T1. Kreisklasse im Landkreis Stade: Das große Rätselraten ohne Favoriten
Louis von Ahnen und sein SV Burweg wurden von einigen Trainern zum engeren Kreis der Aufstiegskandidaten ernannt. Foto: Michael Brunsch
Selten einmal ging die 1. Kreisklasse im Landkreis Stade ohne klaren Aufstiegs- und Meisterschaftsfavoriten in eine Saison wie aktuell. Das erkennt man an den Trainerstimmen.
Landkreis. Die Trainerstimmen sagen es deutlich aus, niemand kann einen richtigen Aufstiegs- oder Meisterschaftsfavoriten für die Saison 2026/27 voraussagen. Während ein Mannschaftsverantwortlicher den TuS Harsefeld III als Meisterschaftsfavoriten sehe, sagen andere, dass der TuS zu den Absteigern gehöre. Fakt ist, die Teams, die in der letzten Saison oben standen, werden auch diesmal wieder vorne dabei sein.
Die SV Drochtersen/Assel IV als Beispiel, verzichtete als Tabellendritter überraschend auf den Aufstieg, nachdem der Zweitplatzierte, FC Oste/Oldendorf II, nicht durfte. Auch der FC ist erneut oben dabei. Dazu noch die SG Freiburg/Oederquart nach einer ganz starken Saison ab Spieltag vier. Zuvor hatten die Nordkehdinger bei 0:15 Toren und null Punkten dreimal verloren, dann nur noch elf Gegentore kassiert. Weitere genannte Aufstiegskandidaten sind der SV Burweg und der TuS Jork.
Fragezeichen hinter den Kreisliga-Absteigern
Eher nicht gleich wieder ganz vorne dabei sein dürften die beiden Absteiger aus der Kreisliga. Während beim MTV Hammah II zunächst aus der zweiten und dritten Mannschaft die Teams geformt werden müssen, hat der FC Wischhafen/Dornbusch gleich ein dutzend Spieler verloren. „Wir müssen uns erstmal finden. Der Klassenerhalt ist unser oberstes Ziel“, sagt FC-Trainer Norman Pehmüller. Auch der FC wurde bei den Trainern als Aufstiegs- und Abstiegskandidat genannt. In Hammah sollte man das überraschend hohe 8:1 im Pokal gegen Geheimfavorit Großenwörden nicht zu hoch hängen, es gab hier viel Hilfe aus dem Bezirksligateam.
Wie stark sind die Aufsteiger?
Während dem Meister der 2. Kreisklasse, Deinster SV II, durchaus eine positive Überraschung zugetraut wird, ist die Lage beim zweiten Aufsteiger aus Fredenbeck schon etwas anders. Zum Pokalspiel gegen die VSV Hedendorf/Neukloster II trat das Team von Trainer Danilo Wutke nicht an. Deutet sich da schon ein Rückzug an? Der Coach hatte während seines Urlaubs telefonisch ordentlich zu tun, um alles für das erste Punktspiel am Sonntag in Hammah zu regeln.
„Ich komme erst am Sonnabend zurück, dann wird einiges zu klären sein“, so Wutke. Neben den bereits genannten Mannschaften und dem VfL Fredenbeck zählt man auch den TSV Wiepenkathen II, den TSV Eintracht Immenbeck II und den Deinster SV II zu den heißen Anwärtern auf die Abstiegsränge. Allerdings traut man auch den Immenbeckern und Großenwördenern positive Überraschungen zu.
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