TPferd auf Weide angegriffen: Tier stirbt – Polizei ermittelt
Nach einem Angriff auf ein Pferd auf einer Weide in Loxstedt musste das Tier jetzt eingeschläfert werden (Symbolbild). Foto: Colourbox
Grausamer Vorfall auf einer Weide. Ein Pferd in Loxstedt wurde von einem Unbekannten angegriffen. Es musste eingeschläfert werden. Die Hintergründe sind unklar, die Polizei ermittelt.
Landkreis Cuxhaven. Schock auf der Weide: In Loxstedt ist ein Pferd von einem Unbekannten so schwer verletzt worden, dass es jetzt eingeschläfert werden musste. „Ermittlungen laufen. Ein Tatverdächtiger ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ermittelt“, teilt Polizeipressesprecher Carsten Bode auf Nachfrage der Nordsee-Zeitung mit.
Weitere Fälle sind der Polizei derzeit nicht bekannt, so Bode. „Daher sind auch Ratschläge für die Tierhalter derzeit schwierig.“ Aus Sicht der Polizei besteht zurzeit keine erhöhte Gefahr für Pferde auf Koppeln im Landkreis. Bei verdächtigen Beobachtungen oder sogar konkreten Vorfällen sollte aber die Polizei informiert beziehungsweise der Sachverhalt angezeigt werden.
„Kann mir nicht vorstellen, wie jemand Pferde verletzen kann“
In Loxstedt und Umgebung hat der Vorfall für Aufregung gesorgt. Marco Bührig zum Beispiel, der zusammen mit Tatjana Piontek in der Gemeinde die Reitsportanlage BP betreibt, zeigt sich bestürzt: „Schrecklich. Ich kann mir das nicht vorstellen, wie jemand überhaupt Pferde verletzen kann“, sagt er. Die Pferdehalter hätten schon genug Probleme mit dem Wolf und jetzt komme auch noch so etwas dazu. „Die Pferde sind zutraulich. Sie denken nichts Böses, und dann passiert das“, bedauert er.

Angriff auf ein Pferd 2017 in Bremerhaven: Die Schnittwunde ist deutlich zu sehen. Foto: Polizei
Die genauen Hintergründe und Umstände sind bisher noch unklar. In Internetforen gab es zeitweise Verwirrung über die tatsächlichen Ereignisse, denn es kursierte eine Falschnachricht. Dort hieß es, die Polizei haben angeblich keine Kenntnisse von so einem Vorfall. In anderen Posts hingegen wurde bereits davor gewarnt, dass ein Pferd lebensgefährlich verletzt worden sei: „Passt auf eure Tiere auf, behaltet eure Kameras besonders gut im Auge, achtet auf verdächtige Personen.“ Inzwischen ist klar, dass das Tier infolge des Angriffs verstorben ist, bestätigte die Polizei.
Immer wieder kommt es zu ähnlich gelagerten Fällen
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Tierquäler die Region verunsichert.
Im Jahr 2023 ließen Unbekannte in Apensen mehrere Pferde eines Gnadenhofes frei. Das schwächste Pony nahmen der oder die Täter offenbar mit - und ließen die zu dem Zeitpunkt 29-jährige Fee dann blutüberlaufen mit Stichwunden zurück.
Im Jahr 2017 hat ein Unbekannter im Stader Benedixland zwischen dem Güterbahnhof und der Landesstraße 111 einer Hannoveraner Stute eine 40 Zentimeter lange Schnittwunde zugefügt. Zum Glück war die Verletzung nicht lebensbedrohend.
Auch in Ostwestfalen-Lippe haben sich solche Fälle zuletzt gehäuft, wie der WDR berichtet. Warum verletzten Menschen Tiere? Die Kriminologin Dunja Storp beschäftigt sich nach WDR-Angaben seit 20 Jahren mit solchen Fragen. Sie forscht zu menschlichem Gewalt- und Aggressionsverhalten gegenüber Tieren. „Wir wissen aus der kriminologischen Forschung, dass es nicht den einen spezifischen Tätertypus gibt. Die Motive sind verschieden“, sagt sie gegenüber dem Sender.
Tierschutzorganisation empfiehlt Kontrollgänge
Die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) gibt Tipps, worauf Pferdehalter in solchen Fällen achten können. Sie rät zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn so ein Vorfall bekannt wird. Stallbetreiber sollten Pferde nachts nicht ungeschützt auf der Wiese stehen lassen und andernfalls in Stallungen unterbringen. Diese sollten bestenfalls mit Videoüberwachung ausgestattet und abgesperrt sein. Zudem empfiehlt die Organisation, zu zweit in unregelmäßigen Abständen auf Kontrollgang zu gehen. Verdächtige Personen sollten der örtlichen Polizeidienststelle gemeldet werden.
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