TBier, Trecker, Shopping: Das war am Sonntag los in der Buxtehuder Altstadt
Sandra und Stephan Perbandt sind echte Oktoberfestfans und freuen sich schon auf das Fest in ihrem Heimatort Revenahe am nächsten Wochenende. Sie bedauern, dass in Buxtehude nur wenige Gäste in Tracht unterwegs sind. Foto: Svenja Weil
Oktoberfest, Oldtimertreffen und offene Geschäfte: Am Sonntag war die Buxtehuder Altstadt pickepackvoll. Ein Rundgang.
Buxtehude. Buxtehude in blau-weiß statt blau-gelb: Nach guter Stimmung am Eröffnungsabend am Freitag und eher ruhigem Start mit Nieselregen am Samstag herrschte am Sonntagnachmittag fröhlicher Trubel beim Oktoberfest in der Buxtehuder Altstadt.
Im Festzelt genossen die Gäste neben Bier, Haxen und Leberkäsbrötchen auch die schwungvolle Musik der „Marschband“ aus Lauenburg. Die Kapelle feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und ist seit Jahren fester Bestandteil des Buxtehuder Oktoberfestes.
Alle Tische und Bänke am Nachmittag besetzt
Auch draußen vor dem Zelt waren am Nachmittag alle Tische und Bänke besetzt, die Stimmung entspannt. Eingefleischte Wies'n-Fans in Tracht waren nur wenige zu sehen, umso mehr Blicke zogen alle auf sich, die in Dirndl oder Lederhose unterwegs waren.
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Für viele Gäste stand auch nicht das Oktoberfest sondern der verkaufsoffene Sonntag im Fokus. Sie nutzten die Gelegenheit zum Einkaufsbummel. Auf dem Petriplatz brachten historische Traktoren die Gäste zum Staunen.
Der Classic Club Niederelbe hatte das Oldtimertreffen organisiert und präsentierte Fahrzeuge aus knapp hundert Jahren Landwirtschaftsgeschichte. Besonders der markante Klang der historischen Motoren sorgte für viel Aufmerksamkeit bei Besucherinnen und Besuchern aller Altersstufen.

Buxtehude in weiß-blau statt gelb-blau. Am Sonntagnachmittag hält sich sogar das Wetter an das Farbkonzept. Sonnenschein und sommerliche Temperaturen locken viele Gäste in die Altstadt. Foto: Svenja Weil

Sven Durst ist mit seiner Begleiterin Petra Preuß aus Neu Wulmstorf nach Buxtehude gekommen. Er stammt aus Mönchengladbach und hat dort schon gerne jedes Volksfest mitgemacht. Auch im Norden besucht er gerne Oktober-, Schützen- oder Dorffeste. Foto: Svenja Weil

Jürgen Bundt und sein Gesprächspartner Robert hatten noch gar keine Gelegenheit, das Oktoberfest zu erkunden. Sie sind voll damit beschäftigt, ihr Fachwissen über historische Schlepper auszutauschen. Bundt ist mit den robusten Arbeitsfahrzeugen aufgewachsen und hat „alles damit gemacht: Fahren gelernt, umgestürzt, dran geschraubt ...“. Er stammt aus Moorburg, wo er schon in der Schmiede seines Vaters viel Wissen erworben hat, das er nun weitergibt. Foto: Svenja Weil

Daniela aus Hollenstedt freut sich eigentlich über die Gelegenheit, ihr in Österreich gekauftes Trachtenkleid zu tragen. Sie bedauert, dass kaum jemand in Tracht unterwegs sei. Gemeinsam mit ihrem Begleiter sei sie schon auf vielen ähnlichen Festen in Norddeutschland gewesen, aber nach München möchten sie nicht. Das sei zu viel und zu groß, sind sie sich einig. Foto: Svenja Weil

Nicolas Schumacher und Nico Dembeck haben vor dem Festzelt zufällig ihre Bekannten Jan Oelkers und Anneka Wagner getroffen. Darauf stoßen sie an und genießen den Nachmittag bei bestem Wetter. Gerne würden sie mal nach München zum Oktoberfest reisen. Foto: Svenja Weil

Der Güldner-Trecker ist aus dem Jahr 1963 und auch sein Besitzer Dieter Mehrkens ist schon im Rentenalter. Mehrkens ist aus Harsefeld auf den Petriplatz getuckert, wo sich unter der Regie des Classic Club Niederelbe verschiedene Oldtimer präsentieren. Bei Ausfahrten des Clubs fahre er oft als "Lumpensammler" hinterher, weil er bei Bedarf die anderen Fahrzeuge abschleppen könne, erzählt Merkens, der nicht nur Trecker selber fährt, sondern sie auch als Lkw-Fahrer „huckepack“ transportiert. Foto: Svenja Weil

Die Musik aus dem Festzelt animiert die zehnjährige Paula und ihre Mutter Annina zu einem Walzer. Die beiden kommen eigentlich aus Hamburg und sind zu Besuch in Buxtehude. Sie genießen den Bummel mit Freunden durch die Altstadt. Foto: Svenja Weil

Brezeln bietet Valeska Bienert nicht nur auf Oktoberfesten an. „Die sind immer beliebt", meint sie. Sie hat beobachtet, dass viele Gäste gar nichts vom blau-weißen Fest wussten und erstaunt auf Bierzelt und Co. reagieren. Foto: Svenja Weil

Während die zweijährige Tochter die Fahrt im Kinderkarussell genießt, erzählen Conny und Mirco aus Harsefeld, dass sie zum Bummeln nach Buxtehude gekommen sind. Das Oktoberfest ist für sie weniger interessant. Foto: Svenja Weil

Die Marschband aus Lauenburg ist seit vielen Jahren beim Buxtehuder Oktoberfest dabei. Alexandra Funke und Christian Luttermann haben über die Jahre beobachtet, dass Volksmusik auch bei jüngeren Leuten wieder gut ankommt. Abends werde auch in Buxtehude auf den Bänken getanzt, während am Sonntagnachmittag eher gesetzteres Publikum ins Zelt komme, erzählen sie. „Auf der Vogelwiese" und „Sweet Caroline" dürfen nie fehlen, aber auch Norddeutsches wie den „Hamborger Veermaster" hat die Kapelle im Repertoire. Foto: Svenja Weil

Lea von Bargen und Silke Schneidmüller gehören zum Serviceteam von Gastronom Höft im Festzelt. Bereits am Freitagabend sei die Stimmung super gewesen und die Gäste hätten Schlange gestanden, erzählen sie. Foto: Svenja Weil
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