TBürger gestalten mit: Konzept stellt Weichen für Buxtehudes Zukunft
Zufrieden nach zwei Jahren Arbeit: Stadtbaurätin Michaela Springhorn und Marvin Knabe. Foto: Wisser
Der Buxtehuder Rat hat nach intensiver Arbeit das Integrierte Stadtentwicklungskonzept beschlossen. Es wird die Zukunft der Stadt prägen.
Buxtehude. Wie sieht Buxtehude in Zukunft aus? Diese Frage ist weitgehend entschieden. Der Rat der Stadt Buxtehude hat nach gut zwei Jahren Arbeit das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, kurz ISEK, beschlossen. Das Konzept, das Stadtbaurätin Michaela Springhorn und ihre Mitarbeiter erarbeitet haben, erhielt ein einstimmiges Votum. „Das hat mich sehr gefreut. Es ist wichtig, dass die Stadtgesellschaft sich hinter dem ISEK versammelt“, sagt Springhorn.
Das ISEK ist das strategische Planungsinstrument der Stadtentwicklung in Buxtehude für die nächsten Jahre. Es vereint verschiedene Belange und Fachthemen und schafft durch den übergreifenden Blick Synergien. Im Mittelpunkt stehen diese Handlungsfelder: Wohnen, Siedlungsentwicklung und Freiraumstruktur, Daseinsvorsorge, Bildung und Soziales, Klimaschutz und Klimaresilienz, Wirtschaft und Handel, Verkehr und Mobilität.
Breite Beteiligung der Buxtehuder Bürger
Der Prozess begann im Spätsommer 2024. Ein wichtiger Teil des Stadtentwicklungskonzepts war die Beteiligung der Buxtehuder Bürger. Mitmachen konnten die Menschen bei mehreren Präsenzveranstaltungen, kleineren Stadtrundgängen oder über ein Online-Portal. Jeder Interessierte konnte seine Sicht der Dinge und seine Ideen einbringen.
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Das ISEK bündelt die Auseinandersetzung mit dem Struktur- und Klimawandel, der alternden Gesellschaft sowie dem Wachstumsdruck aus Hamburg.
Nur hier kann Buxtehude noch wachsen
„Wir haben hier erst einmal eine abstrakte Flughöhe“, sagt Springhorn und beschreibt so die Herausforderung, die Bedeutung des ISEK anschaulich zu machen. Damit die Buxtehuder die Auswirkungen des neuen Konzepts besser greifen können, gibt es neun Highlightprojekte.
Eines davon betrifft die Entwicklung von Ottensen. Weil Buxtehude nur noch nach Süden entlang der Apensener Straße und in Ottensen wachsen kann, liegt dort in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung. Geplant sind ein neues Gewerbegebiet, ein neues Wohngebiet und neue Sportflächen.
Ottensen: So kann das neue Quartier aussehen
Das ISEK formuliert für das Modell-Wohnquartier Ottensen diese Ziele: möglichst wenig versiegelte Flächen sowie verpflichtende Dach- und Fassadenbegrünung. Hinzu kommen kleine private Grünflächen sowie große und attraktive gemeinschaftliche Grünflächen. Vorgesehen ist eine Mischung aus ortsverträglichem Geschosswohnungsbau an den Rändern und in den Zentrumsbereichen sowie Einfamilienhäusern und Reihenhäusern.

So kann die Entwicklung von Ottensen in den kommenden Jahren aussehen. Foto: Stadt Buxtehude
Für die Entwicklung der Gewerbe- und Sportflächen nennt das ISEK als Ziel eine neue Bauweise für neue Gewerbebetriebe. So könnte zum Beispiel auf bestehenden Gewerbestandorten nachverdichtet werden. Angedacht ist auch die Wiedereröffnung des EVB-Bahnhofs an der Strecke Buxtehude-Bremervörde.
Diese vier Projekte haben in Buxtehude Priorität
Ottensen gehört zu den vier Projekten mit sehr hoher Priorität. Das bedeutet eine schnelle Umsetzung. Die anderen drei Projekte sind der Neubau der Sporthalle am Rotkäppchenweg, die klimaangepasste Weiterentwicklung der Altstadt und der Buxtehuder Bahnhof.
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Bis zum 26. Juni gibt es zu dem Thema eine Abschlussausstellung im Foyer des Stadthauses in der Bahnhofstraße. Dort können Besucher die Informationen und grafischen Darstellungen zu den regulären Öffnungszeiten ansehen.
Verkehrsversuch für die Bahnhofstraße
Die Aufwertung der Bahnhofstraße hat zwar nur die Priorität „hoch“ und steht damit in der zweiten Reihe. Konkret geht es dort trotzdem am schnellsten voran. Ab dem 22. August soll in der Bahnhofstraße ein einjähriger Verkehrsversuch starten.
Unter anderem soll die Straße in dieser Zeit für Autofahrer zur Einbahnstraße in Richtung Altstadt werden. Ziel ist es, die Bahnhofstraße sicherer und damit attraktiver zu machen. Dazu gibt es am Dienstag, 30. Juni, von 19 bis 21 Uhr eine Infoveranstaltung im Stadthaus.
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