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Fußball-Bezirksliga

TArne Hees hört bei O/O auf - Nachfolger steht schon fest

Seine aktive Laufbahn als Spieler musste Arne Hees mit 30 Jahren nach seinem zweiten Kreuzbandriss beenden.

Seine aktive Laufbahn als Spieler musste Arne Hees mit 30 Jahren nach seinem zweiten Kreuzbandriss beenden. Foto: Berlin

Im Sommer ist für Trainer Arne Hees beim FC Oste/Oldendorf Schluss. Der 38-Jährige nennt gute Gründe. Der künftige Chefcoach kennt sich im Verein schon bestens aus.

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Von Daniel Berlin
Freitag, 09.01.2026, 05:50 Uhr

Estorf. Mitte November erzählte Arne Hees, Fußball-Trainer des FC Oste/Oldendorf, nach dem Spiel gegen die SG Stinstedt, er wolle mal eine „sorgenlose Saison“ in der Bezirksliga genießen. Als hauptverantwortlicher Coach wird der 38-Jährige das nicht erleben. 2022 übernahm Hees die erste Mannschaft bei O/O. Im Sommer ist nun Schluss.

Die Nachricht, die Arne Hees im TAGEBLATT-Gespräch in dieser Woche bestätigt, kommt für Außenstehende überraschend. Beim Noch-Trainer selbst ist die Entscheidung lange gereift. Nach Gesprächen mit der Familie und einem Blick auf die Dinge. Der Hees-Rückzug hat Gründe.

Ganze Hees-Familie im Verein aktiv

„Privat und beruflich bin ich sehr eingespannt“, sagt der zweifache Vater Hees, der den FC O/O als „Heimat“ bezeichnet. Viele aus seiner Familie engagieren sich ehrenamtlich im Verein. Ein Bruder ist Jugendtrainer, der andere zweiter Vorsitzender, der Vater Stadionsprecher. Hauptgrund für sein Ende als Coach sei aber ein anderer.

„Das Team braucht ab Sommer neuen Input“, sagt Arne Hees. Bei der Intensität, die der Trainerposten mitbringt, bekomme er „nicht alles unter einen Hut“. Hees bezeichnet die letzten dreieinhalb Jahre als „spannende Reise“, als „intensive Zeit“, in der er „viele tolle Jungs“ kennengelernt habe. Diese jungen Kicker hatte Hees auf dem Weg in den Herrenfußball begleitet. Bis zu seinem Ausscheiden gibt es aber noch viel zu tun.

Die spannende Reise soll im Sommer nicht mit einem sofortigen Wiederabstieg in die Kreisliga enden. Der FC Oste/Oldendorf belegt derzeit nach 16 von 30 Saisonspielen den vorletzten Tabellenplatz. Ein Platz, der nicht für den Klassenerhalt reichen würde. „Das Trainerteam und ich werden in diesem halben Jahr Vollgas geben“, sagt Hees. Seinem Nachfolger wolle er das Team in der „höchstmöglichen Liga“ überlassen. Der Name des Nachfolgers steht auch schon fest.

Der FC hat schon einen neuen Trainer

Bernd Meyer muss sich beim FC Oste/Oldendorf nicht lange einleben. Der 53-Jährige hatte im vergangenen Sommer die zweite Mannschaft in der 1. Kreisklasse übernommen und führte sie auf Platz drei der Liga. Nachdem der Vereinsvorstand bei ihm anfragte, ob er die Erste übernehmen wolle, musste Meyer nicht lange überlegen.

Bernd Meyer wird im Sommer die erste Mannschaft des FC Oste/Oldendorf als Trainer übernehmen.

Bernd Meyer wird im Sommer die erste Mannschaft des FC Oste/Oldendorf als Trainer übernehmen. Foto: Berlin

Meyer hat eine lange O/O-Vergangenheit, spielte dort und trainierte Mannschaften. Von 2022 bis Sommer 2025 engagierte er sich in Cadenberge. Jetzt arbeitet der künftige FC-Coach bereits an der Kaderplanung für die Saison 2026/2027 mit. „Ich denke sehr offensiv“, sagt Meyer über seine Idee vom Fußball. Meyer hält nicht viel von Abwarten oder Mauern.

Alte Herren: Kicken trotz Kreuzbandrisses

Und Arne Hees? Langweilig wird dem Noch-Trainer ab nächstem Sommer nicht werden. Einst wurde Hees als der Zidane des FC Oste/Oldendorf bezeichnet. Der „Ballstreichler“ kann sich vorstellen, wieder selbst zu kicken. Bei den Alten Herren. Hees „läuft zwar immer noch mit einem Kreuzbandriss herum“. Er ließ sich am Knie nie operieren. Er will versuchen, die Verletzung mit der Muskulatur auszugleichen. Wenn er ab und an im Training mitmacht, gelingt das schon ganz gut.

Hees kann sich auch vorstellen, weiter im Verein zu arbeiten. Irgendwo im Hintergrund. Oder im Jugendbereich als Coach. Vielleicht trainiert er ja die Mannschaft seines älteren Sohnes. Arne Hees hält sich alles offen.

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