TBuxtehude-Witze zünden immer: 5 Tipps für angehende Stand-up-Comedians
Aller Anfang ist schwer, vor allem wenn es um Comedy geht. Der Buxtehuder Comedian Enrico Ledzinski gibt Tipps für den Einstieg. Foto: Haardt
Wer Stand-up-Comedian werden will, muss ein gutes Programm entwickeln. Wie das geht und wie Komiker mit Lampenfieber umgehen, verrät der Buxtehuder Enrico Ledzinski.
Buxtehude. Enrico Ledzinksi ist Comedian und Moderator. Im September veranstaltet er eine Comedy-Show in der Garage in Buxtehude und ist für weitere Shows auf der Suche nach lokalen Künstlern. Bei „Buxte Comedy” seien auch Unerfahrene willkommen. Doch wie gelingt der Einstieg?Wie baue ich ein Programm auf?
Ein normales Stand-up-Programm in einer Show mit mehreren Künstlern dauert fünf bis sieben Minuten, erklärt Ledzinski. Das könne am Anfang schon recht lang sein.
Seine Empfehlung: „Viel beobachten. Man kann sich einfach ins Café setzen und alles aufschreiben, was lustig ist.” Außerdem: Witze sollten lieber etwas zu kurz als zu lang sein, sonst steige das Publikum irgendwann aus.
Wie gehe ich mit Lampenfieber um?
Was sich angehende Comedians immer ins Gedächtnis rufen sollten, wenn sie nervös werden: „Das Publikum arbeitet mit einem. Die Leute sind da, um zu lachen.” Ledzinksi hat vor seinem ersten Auftritt sein Programm an seinen Verwandten und Bekannten ausgetestet. Solche Probeauftritte könnten helfen, sagt er. Und auch bei einem Profi lande nicht jeder Witz.
Ledzinski rät zudem, beim ersten Auftritt nicht zu schwierige und düstere Witze zu erzählen. Wenn aufgeregte Comedians diese nicht locker genug rüberbringen, hat das Publikum nichts zu lachen.
Was mache ich, wenn niemand lacht?
Wenn niemand lacht, sollte der Comedian das am besten direkt selbstironisch aufgreifen. Angehende Komiker können sich bei Profis abgucken, wie die mit einer solchen Situation umgehen. „Da kommen dann knackige Sprüche wie: 'Der Witz hat jetzt gerade gar nicht funktioniert.' Da lacht das Publikum auf jeden Fall”, sagt Ledzinski.
Welche Witze funktionieren immer?
„Witze über Buxtehude”, sagt Ledzinski und lacht. Er erzählt, dass seine Heimatstadt immer zu Belustigung beim Publikum führe.
Außerdem seien aktuelle Ereignisse und Politiker immer gute Grundlagen für Witze. Bei einem weiblichen Publikum kämen Männerwitze meistens gut an.
Wie komme ich an Auftritte?
Menschen aus der Region sollten sich in Hamburg und Umgebung umschauen. Besonders in Hamburg gebe es viele Bühnen, so Ledzinski. Um Shows zu finden, empfiehlt er die Online-Plattform spotifind.de. Dort können sich Comedians und Showveranstalter kostenlos registrieren und gegenseitig finden.
Einen abschließenden Rat hat der Comedian aus Buxtehude noch für angehende Komiker: Nicht nur die Menschen vor der Bühnen sollen etwas zu lachen haben. „Es ist wichtig, dass man auf der Bühne Spaß hat.”
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