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Viel Geld weg: Seniorin gibt falschem Polizisten ihre EC-Karte

Betrüger schlagen längst nicht nur am Telefon zu. Oft klingeln sie auch bei ihren potenziellen Opfern. Zuletzt ist im Landkreis Rotenburg beides mehrfach vorgekommen, teilt die Polizei mit.

Betrüger schlagen längst nicht nur am Telefon zu. Oft klingeln sie auch bei ihren potenziellen Opfern. Zuletzt ist im Landkreis Rotenburg beides mehrfach vorgekommen, teilt die Polizei mit. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Landkreis Rotenburg sind zurzeit professionell agierende Betrüger unterwegs. Die Polizei spricht von „teils erheblichen Vermögensschäden“.

Von Redaktion Donnerstag, 29.01.2026, 05:50 Uhr

Landkreis Rotenburg. Bereits am vergangenen Freitagnachmittag (23. Januar) erschien ein falscher Polizeibeamter bei einer 83-Jährigen in Sittensen und täuschte eine polizeiliche Maßnahme vor. Die Frau händigte dem Täter ihre EC-Karte aus. Im Anschluss hob dieser einen niedrigen vierstelligen Bargeldbetrag an einem Geldautomaten ab.

Am Dienstagmittag (27. Januar) kontaktierten Betrüger telefonisch einen 72-Jährigen aus Selsingen. Sie gaben sich als Polizeibeamte aus und behaupteten, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Zur Abwendung einer angeblichen Untersuchungshaft forderten sie die Zahlung einer Kaution in Höhe von 45.000 Euro. Dem kam der Mann allerdings nicht nach, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigt.

Polizei rät: Im Zweifelsfall sofort den Notruf wählen

Neben den bekannten Maschen der falschen Polizeibeamten und sogenannten Schockanrufe traten auch weitere Betrugsvarianten auf. In einem Fall sollten Bargeld und Schmuck zur vermeintlichen „Sicherung“ an einen angeblichen Polizeibeamten übergeben werden.

Die Polizei gibt Hinweise, wie man sich vor entsprechenden Taten schützt: So sollte man sich nie unter Druck setzen lassen, sondern auflegen beziehungsweise die Tür schließen. Unbekannte sollte man nie in die Wohnung lassen. Ferner rät die Polizei: Geben Sie keine persönlichen oder finanziellen Informationen preis. Wählen Sie bei Zweifeln sofort den Polizeinotruf 110.

Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände. Weitere Präventionstipps gibt es unter: www.polizei-beratung.de.

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