T „Ich bin zu alt“: Trotzdem knipst Mu/Ku-Spieler gegen O/O dreifach
Andre Heitmann (35) spielt sein Leben lang für ein und denselben Verein. Foto: FuPa
Wohl dem, der solche Aushilfen hat. Mu/Ku-Trainer Gudd reaktiviert Andre Heitmann. Der dreht gegen O/O ein Kreisklassenspiel fast im Alleingang.
Mulsum. Mit seinen drei wichtigen Joker-Toren verdient sich Andre Heitmann die Auszeichnung als „Fußballer der Woche“ im TAGEBLATT. Der 35-jährige spielt eigentlich nicht mehr aktiv, half aber am Wochenende bei der zweiten Mannschaft des FC Mulsum/Kutenholz in der 2. Kreisklasse aus. Beim 5:4-Sieg am 16. Spieltag gegen den FC Oste/Oldendorf gelangen ihm drei Tore.
Dass er überhaupt gespielt hat, ist nicht selbstverständlich. Denn Heitmann steht nur noch selten auf dem Platz. „Ich bin zu alt“, sagt er und lächelt. Außerdem trat Heitmann einige Jahre gar nicht gegen den Ball, weil er viel im Ausland unterwegs war. Aber wenn er Zeit hat, hat ihn Mu/Ku-Trainer Marvin Gudd immer auf dem Zettel.
So lief die irre zweite Halbzeit
„Ich frage ihn immer wieder mal. Er ist ein sehr guter Fußballer und hat auch früher in der Bezirksliga gespielt“, sagt der Trainer. Gudd weiß offenbar, dass Heitmann an guten Tagen Spiele entscheiden kann. So wie an jenem Sonntag in der Partie gegen O/O.
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Mulsum/Kutenholz lag zur Halbzeit 0:1 zurück. Heitmann saß in der ersten Hälfte auf der Bank und wurde in der 46. Minute eingewechselt. Zehn Minuten später schoss er das Tor zum Ausgleich. Und Mu/Ku zurück in den Kampf um den Aufstieg?
Denn jeder Sieg ist für das Team wichtig, Heitmann und seine Kollegen haben nur wenige Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Gegner O/O kämpft dagegen am Ende der Tabelle um den Klassenerhalt. Entsprechend rauf und runter ging es in dieser torreichen Partie.
Dieser Kultfußballer ist sein Vorbild
In der 80. Minute schoss Heitmann den Anschlusstreffer zum 3:4. Zwei Minuten später ließ er sein Team erneut jubeln. 4:4. Heitmanns Mitspieler Tom Klintworth traf in der 86. Minute zum entscheidenden Tor für Mu/Ku.
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Für Andre Heitmann war der Hattrick nichts Besonderes. „Der Sieg war wichtiger“, sagt er.
Was war Ihr schönstes Erlebnis auf dem Fußballplatz?
Der Aufstieg in die Bezirksliga.
Was war Ihr schlimmstes Erlebnis auf dem Fußballplatz?
Natürlich jede Niederlage, ansonsten gab es nix schlimmes.
Wer ist Ihr Vorbild und warum?
Walter Frosch (Anm.d.Red.: Kultfußballer aus den 1970er und 80er Jahren. Zitat: „Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe.“)
Er war ein lustiger Typ.
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