TWas wollen die Bürger? SPD initiiert Veranstaltung in Apensen
Bürger treffen sich mit Politikern zum direkten Austausch in Apensens Schützenhalle. Foto: Bendrig
Gepflegtere Spiel- und Sportplätze, mehr Bänke für Senioren - die Bürger der Samtgemeinde Apensen äußern konkrete Wünsche bei der ersten SPD-Bürgerbeteiligung. Was nun geplant ist.
Apensen. Die Kommunalwahl wirft in der Samtgemeinde Apensen ihre ersten Schatten voraus. Eine Veranstaltung der SPD Apensen mit Bürgerbeteiligung in der Schützenhalle stieß auf große Resonanz, wie Christian Bendrig, Vorstandsmitglied der SPD Apensen sowie Mitglied im Samtgemeinderat und stellvertretender Bürgermeister von Beckdorf, mitteilt.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus den Mitgliedsgemeinden nutzten die Gelegenheit, um ihre Meinung, Anregungen und Ideen einzubringen. Neben den direkten Wortmeldungen vor Ort wurden darüber hinaus auch Vorschläge per E-Mail und andere Kanäle für diese Veranstaltung eingereicht.
Diverse konkrete Verbesserungsvorschläge kamen von den Bürgern: Etwa Verschönerung des Spielplatzes an der Grundschule Apensen, gepflegtere Sport- und Spielplätze in der Samtgemeinde, mehr Glas-Container in Apensen und Revenahe, die Gründung eines Jugendbeirates sowie mehr Bänke für Senioren zwischen den Einkaufsmöglichkeiten gehörten zu den am häufigsten genannten Wünschen.
Das Interesse der Bewohner der Samtgemeinde war an der ersten SPD-Bürgerbeteiligung dieser Art groß. Die mitunter nicht zufriedenstellende Arbeit der Verwaltungsspitze in Apensen hat Spuren hinterlassen. Bürger sind offensichtlich genervt und Politiker gefrustet.
Kritik an der Rathaus-Chefin
Bei der Kommunalwahl am 13. September werden die Karten neu gemischt und es wird entschieden, wer als neue Chefin oder Chef in das Apenser Rathaus einzieht. Die amtierende Samtgemeindebürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock steht nicht mehr zur Verfügung. Wie berichtet, hatte sie kürzlich bei der letzten Ratssitzung des Jahres 2025 mitgeteilt, dass sie nicht wieder kandidieren wird.
„In der Vergangenheit hat sich deutlich gezeigt, dass wir in der Amtszeit von Frau Beckmann-Frelock nicht vorwärtsgekommen sind“, sagte kürzlich Rolf Suhr, CDU-Fraktionsvorsitzender im Samtgemeinderat. Die Kritik an der Rathaus-Chefin geht durch alle Parteien. Apensens Bürgermeister Frank Buchholz sprach von „fünf katastrophalen Jahren“. „Der Schritt war überfällig“, fasste es Dirk Brumme, stellvertretender Vorsitzender der SPD Apensen, zusammen. Tenor: Der Führungsstil der Verwaltungschefin ließ zu wünschen übrig.
Bürger wollen aktiv mitgestalten
Unter den Teilnehmern der Bürgerbeteiligung war unter anderem auch Tanja von der Bey. Wie berichtet, ist sie bislang die einzige Bewerberin für das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin in Apensen. Die einstige Leiterin des Ordnungsamtes aus Revenahe möchte als Nachfolgerin von Beckmann-Frelock wieder ins Rathaus zurückkehren.
Kommunalwahl 2026
T „Bin erschüttert“: Warum Tanja von der Bey Apenser Rathaus-Chefin werden will
Die Vielfalt der Beiträge habe den Wunsch einer aktiven Mitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger an einer kommunalen Zukunft gezeigt, resümierte Bendrig nach der Veranstaltung. Insgesamt wurden die konkreten Ideen aus allen Mitgliedsgemeinden gesammelt.
Zahlreiche Anwesende sprachen sich auch dafür aus, dass ähnliche Veranstaltungen künftig regelmäßig und ausdrücklich auch überparteilich angeboten werden sollten.
„Dieses Format zeigt, wie wichtig der direkte Dialog mit den Menschen ist. Das möchten wir daher unbedingt wiederholen“, so das Fazit der Veranstalter. „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, ein zweites Format überparteilich anzubieten, um noch mehr Ideen und Meinungen einzuholen“, so Bendrig. Die gesammelten Beiträge werden dann ausgewertet, um dann in die Arbeit für das Wahlprogramm einzufließen.
Dieses Format zeigt, wie wichtig der direkte Dialog mit den Menschen ist.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.