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Internetkriminalität

TCyber-Attacken verhindern: Experte in Stade gibt Tipps

Kaum durchschaubar: Im Internet liegen viele versteckte Gedahren. Jeder kann sich mit einfachen Tricks schützen.

Kaum durchschaubar: Im Internet liegen viele versteckte Gedahren. Jeder kann sich mit einfachen Tricks schützen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Dr. Mark T. Hofmann ist Experte in Sachen Cyber-Kriminalität. Seine Ausführungen klingen besorgniserregend. Er gibt aber auch konkrete, einfache Hinweise, wie sich jeder schützen kann.

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Von Lars Strüning
Donnerstag, 11.06.2026, 11:49 Uhr

Stade. „Die dunkle Seite der KI“. Wenn Hofmann über die Gefahren im weltweiten Netz referiert, zeichnet er ein düsteres Bild über die Machenschaften im Darknet. Keiner und keine darf sich sicher wähnen, egal, ob mit der Privatadresse oder als Firma. Die Hacker legen den Account lahm und verlangen Erpressergeld - in Bitcoins. Ihnen das Handwerk zu legen, ist nicht so einfach.

In diesen Ländern sitzt die dunkle Seite des Internets

Hofmann bezeichnet sich als Kriminal- und Geheimdienstanalyst. In einer TV-Serie hieße er wohl Profiler. Die dunkle Seite des Internets, die sitze vor allem in Ländern wie China, Russland, Nordkorea oder Iran, alles Länder, die mutmaßliche Täter nicht nach Deutschland ausliefern würden. Wenn denn ihre Taten dort überhaupt als kriminell gelten würden. Das klingt nicht gerade ermutigend.

Bundesweit bekannter Experte in Sachen Cyber-Kriminalität: Dr. Mark T. Hofmann sprach im Stadeum.

Bundesweit bekannter Experte in Sachen Cyber-Kriminalität: Dr. Mark T. Hofmann sprach im Stadeum. Foto: Hayduk/Volksbank

Die Dimensionen sind gigantisch. Weltweit werde pro Jahr Schaden durch Cyber-Kriminalität angerichtet in Höhe von 11 Billionen US-Dollar. Das entspräche dem Umsatz der drittgrößten Volkswirtschaft auf der Welt. Immer wieder im Fokus: Betriebe, die sich vor Angriffen von außen nicht ausreichend schützen.

Ein Trost: Erpresser arbeiten auf Vertrauensbasis

„Leute, ihr müsst was tun“, sagte er während seines Vortrages im Stadeum vor Volksbank-Vertretern aus der Region, von denen viele aus dem Mittelstand kommen. Die Einschläge kämen massiv näher. Immerhin: Die Erpresser arbeiteten zuverlässig. Wer die Lösesumme zahle, können darauf vertrauen, wieder freigeschaltet zu werden. Aber das kann teuer werden.

Privatpersonen kämen mit mehreren Tausend Euro davon, wenn sie ihre Daten aus der Geiselhaft freikaufen wollen, Betriebe dürften schon mal 250.000 Euro berappen. Wenn nicht, wird die Webseite lahmgelegt oder die Daten werden im Darknet veröffentlicht. Manchmal werde es den Kriminellen aber auch zu einfach gemacht. Häufig sind es junge Männer mit extrem guter IT-Ausbildung.

Unbekannte USB-Sticks werden ans System angeschlossen, Zugangscodes ausgeplaudert oder am Telefon auf Nachfrage preisgegeben. Kennwörter sind leicht nachvollziehbar oder Phishing-Mails werden geöffnet. Dabei gesteht Hofmann ein: Die Deepfakes hätten eine erstaunliche Qualität angenommen, zum Beispiel von nachgemachten Bankseiten. Doch wie schützt man sich?

Für Hofmann ist klar: Cyberschutz im Betrieb ist Chefsache. „Das muss topdown laufen, also von oben nach unten.“ In den Firmen müsse dringend ein Bewusstsein für die latente Gefahr aus dem Internet geschaffen werden. Auch privat könne jeder was tun.

Dos & Dont’s: Fünf Tipps vom Experten

  • Tipp 1. Um Enkeltricks oder anderen Trickbetrügern zuvorzukommen, sollte in der Familie ein Codewort festgelegt werden. Hofmann: „Sie können mit KI deine Stimme imitieren, aber sie kennen nicht eure persönlichen Erlebnisse.“
  • Tipp 2. Unbedingt lange, schwer zu entschlüsselnde Passwörter benutzen und nicht 12345 ... Häufiger die Passwörter wechseln und nicht zweimal dasselbe benutzen.
  • Tipp 3. Firewalls und Antivirus-Programme installieren und ständig aktualisieren.
  • Tipp 4. Angekündigte Smartphone-Updates schnell herunterladen.
  • Tipp 5. Möglichst keine fremden W-LAN-Netze nutzen.

„Die Lösung ist einfach“, sagt Hofmann, jeder müsse sich kümmern. Zielgruppe der Hacker-Angriffe seien die, die sich für das Thema nicht interessieren.

Mehr Infos auf: www.mark-thorben-hofmann.de

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