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Unruhe

TAus für Wochenmarkt in Altkloster? Das ist dran an dem Gerücht

Das Foto aus dem vergangenen Jahr zeigt Wilfried Wilkens an seinem Marktstand auf dem Wochenmarkt in Altkloster.

Das Foto aus dem vergangenen Jahr zeigt Wilfried Wilkens an seinem Marktstand auf dem Wochenmarkt in Altkloster. Foto: Sulzyc

Die Stadt Buxtehude wolle angeblich den Wochenmarkt in Altkloster aufgeben. Dieses Gerücht sorgt für Aufregung. Das sagt die Buxtehuder Verwaltung dazu.

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Von Thomas Sulzyc
04.09.2026, 16:05 Uhr

Buxtehude. Seit 76 Jahren besteht der Wochenmarkt Altkloster. Derzeit macht sich ein Gerücht breit, das Menschen in dem Buxtehuder Stadtteil verunsichert. Laut dem Hörensagen wolle die Stadt Buxtehude angeblich Marktbeschicker nicht mehr ersetzen, sollten diese zum Beispiel aus Altersgründen aufhören. Die Folge wäre: Der Markt würde ausbluten und am Ende verschwinden.

Das Gerücht hält sich so hartnäckig, dass es die Politik beschäftigte. Im zuständigen Ausschuss für Sicherheit und Ordnung richtete die CDU eine Anfrage an die Stadtverwaltung. Damit verbunden ist ein Plädoyer, den Wochenmarkt in Altkloster zu erhalten.

Das sagt die Verwaltungsspitze

Soll es keinen Ersatz beziehungsweise Wechsel bei Wegfall eines Marktbeschickers geben? Diese zentrale Frage des CDU-Antrags beantwortete jetzt die Stadtverwaltung im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung.

„Der Wochenmarkt bleibt bestehen. Anderslautende Gerüchte stimmen nicht“, sagte Fachgruppenleiter Steffen Johannsen. „Wir verwehren niemanden, sich dem Wochenmarkt anzuschließen.“

Fachbereichsleiter und Bürgermeisterkandidat Ralf Dessel machte ebenfalls deutlich: „Wir haben kein Interesse daran, den Wochenmarkt auszubluten.“

Das löste offenbar das Gerücht aus

Zwei klare Dementis also. Wie aber konnte so ein Gerücht überhaupt entstehen?

Offenbar für Unruhe und Fragen in der Bevölkerung habe eine geplante Umstrukturierung rund um die Abschaffung des Marktmeisters geführt, antwortet Ausschussmitglied Birgit Butter (CDU) auf Nachfrage dem TAGEBLATT.

Während der Ausschusssitzung bestätigte Ordnungsamtsleiter Johannsen das Vorhaben, die Positionen der Marktmeister in Zukunft nicht mehr zu besetzen. Drei Marktmeister gingen in Rente. „Wir wollen die Aufgabe anders organisieren.“

In Zukunft sollen ausgewählte Marktbeschicker die Schlüssel zur Strom- und Wasserversorgung auf dem Marktplatz erhalten, erläuterte Johannsen. Auch das Kassieren der Standgebühren werde neu geregelt. Auf dem Wochenmarkt in der Buxtehuder Altstadt geschehe das bereits so. Das Modell solle nun auch auf den Wochenmarkt in Altkloster Anwendung finden.

Offenbar ist aus der Tatsache, auf Marktmeister zu verzichten, das Gerücht in die Welt gelangt, der Wochenmarkt in Altkloster solle aufgegeben werden.

Richtig dagegen ist: Langjährige Marktbeschicker werden die Aufgaben übernehmen, die bislang Marktmeister erledigt haben. „Wir werden das hinkriegen“, sagte Marktbeschicker Wilfried Wilkens. Seit 2001 verkauft er auf den Wochenmarkt in Altkloster Eier, Kartoffeln und Gemüse.

Während der Ausschusssitzung saß Wilkens im Publikum. Auf Wunsch der Verwaltung und der Politiker äußerte er sich. Aus seiner Sicht ist ein Problem: Die Marktbeschicker hätten Bedenken, ob die Verwaltung es hinkriege, die Händler zu unterstützen.

Dieses Problem sieht ein Marktbeschicker

Wilkens mahnte eine modern gestaltete Internetseite an. Die jetzige sei „gruselig“. Um neue Marktbeschicker für den Wochenmarkt Altkloster zu gewinnen, sei eine attraktive Internetseite wichtig. Denn mögliche Kandidaten informierten sich im Internet und entschieden sich dann.

Seit Jahren haben Wochenmärkte in Deutschland ein Nachwuchsproblem. Immer weniger junge Menschen wollten den Beruf des Marktbeschickers ergreifen, schrieb das Handelsblatt 2024. Er bedeute lange Arbeitszeiten unter freiem Himmel. Auch bei Regen oder frostigen Temperaturen müsse der Marktstand geöffnet werden.

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