TBuxtehude ergreift die Chance: Neuer Bahnhof für 20.000 Pendler
Karsten Wisser ist Redaktionsleiter in Buxtehude. Foto: Archiv
Buxtehude zeigt Initiative, übernimmt Verantwortung und will den desolaten Zustand des Bahnhofs endlich angehen. Diese Entscheidung ist richtig.
Buxtehude. Nach jahrelangen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn gibt es jetzt eine Entscheidung. Die Politik hat sich mit breiter Mehrheit dafür ausgesprochen, den Bahnhof anzupacken. Der Bahnhof ist in katastrophalem Zustand. Das bestreitet niemand. Das historische Gebäude ist nicht mehr zu retten. Es gibt keine Toiletten, zu wenig Abstellplätze für Fahrräder und Autos.
Das Sicherheitsgefühl in den Abend- und Nachtstunden ist schlecht. Es gibt viele dunkle Ecken. Barrierefreiheit fehlt. Die Deutsche Bahn braucht aktuell fast vier Monate, um den Fahrstuhl zu sanieren. Für die rund 20.000 Berufspendler und Gäste, die täglich in Buxtehude ein- und aussteigen, ist das ohne Aussicht auf Verbesserung unzumutbar.
Deshalb ist das Risiko tragbar
Deshalb ist es richtig, dass Buxtehude nicht auf ein Wunder und Hilfe von außen wartet. Die Stadt investiert – und übernimmt Verantwortung. Verwaltung und die Politiker, die eine positive Vision für den Bahnhof haben, verkennen die Risiken nicht. Es gibt mehrere Punkte, an denen die Stadt noch aussteigen kann. Deshalb ist das Risiko tragbar.
Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn war in der Vergangenheit schwierig. In den letzten beiden Jahren hat sich das jedoch grundlegend geändert. Die Bahn will bessere Bahnhöfe, die sichtbare Zeichen einer Mobilitätswende sind. Dafür erhält sie neuerdings Geld vom Bund. Das eröffnet eine historische Chance.
Wer zu lange wartet, verpasst eine große Chance
Buxtehude muss jetzt zugreifen. Wer diese Gelegenheit ängstlich verpasst, geht ein viel größeres Risiko ein, als den Startschuss zum Bahnhofsbau zu geben. Er riskiert, dass Buxtehudes Bahnhof für viele Jahre ein Schandfleck bleibt.