TBSV im Flow: A-Jugend schlägt Dortmund und steht im Final Four
Der BSV schafft den Einzug ins Halbfinale und spielt Anfang Mai um die Deutsche Meisterschaft. Foto: J.Wittholt
Die A-Jugend-Handballerinnen des Buxtehuder SV stehen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Jetzt will der BSV auch vor heimischer Kulisse den Titel holen.
Buxtehude. Vor knapp 400 Zuschauern gewann der BSV am Sonntag in Buxtehude das Viertelfinal-Rückspiel gegen den BV Borussia 09 Dortmund mit 33:25 (Halbzeit 12:15). Die Ausgangssituation vor der Partie sorgte für klare Verhältnisse: Der Gewinner zieht nach dem 29:29-Unentschieden aus dem Hinspiel ins Final-Four ein, egal wie hoch der Sieg ausfällt.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen in der 6. Minute durch einen Treffer von Carlotta Fröhlich mit 4:1 in Führung. Dortmund blieb dran, schaffte beim 4:4 den Ausgleich und übernahm die Führung erstmalig beim 12:11 in der 27. Minute.
Schwache Phase kurz vor der Halbzeit
In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel spielte Buxtehude unkonzentriert. „In der Abwehr fanden wir kaum Zugriff und vorne gab es zu viele Einzelaktionen“, erklärte BSV-Trainer Marc Hünerbein. Dortmund legte nach und lag plötzlich mit 15:11 vorn. Caja Sophie Sundermann verkürzte Sekunden vor dem Pausenpfiff noch auf 12:15. Zum Glück für Buxtehude unterbrach die Halbzeit den Lauf der Dortmunderinnen.
Handball-Bundesliga
T Huhnstock glänzt, doch Buxtehuder Erfolgsserie reißt in Bensheim
Nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams wieder auf Augenhöhe. Leni Stolle brachte den BSV in der 41. Minute in Führung. Noch einmal gelang Dortmunds torgefährlichster Spielerin, Hannah Gutzeit, mit dem 19:19 der Ausgleich. Die Ausnahmespielerin der Gäste blieb diesmal mit vier Toren hinter ihren Möglichkeiten.
Handball-Bundesliga
T 100 Tage im Amt: So hat Andersson den BSV wieder zum Erfolg geführt
„Wir haben uns mit der Umstellung in der Abwehr, Anna Oberländer rechts und Carlotta Fröhlich links, sehr gut auf sie eingestellt“, sagte der Trainer. Auch im Angriff stellte Hünerbein um. Die rechte Außenposition wurde aufgelöst und stattdessen mit einer zweiten Kreisläuferin gespielt. Carlotta Fröhlich und Tessa Pieperjohanns schafften hier viel Platz für ihre Mitspielerinnen. Damit kamen die Gäste überhaupt nicht klar.
„Flow-Erlebnis“: BSV wirft acht Tore in Serie
„Wir hatten ein Flow-Erlebnis“, kommentierte Hünerbein den folgenden 8:0-Tore-Lauf. Torhüterin Carlotta Behrens parierte viele freie Würfe. Noch einmal versuchte Dortmund, das Spiel durch eine Manndeckung gegen Enna Thöming (sieben Tore) zu drehen - ohne Erfolg.

Siri Kuhnert erzielte zwei Tore beim Sieg gegen Dortmund. Foto: J. Wittholt
Enna Oberländer steuerte das Spiel sicher und setzte Leni Stolle (fünf Tore) gut in Szene. Eiskalt an der Siebenmeterlinie verwandelte Tessa Pieperjohanns vier Strafwürfe. „Wenige Minuten vor dem Abpfiff wurde das Ziel immer realistischer“, sagte der Trainer. Und mit dem Schlusspfiff war der Jubel im ganzen Team grenzenlos.
Fußball-Regionalliga
T Krimi in Bremen: Miguel Fernandes schießt D/A zum Last-Minute-Sieg
Das Final-Four soll am 9. und 10. Mai ausgetragen werden. Erneut wird sich der Buxtehuder SV als Ausrichter dafür bewerben. Eine Entscheidung fällt erst in den nächsten Wochen.
BSV-Tore: Fröhlich 4, Schlemminger 1, Pöttker 2, Thöming 7, Mews 1, Oberländer 5, Kuhnert 2, Pieperjohanns 5/4, Sundermann 1, Stolle 5.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.