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24-Jähriger stirbt nach Gewalttat in Harburg: Polizei verhaftet sechs Männer

Die Haftbefehle sind am Morgen vollstreckt worden. (Symbolbild)

Die Haftbefehle sind am Morgen vollstreckt worden. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein 24-Jähriger wird in einer Winternacht schwer verletzt an einer Straße in Hamburg-Eißendorf gefunden. Er stirbt im Krankenhaus. Monatelang sucht die Polizei nach den Tätern.

Von dpa 22.10.2026, 13:10 Uhr
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Hamburg. Knapp neun Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 24-Jährigen in Hamburg-Eißendorf sind sechs Tatverdächtige verhaftet worden. Die Haftbefehle gegen die Männer im Alter von 19 bis 23 Jahren seien am Morgen vollstreckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sie seien dringend verdächtig, einen Totschlag durch Unterlassen begangen zu haben. Fünf von ihnen werde darüber hinaus gemeinschaftliche Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

Sie sollen den 24-Jährigen am Abend des 6. Februar kontaktiert und zu einem Treffpunkt in Hamburg-Wilhelmsburg bestellt haben. Hintergrund seien Streitigkeiten um eine Geldforderung gewesen. Um den 24-Jährigen zur Zahlung zu bewegen, sollen ihn die Beschuldigten unvermittelt massiv geschlagen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass mehrere von ihnen den am Boden liegenden 24-Jährigen auch gegen den Kopf traten. 

Dann sollen sie einen Komplizen kontaktiert haben, der das bewusstlose und schwer verletzte Opfer zur Straße Göhlbachtal in Eißendorf fuhr. Die Beschuldigten verständigten außerdem einen Bekannten des 24-Jährigen. Dieser habe versucht, den Schwerverletzten zu reanimieren, und habe gegen 1.30 Uhr Rettungskräfte alarmiert. Der 24-Jährige starb wenig später im Krankenhaus.

Ermittler widerlegen Angaben des Bekannten

Zwei Tage nach der Tat hatte die Polizei mitgeteilt, der 24-Jährige habe sich an jenem Abend mit einem 23-Jährigen an einer Bushaltestelle getroffen. Nach Angaben des Jüngeren seien sie gemeinsam zu Fuß durch den Stadtteil im Bezirk Harburg gegangen, als fünf maskierte Männer sie angegriffen hätten.

Der 23-Jährige selbst habe sich in dieser Situation von seinem Bekannten getrennt, um sich dem Angriff zu entziehen. Später habe er erfolglos versucht, seinen Bekannten anzurufen und ihn nach stundenlanger Suche mit lebensgefährlichen Verletzungen gefunden. 

Im April hatte die Polizei mitgeteilt, diese Darstellung sei widerlegt worden. Die Staatsanwaltschaft setzte eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise zu der Tat aus.

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