TAnwohner in Harsefeld sauer: Straße geräumt, Müll bleibt liegen
Ria und Ulrich Bargsten zwischen geräumtem Eschenweg und einigen der liegen gebliebenen Tannenbäume. Rechts sieht man, wie viel Schnee die Anwohner von der Straße räumten. Foto: P. Meyer
Damit die Müllabfuhr in den Harsefelder Eschenweg kommen kann, räumten Anwohner selbst die Straße. Und das stundenlang. Am Ende blieben sie trotzdem auf ihrem Müll sitzen.
Harsefeld. Auch in der Samtgemeinde Harsefeld haben Schnee und Eis in den vergangenen Tagen Auswirkungen auf die Müllabfuhr gehabt. Im Eschenweg blieben in der vergangenen Woche sowohl Rest- als auch Biomülltonnen stehen. Davon betroffen ist auch das Ehepaar Ria und Ulrich Bargsten.
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Dass es bei der Witterung zu Problemen kommt, dafür zeigen die Anwohner grundsätzlich Verständnis. Schließlich seien die Bedingungen wirklich schwierig gewesen. Hinzu kommt, dass die Gemeinde den Eschenweg nicht räumt, da es sich um eine schmale Sackgasse handelt.
Anwohner wurden aktiv, um der Müllabfuhr zu helfen
Um dennoch eine Abholung zu ermöglichen, packte die Nachbarschaft des Eschenwegs selbst an. Rund sieben Haushalte schlossen sich zusammen und räumten die Straße am Freitag eigenständig von Schnee und Eis frei. Mehrere Stunden schippten und schaufelten sie, um den Weg so frei zu machen, dass ein Müllfahrzeug problemlos einfahren und wenden hätte können. „Wir wollten einfach sicherstellen, dass die Abfuhr möglich ist“, erklärt Ulrich Bargsten.

Am vergangenen Freitag trafen sich die Anwohner des Eschenwegs für eine gemeinsame Räumaktion. Foto: Bargsten
Umso größer war die Enttäuschung, als die Müllfahrzeuge dennoch nicht kamen. Auch die bereitgestellten Tannenbäume blieben erneut liegen. Auf Nachfrage bei der zuständigen Entsorgungsfirma habe man Bargsten erklärt, dass die Fahrer vor Ort selbst entscheiden müssten, ob sie einen Weg befahren.
Das könne Ulrich Bargsten einerseits nachvollziehen, zumal Müllfahrzeuge nicht rückwärtsfahren dürfen. Andererseits sei der Eschenweg nach der Aktion vollständig geräumt und damit eigentlich befahrbar gewesen. „Ohne Schnee fahren die Fahrzeuge hier ja auch hinein, weil sie wenden können“, betont er.
Benachbarte Sackgasse wurde von Müllabfuhr angefahren
Besonders unverständlich ist für ihn der Vergleich mit dem benachbarten Eichenweg. Auch dort handelt es sich um eine Sackgasse, dennoch wurde der Müll dort abgeholt - obwohl die Straßenverhältnisse aus seiner Sicht schlechter gewesen seien. Der einzige Unterschied liege im größeren Wendehammer des Eichenwegs.
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Der Frust nach der gemeinsamen Räumaktion sei entsprechend groß gewesen. „Man ist auf die Einschätzung und Bereitschaft der Fahrer angewiesen“, sagt Bargsten. Der Restmüll soll nun am kommenden Freitag abgeholt werden, der Biomüll am Dienstag in der darauffolgenden Woche. Spätestens dann sollen auch die liegen gebliebenen Tannenbäume mitgenommen werden.
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