TAuftakt zur DM: 18-jähriger Lokalmatador fährt Doppelsieg ein
Beim Saisonauftakt wurden sich auf dem Estering packende Duelle geliefert. Foto: Sven Kopf (nomo)
Der Estering bringt immer wieder neue Rallycross-Talente hervor - so auch beim jetzigen Auftakt zur deutschen Meisterschaft. Doch es gab auch einen Abschied.
Buxtehude. Der Saisonauftakt zur Deutschen Rallycross Meisterschaft (DRX) 2026 verlief reibungslos und sorgte mit packender Rennaction für zufriedene Mienen bei allen Beteiligten. Marcus Brassat, der erste Vorsitzende des ACN Buxtehude e.V. im ADAC, zeigt sich besonders erfreut: „Ich bin beeindruckt davon, mit welcher Fairness die Fahrerinnen und Fahrer vorgegangen sind. Alle waren sehr respektvoll und so konnten wir einige wirklich spektakuläre Rennszenen sehen.“
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Für die beiden Rallycross-Urgesteine Ralph Wilhelm (Buxtehude) und Fred Czaja (Stade) hatte das Rennwochenende allerdings einige Höhen und Tiefen parat. Wilhelm konnte mit seinem Renault Clio in der DRX4 einige gute Aktionen zeigen, er verpasste das Podium am Samstag mit Platz vier denkbar knapp. Eine Verbesserung am Sonntag war nicht drin, denn im Finale wurde er in einen Startunfall verwickelt und musste die Fahrt vorzeitig beenden.
Czaja hatte mit seinem neuen VW Polo ebenfalls Pech, in der DRXN1 wurde er bei seiner Premiere mit dem neuen Auto zwar mit jedem Vorlauf schneller und belegte im Finale Rang fünf, doch am Sonntag beendete ein Getriebeschaden seinen vielversprechenden Einsatz vorzeitig.
Kleinste Fahrfehler werden bestraft
Marco Sandleben (Apensen) und Sandy Wilhelm (Buxtehude), die sich das Rennwochenende wieder untereinander aufteilten, konnten ihren Citroen C2 an beiden Tagen nicht ins Finale der DRXN2 bringen.
„Ich habe mir zwei kleine Fehler geleistet und schon reicht es nicht mehr für einen Platz unter den besten Acht“, kommentierte Sandleben seinen Einsatz in der heiß umkämpften Klasse für seriennahe Fahrzeuge.
Bastian Sichelschmidt aus Mulsum bekam es in der Klasse DRX2 erneut mit einigen schlagkräftigen Kontrahenten aus Belgien, Schweden und den Niederlanden zu tun. Gewohnt spektakulär warf er seinen bildschönen BMW M3 E30 um den Kurs, doch mit den Plätzen vier und sechs verpasste er an beiden Tagen das Podium knapp.
Lokalmatador Mats Jonas siegt doppelt
Besser lief es für den Rallycross-Nachwuchs, denn Mats Jonas aus Beckdorf präsentierte eine sensationelle Vorstellung. Mit seinem sauschnellen Ford Fiesta dominierte der 18-jährige die DRX4, mit zwei schnellsten Zeiten am Samstag gewann er die Qualifikation und eroberte die Pole Position im Finale.

Lokalmatador Mats Jonas (links) lieferte ein besonders spektakuläres Rennwochenende ab. Foto: Sven Kopf
Hier musste er sich zunächst Clubkamerad Dustin Völzer aus Neumünster geschlagen geben, der mit seinem heckgetriebenen Opel Manta den Start gewonnen hatte. Beide leisteten sich keine Fehler, doch Jonas zeigte die bessere Taktik in der Jokerlap und holte sich am Samstag den Sieg.
Sonntag legte Völzer weiter zu und gewann die Qualifikation vor Jonas, doch im Finale hatte der wieder die Nase vorn und entschied das Duell für sich.
Mit diesem Doppelsieg zum Saisonauftakt legt Jonas einen wichtigen Grundstein im Kampf um die Deutsche Meisterschaft, während es für Völzer wohl der letzte Auftritt gewesen ist.
Das Team hatte nach über zwanzig Jahren Rallycross und vielen Erfolgen den Abschied verkündet, der bärenstarke Opel Manta steht zum Verkauf. Die Fangemeinde zeigte sich dann auch entsprechend traurig darüber, dass es in dieser Saison wohl keine weiteren spektakulären Duelle zwischen den beiden Clubkameraden mehr geben wird.
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Weitere Doppelsieger gab es bei den Supercars (DRX1) mit Altmeister Dietmar Brandt (VW Golf), in der Klasse DRX 2 mit dem Cuxhavener Lukas Ney (Skoda Fabia), dem amtierenden Deutschen Meister Yorick Maeyninckx (Volvo 242) aus Belgien in der DRX3 und Louis Daniel Genz (Peugeot 106) in der DRXN2.
Bei den seriennahen Fahrzeugen (Klassen DRXN1 und DRXN2) gab es die größten Starterfelder, mit vollen Semifinals und jeweils acht Startern in den Finalläufen. Es wurde eng auf dem Estering und so blieben auch dramatische Szenen nicht aus.
Die 16-jährige Joelina Joy Drange hatte die Zielflagge am Samstag schon vor Augen, als sie von einem Kontrahenten attackiert wurde und von der Strecke abkam. Sie knallte mit ihrem Citroen in die Betonbarriere, konnte am Sonntag aber wieder an den Start gehen, nachdem das Team den Renner wieder fahrtüchtig gemacht hatte.
- Weitere Infos und Ergebnisse finden sich unter www.estering.de
- Nächster Estering-Rallycross-Termin: 8. und 9. August 2026, Finale der RallyX
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