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Fußball

TA/O glaubt an seinen Torinstinkt – und Janosch Lüders hat Bock

Janosch Lüders will sich bei A/O noch einmal beweisen.

Janosch Lüders will sich bei A/O noch einmal beweisen. Foto: FuPa/Schmietow (Archiv)

A/O muss in der kommenden Saison geballte Offensivpower ersetzen. Mit drei weiteren Neuzugängen soll dies gelingen. Der Bekannteste von ihnen will es noch mal wissen.

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Von Jan Bröhan
Mittwoch, 11.03.2026, 17:07 Uhr

Ahlerstedt. Bekanntlich verlassen die Badur-Brüder zur kommenden Saison die SV Ahlerstedt/Ottendorf Richtung D/A, wo sie vorerst für die zweite Mannschaft eingeplant sind. A/O ist derzeit Zweiter der Landesliga und hat bei einem Spiel weniger elf Punkte Rückstand auf Tabellenführer D/A II.

„Die beiden haben natürlich Klasse - Eren mit seiner Ballsicherheit und Enes mit seiner Schnelligkeit“, sagt A/O-Trainer Kevin Speer bezüglich der dann zu kompensierenden Offensivpower. Die Badur-Brüder haben zusammen 28 Treffer der bisherigen 54 A/O-Tore erzielt.

„Wir sind aber guter Dinge, dass wir den Abgang der beiden in der nächsten Saison auffangen können“, sagt Speer. Dafür hat A/O jetzt noch einmal drei weitere Neuzugänge geholt.

Einstiges D/A-Talent will es bei A/O noch mal wissen

Mit Janosch Lüders kommt ein Vollblutstürmer. Eigentlich. Denn der bald 25-Jährige wird sich das Landesliga-Niveau erst noch wieder erarbeiten müssen. „Ich war schon kurz überrascht, als Martin (König, sportlicher Leiter bei A/O; Anm.d.Red.) sich bei mir meldete“, sagt Lüders, „schließlich war ich länger aus dem höherklassigen Fußball raus“.

Lüders spielte in der C-, B- und A-Jugend für D/A und schaffte es als A-Junior auch zwei Mal in die Regionalligamannschaft. „Ich hatte damals schon die Ambitionen nach oben“, sagt Lüders. Während der coronageprägten Saisons hatte er eine Topquote als Stürmer für D/A II in der Landesliga. Während der Saison 2022/23 wechselte er dann zum FC Oste/Oldendorf.

„Die Ausbildung hatte für mich Priorität und ich wollte nicht den Spaß am Fußball verlieren“, sagt Lüders. Bei D/A konnte er das Trainingssoll nicht mehr erfüllen. „Es gab für mich nur die Option, zurück zu meinem Heimatverein.“ In nur elf Spielen erzielte Lüders in der Bezirksliga seinerzeit noch 17 Treffer. In der vergangenen Saison schoss er den FC O/O mit 43 Toren zurück in die Bezirksliga.

„Ich bin dem FC O/O verbunden und wollte keine übereilige Entscheidung treffen“, sagt Lüders bezüglich des jetzigen A/O-Angebots. Er überlegte es sich. Dann trainierte er zwei Mal bei A/O mit. „Ich wurde gut aufgenommen und es hat sofort Spaß gemacht“, sagt Lüders. Durchgerungen hatte er sich aber noch nicht.

Nach zwei weiteren Wochen trainierte er ein weiteres Mal mit. „Das war dann der Tag, an dem mir mein Bauchgefühl sagte: Komm, mach das“, erzählt Lüders. Er habe jetzt „Bock auf die Herausforderung“.

Bei A/O glauben sie an das Potenzial des Stürmers

Janosch Lüders hat weiterhin keine festen Arbeitszeiten, es wird Wochen geben, in denen er nicht alle Trainingseinheiten beim ambitionierten Landesligisten wahrnehmen kann. Über seinen Beruf selbst möchte er nicht reden. „Ich weiß, dass ich noch mal an meine Grenzen gehen muss“, sagt Lüders, „eigentlich habe ich aber keine Zweifel, dass ich das Niveau wieder erreichen kann.“

A/O-Trainer Speer sieht das Potenzial von Lüders und denkt, dass der Stürmer dieses bei A/O auch abrufen kann. „Wer 43 Tore in der Kreisliga schießt, weiß schon mal wo das Tor steht“, sagt Speer. Es werde zwar ein wenig dauern, bis sich Lüders an das Tempo gewöhnt. „Aber das kriegen wir übers Training hin“, so Speer.

Die Spielweise von A/O werde Lüders zudem entgegenkommen, denkt Speer. „Wir haben ihm schon aufgezeigt, wie viele Tore wir über die Außen herausspielen“, sagt Speer, davon profitieren auch die Badur-Brüder.

Lüders selbst merkt in dieser Saison den Unterschied zwischen Kreis- und Bezirksliga. Einerseits musste er sich Spielsystem-bedingt an neue Laufwege gewöhnen, spielt aber noch viele Großchancen heraus. „Aber die Verteidiger wissen, was sie tun“, sagt Lüders über den Qualitätsunterschied. Speer sagt, dass Lüders von den guten Mitspielern bei A/O profitieren wird. „Und Torinstinkt verliert man nicht.“

Diese zwei Offensivkräfte kommen auch

Louis Gehlken wechselt vom VfL Güldenstern Stade zur SV A/O. „Er möchte bei uns den nächsten Schritt machen“, sagt Speer. Der 21-Jährige sei ein schneller Spieler, der in der Offensive flexibel eingesetzt werden kann. Gehlken wurde beim VfL Güldenstern und bei D/A ausgebildet. In bisher 17 Landesligaspielen in dieser Saison traf er drei Mal für Stade und legte sechs weitere Treffer auf.

Mit Jaron Kaiser konnten die A/O-Verantwortlichen ein weiteres Talent aus der U19-Regionalligamannschaft des JFV A/O/B/H/H für sich begeistern. „Jaron hat sich als Stürmer in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt“, sagt Speer.

Beim jetzigen Rückrundenauftakt der U19 traf Kaiser beim 5:2 gegen den JFV Bremen. Außerdem trafen auch Laurens Otten und Jason Marahrens, die A/O schon Mitte Februar als Neuzugänge bekannt gab. Zudem kommt Lenn Pauly aus der U19. Mit Timo Haepp verpflichtete A/O, wie schon berichtet, auch den derzeitigen Torhüter des VfL Güldenstern Stade für die kommende Saison.

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