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Handball-Regionalliga

TBreiter Kader, ehrgeiziges Ziel: So geht Beckdorf in die neue Saison

Beckdorf geht mit 19 Spielern in die Saison. Der Kern der Mannschaft bleibt erhalten, darunter Co-Kapitän Leonard Klein (rechts).

Beckdorf geht mit 19 Spielern in die Saison. Der Kern der Mannschaft bleibt erhalten, darunter Co-Kapitän Leonard Klein (rechts). Foto: Caro Klein (nomo)

Der Kern der Mannschaft ist zusammengeblieben. Doch es gibt einige neue Spieler beim SV Beckdorf. Wie hat sich der Verein aufgestellt? Wo gibt es noch eine Lücke?

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Von Wilhelm Thiele
27.07.2026, 05:50 Uhr

Beckdorf. Der SV Beckdorf startet mit einem breiten Kader in die Saison 2026/27. Die Liga, in der sich alle Drittliga-Absteiger (ATSV Habenhausen, TV Bissendorf-Holte und SF Söhre) wiederfinden, scheint noch ausgeglichener als zuletzt. Die drei Absteiger haben den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben.

Hinzu kommen mit der HSG Ruhmetal und dem VfL Horneburg zwei Aufsteiger, von denen Experten viel erwarten, so Beckdorfs Trainer Robert Frahm. Sein Saisonziel scheint darum ehrgeizig: die Top 6. „Die Mannschaft hat die Qualität“, ist er überzeugt.

Die Abgänge

Die Beckdorfer hatten vor allem mit der Rückkehr von Torwart Dennis Klingebiel zu seinem Stammverein VfL Horneburg und dem Wechsel des Rückraumlinken Jonas Gerkens zum Drittligisten VfL Fredenbeck für die neue Saison zwei zentrale Positionen neu zu besetzen.

Darüber hinaus steht auch Rechtsaußen Jakob „Jacke“ Harms in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung. Harms muss berufsbedingt kürzertreten. Auch Linksaußen Robert Mitleider beendet seine Karriere.

Der Kader

Trainer Frahm geht mit einem 19 Mann starken Kader in die neue Saison. Der Kern der letztjährigen Mannschaft um Kapitän Torwart Markus Clever, Co-Kapitän Leonard Klein und Toptorschütze Leon Petersen bleibt den Beckdorfern erhalten. Der SV Beckdorf habe sich gut ergänzt, sagt Frahm. Im Saisonverlauf werde sich die Breite des Kaders auszahlen.

Beckdorfs Trainer Robert Frahm.

Beckdorfs Trainer Robert Frahm. Foto: Caroline Klein (nomo)

Der Trainer verweist auch auf die Integration besonders junger Spieler, die in den nächsten Jahren in Schlüsselpositionen hineinwachsen sollen.

Die Nachbesetzung der durch den Wechsel von Klingebiel und Gerkens entstandenen Lücken standen im Mittelpunkt der Beckdorfer Transferaktivitäten. Schon im Frühjahr konnte Vollzug gemeldet werden. Mit den Zugängen von Jannik Müller und Arsenij Kotenko, beide vom VfL Fredenbeck, ist den Beckdorfern ein Coup gelungen.

Der Spielmacher

Jannik Müller, 24, dem der Sprung in die Drittligamannschaft des VfL Fredenbeck nicht gelungen ist, erzielte in der zweiten Mannschaft in der vergangenen Saison 183 Tore und war damit einer der erfolgreichsten Schützen der Oberliga Nord.

Der Student der Mechatronik hat einen Einjahresvertrag unterschrieben und soll gemeinsam mit Leo Klein die Spielmacherposition besetzen. Frahm imponiere die Ruhe und Übersicht, die Müller ausstrahle. „Man braucht nicht immer laut zu sein, um ein Spiel zu lenken.“

Der Torhüter

Ebenfalls vom VfL Fredenbeck kommt Torwart Arsenij Kotenko und bildet gemeinsam mit Markus Clever das Torhütergespann. Der 20-Jährige begann seine Laufbahn mit fünf Jahren beim Buxtehuder SV, wechselte ins Jugendleistungszentrum der MT Melsungen und kehrte später zum A-Jugend-Bundesligisten HSV Hamburg zurück.

Der 20 Jahre alte Arsenij Kotenko.

Der 20 Jahre alte Arsenij Kotenko. Foto: Potreck (nomo)

In der vergangenen Saison sammelte Kotenko Erfahrungen beim VfL Fredenbeck in der 3. Liga. „Arsenij fehlt noch die Spielpraxis, um durchzustarten. Die wird er hier bekommen“, sagt Frahm.

Der Außenspieler

Verstärkung auf der linken Außenbahn verspricht Tjark Jonas, der nach einem achtjährigen Intermezzo bei Eintracht Hildesheim zu seinem Heimatverein zurückkehrt.

Tjark Jonas, hier im Hildesheimer Trikot, stammt aus Beckdorf.

Tjark Jonas, hier im Hildesheimer Trikot, stammt aus Beckdorf. Foto: Jörg Struwe

Mit seiner mehrjährigen Drittligaerfahrung bildet er gemeinsam mit Lukas Fürste und Paul-Johannes Pöhls einen starken linken Flügel.

Der Kreisläufer

Mit Kreisläufer Paul Witte wechselt ein 20-jähriges Talent vom ATSV Habenhausen zum SV Beckdorf. Auch er hat seine handballerische Heimat beim VfL Fredenbeck. In der A-Jugend wechselte er ins Nachwuchsleistungszentrum des HC Bremen und dann nach Habenhausen.

Trainer Frahm erwartet ein ehrgeiziges und robustes Talent, „das schon bald die etablierten Kräfte herausfordern könnte“.

Das Nachwuchstalent

Auch aus dem eigenen Nachwuchs kann der SV Beckdorf nach längerer Pause schöpfen. Laurenz Ratfeld, 1,92 Meter großer Rückraumspieler, konnte schon in der vergangenen Saison erste Erfahrungen im Männerteam sammeln und ist nun fester Bestandteil des Kaders.

Die Lücke

Weiter auf der Suche ist der Verein nach einem Talent neben Lukas Friedrich auf der rechten Außenbahn. Frahm: „Wir arbeiten weiter dran. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben“.

Der neue Co-Trainer

Nach dem Wechsel von Philipp Warnholtz als Co-Trainer zu den Bundesligafrauen des Buxtehuder SV war dieser Posten in Beckdorf neu zu besetzen.

Mit Skaven Ottens verpflichteten die Beckdorfer die Wunschlösung von Trainer Frahm. „Skaven ist für mich die 1a-Lösung. Er verfügt über ein ausgeprägtes taktisches Verständnis und überzeugt vor allem in der individuellen Weiterentwicklung der Spieler.“

Der Saisonstart

Der Beckdorfer Saisonauftakt ist am 5. September mit dem Auswärtsspiel beim TV Cloppenburg. Das erste Heimspiel findet am 12. September (19 Uhr) gegen die HSG Schaumburg statt. Am 24. Oktober geht es zum Derby beim VfL Horneburg. Das Rückspiel ist für den 13. März 2027 angesetzt.

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