TAltländerinnen besiegen ihre Verunsicherung und feiern den Klassenerhalt
Die VSG Altes Land hat es gepackt: Klassenerhalt in der Volleyball-Oberliga. Foto: Verein (nomo)
Jubel in Steinkirchen: Die VSG Altes Land schafft den Klassenerhalt in der Oberliga aus eigener Kraft gegen den Vizemeister. Versöhnlicher Abschluss in der Verbandsliga.
Landkreis. Die Volleyballerinnen der VSG Altes Land haben tatsächlich alle Selbstzweifel besiegt und aus eigener Kraft den drohenden Abstieg aus der Oberliga vermieden. Zwar unterlagen sie vor heimischem Publikum dem neuen Meister PSV Hannover klar mit 0:3 (16:25, 16:25, 14:25), doch im dramatischen Regionalduell mit dem TuS Zeven behielten sie die Nerven und schlugen den Liga-Zweiten am Ende überraschend deutlich mit 3:1 (18:25, 25:20, 28:26, 25:14).
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Nach einem solchen Husarenstück sah es lange Zeit nicht aus – zu offensichtlich die spielerische Unterlegenheit gegen den Tabellenersten, zu greifbar die Verunsicherung im ersten Durchgang gegen Vizemeister Zeven.
Die Wende im Match brachte der zweite Satz
Die VSG startete gut und brachte diesen Satz mit Unterstützung des Publikums nach Hause, auch wenn zwischendurch erneut bis zu fünf Punkte am Stück weggegeben wurden. Dramatik pur anschließend in Satz 3: Wieder gelang eine frühe Führung, wieder konterte Zeven. Ab dem Stand von 18:18 gelang es keinem der beiden Teams, sich vom anderen abzusetzen. Zwei Satzbälle konnte die Altländer Mannschaft abwehren und den eigenen zweiten nutzen, als Catharina Völkers ihren Angriff unter dem Jubel aller zum knappen 28:26 durchbrachte.
Damit war klar – ein Punkt ist gesichert, und Abstiegskonkurrent Göttingen kommt in der Tabelle nicht mehr an der VSG vorbei. VSG-Trainer Stephan Marquard: „Man konnte merken, welche Last da von den Schultern meiner Spielerinnen fiel.“ Er selbst hatte mit dazu beigetragen, denn er hatte kurzfristig noch Julia Meyer quasi aus dem Hut gezaubert.
Altmeisterin zu stark im Block
Die fast 1,90 Meter große frühere Bundesliga-Spielerin (Aurubis Hamburg) hatte zwar lange nicht mehr gespielt, verschaffte sich bei ihrem ersten Halleneinsatz seit fünfzehn Jahren aber rasch viel Respekt am Netz, vor allem mit immer stärkeren Blockaktionen. An dieser Bank im Block verzweifelten die Zevenerinnen ebenso in Satz 4.
Ein Triumph der eigenen Altländer Stärke, denn Zeven, das eigentlich seine Vizemeisterschaft absichern wollte, hatte den Gastgeberinnen nichts geschenkt – und auch die Konkurrenz hatte nicht für die Altländerinnen gespielt.
Versöhnlicher Abschluss in der Verbandsliga
Ihre letzten Pflichtaufgaben erledigten die zwei Mannschaften aus dem Landkreis mit unterschiedlichem Erfolg. Während das Volleyball-Team Buxtehude mit ihrem 3:2-Erfolg bei Bermen 1860 III einen versöhnlichen Abschluss feiern konnte (21:25, 25:15, 22:25, 25:19, 15:5), gab es für den TSV Hollern-Twielenfleth beim TV Baden II nichts zu holen; die Altländer unterlagen dem Meister mit 0:3 (22:25, 21:25, 23:25).
Auch wenn sie sich dabei nicht schlecht verkauften, wusste TSV-Trainer Thomas Pape zu berichten. „Das Match war auf gutem Niveau; es gab lange, attraktive Ballwechsel. Baden musste schon alles aufbieten, hat das aber auch gut gemacht – top Annahme, starker Block. Ein verdienter Aufsteiger in die Oberliga.“
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Nur am Rande einer Niederlage befand sich das Nachbarteam aus Buxtehude. Wieder mit neun Mann in Bremen angetreten, waren sie diesmal erfolgreicher als bei ihrem letzten Auftritt in Hambergen, als sie - ebenfalls ersatzgeschwächt - klar verloren.
„Wir haben noch einmal alles auf die Platte gebracht, was personell noch möglich war“, so VT-Sprecher Jan Erik Meyer. Beim Stande von 2:2 nach Sätzen musste ein Tiebreak die Entscheidung bringen. Meyer: „Nachdem wir mit großer Willensstärke und dank einer tollen Mannschaftsleistung den Satzausgleich erzwungen hatten, waren wir im Tiebreak komplett im Flow und haben verdient gewonnen.“
VT Buxtehude beendete die Spielzeit mit der Vizemeisterschaft, während der TSV Hollern-Twielenfleth elf Punkte dahinter auf Platz 7 gerade noch über dem Strich geblieben ist.
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