TNach zehn Jahren: Der lange Weg zum Mobilfunkturm in Wiegersen
Der 51 Meter hohe Mobilfunkturm steht in der Gemeinde Sauensiek auf einem Feld zwischen Wiegersen und Revenahe-Kammerbusch. Foto: Laudien
Planung, Standortsuche und viele Gespräche: Zehn Jahre hat es bis zur Errichtung des Funkturms gedauert. Was in der Zeit passierte.
Sauensiek. Mitten auf einem Feld zwischen Wiegersen und Revenahe-Kammerbusch steht jetzt ein 51 Meter hoher Mobilfunkturm. Er soll die Mobilfunkversorgung in der Gemeinde Sauensiek deutlich verbessern.
Von der ersten Idee bis zum Senden des ersten Signals vergehen normalerweise zwei bis vier Jahre. In Sauensiek dauerte dieser Prozess zehn Jahre - und ist noch nicht ganz abgeschlossen.
Der Beginn und absolute Funkstille
Die ersten Gespräche begannen 2016, teilt Sauensieks Bürgermeister Rolf Suhr (CDU) mit. Der ursprüngliche Standort war auf dem Gelände an der Hundeschule am Kirchweg in Wiegersen geplant. Danach gab es ein neues Gutachten mit dem Ergebnis, dass ein neuer gemeinsamer Standort für Wiegersen und Revenahe-Kammerbusch im Bereich Borrel gefunden werden soll. Anschließend folgte dann jedoch buchstäblich absolute Funkstille in diesem Projekt.

Bürgermeister Rolf Suhr (CDU) freut sich, dass der Mobilfunkturm in Wiegersen nach zehn Jahren endlich errichtet wurde. Foto: Laudien
Erst fünf Jahre später wurde ein so genanntes Markterkundungsverfahren der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes durchgeführt. 2022 gab es laut Suhr „neuen Schwung in dieser Angelegenheit“. Die Standortsuche durch die Gemeinde Sauensiek mit der Firma ACON führte schließlich zum Abschluss eines Pachtvertrags mit einem Grundeigentümer.
Anfang 2024 wurde ein Gestattungsvertrag zwischen der Firma NOVEC und der Gemeinde Sauensiek für die Nutzung von Leistungsrechten und Zuwegungen geschlossen. Dann wurde die NOVEC von der Firma Phönix Tower International übernommen. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Boca Raton, Florida (USA). Es ist in über 20 Ländern, darunter in Nord- und Südamerika, der Karibik und Europa aktiv und betreibt weltweit Infrastrukturstandorte für Telekommunikationsinfrastruktur, Mobilfunkmasten, Dachstandorte und drahtlose Netzwerkanlagen.
Minister Tonne sagt zeitnahe Errichtung zu
2025, erzählt Suhr, habe es durch „verschiedene Bemühungen“ der Gemeinde und des Breitbandkoordinators der Kreisverwaltung, Jens Schütt, „wieder Bewegung“ in der Angelegenheit gegeben. Schließlich hätten sich die CDU-Landtagsabgeordnete Birgit Butter und Stades Landrat Kai Seefried beim Wirtschaftsministerium in Hannover für den Bau des Turms stark gemacht.
Anfang dieses Jahres sagte Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, Grant Hendrik Tonne (SPD), die zeitnahe Errichtung des Mobilfunkmastes in Wiegersen zu. Im April erteilte der Landkreis die Baugenehmigung für den 51 Meter hohen Turm. „Phönix Tower International wurde von Telefonica beauftragt, den Funkmast zu bauen“, schildert Suhr den weiteren Ablauf.
Bürgermeister: Langer Weg, „gutes Ergebnis“
Nach gut drei Monaten Bauzeit ist der Funkmast jetzt fertiggestellt und soll in Kürze in Betrieb genommen werden. Weitere Netzbetreiber hätten bereits ihr Interesse an der Mitnutzung des Standortes bekundet, so Suhr.
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„Alle haben dazu beigetragen, dass ein weißer Fleck in der Mobilfunkversorgung im Bereich Wiegersen und Revenahe-Kammerbusch beseitigt wird. Ein zehn Jahre langer Weg geht zu Ende und hat zu einem guten Ergebnis geführt“, sagt Sauensieks Bürgermeister.
Einige Restarbeiten sind bis zum Senden des ersten Signals aber noch nötig. Dazu gehören die Verkabelung, die Technik mit der Montage der eigentlichen Antennen sowie Systemtechnik und Sicherheitsprüfungen. Erst dann erfolgt die Netzanbindung über Glasfaser oder Richtfunk an das Kernnetz des Mobilfunkanbieters.
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