TBuxtehuder Weihnachtsmarkt: Das passiert mit den Bäumen wirklich
Während des Wintermärchens in Buxtehude entsteht auf dem Petri-Platz ein kleiner Wald aus festlich geschmückten Weihnachtsbäumen. Foto: Wisser
Auf Facebook steht der Vorwurf im Raum: Nicht nachhaltig sei der Umgang mit Nadelbäumen und Baumschmuck nach Ende des Buxtehuder Weihnachtsmarktes. Aber stimmt das?
Buxtehude. In sozialen Medien ist schnell etwas behauptet - und damit in der Welt. Mit Blick auf den Abbau des Weihnachtsmarktes in der Buxtehuder Altstadt erhebt ein User auf Facebook den Vorwurf: Im Umgang mit den Weihnachtsbäumen und dem Baumschmuck sei die Stadt Buxtehude nicht nachhaltig.
„Da werden die tollen Weihnachtsbäume erst einmal in der Mitte durchgesägt und anschließend mit dem ganzen Baumschmuck, Kugeln und teuren LED-Lichterketten von Fahrzeugen auf einen Haufen geschoben“, schildert der User.
Was damit dann passiere, wolle er sich nicht ausmalen. Seinen Vorwurf verkündet er aber trotzdem: Nachhaltig sei die „Abschmückaktion“ keineswegs.
Das sagt das Stadtmarketing dazu
Aber ist die auf Facebook geäußerte Behauptung wahr? Das TAGEBLATT fragte beim Stadtmarketing Buxtehude nach. Das Stadtmarketing ist Veranstalter des Wintermärchens - so heißt der Weihnachtsmarkt in Buxtehude.
Den Vorwurf, nach Ende des Wintermärchens würde mit Bäumen und Schmuck nicht nachhaltig umgegangen, weist das Stadtmarketing zurück. Stadtmarketing-Mitarbeiterin Heike Böttger erklärt, was mit den Nadelbäumen wirklich geschieht.
Die Bäume würden abgeschmückt und anschließend geschreddert. Aus einem Teil des Schredderguts entstehe Kompost. Holz der Nadelbäume verarbeite ein Unternehmen in Hamburg zu Pellets, also Brennstoff zum Heizen.
Was vielen Besuchern und Besucherinnen des Weihnachtsmarktes in Buxtehude offenbar nicht bekannt ist: Die in der Fußgängerzone aufgestellten Bäume und deren Schmuck gehören nicht der Stadt Buxtehude - sondern einem beauftragten Unternehmen.
Das passiert mit dem Baumschmuck
Mit rund 30.000 Weihnachtsbaumkugeln und etwa 900 bis 1000 Lichterketten statte der Dienstleister nach Angaben des Stadtmarketings Bäume während des Wintermärchens aus.
Nach Ende des Weihnachtsmarktes schmücke das Unternehmen die Bäume auf dessen Betriebsgelände ab - um die Lichterketten und Kugeln zu putzen und wieder zu verwenden. Die Weihnachtsbaumkugeln habe das Unternehmen seit 2017 immer wieder eingesetzt. Wer genau hinschaue, könne Gebrauchsspuren entdecken, sagt Heike Böttger.
Weil Nadelbäume und deren Schmuck nicht Eigentum der Stadt sind, wird eine gut gemeinte Idee des Facebook-Users hinfällig: Dieser schlägt vor, geschmückte Weihnachtsbäume aus der Fußgängerzone an Heiligabend an Bedürftige zu verschenken.
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