 20.30 Uhr ein Brand an einem Einfamilienhaus an der Alten Bundesstraße (L135) zwischen Midlum und Nordholz ausgebrochen.
Die drei Anwohner, eine 44-jährige Frau, ein 50-jähriger Mann und eine 70-jährige Frau, hatten das Feuer bemerkt und noch eigene Löschversuche unternommen, allerdings vergeblich. Sie wurden laut Polizei nicht verletzt.
Die Feuerwehr konnte den Brand schließlich löschen. Die Polizei beziffert den Sachschaden auf 100.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die angrenzende Landesstraße war für die Dauer der Löscharbeiten bis etwa 23.45 Uhr gesperrt. (fe/pm)