TD/A II kassiert zwei Traumtore und sucht nach dem Flow
Aufsteiger D/A II lieferte sich mit dem VfV Hildesheim ein umkämpftes Spiel. Foto: Struwe
D/A II muss im fünften Spiel die vierte Niederlage (0:2) verdauen. Auch aufgrund einer Fehlentscheidung hadert der Aufsteiger noch mit dem fehlenden Spielglück.
Drochtersen. Es ist die 40. Minute, die das ausgeglichene Spiel in die falsche Richtung aus D/A-Sicht lenkt. Ein Hildesheimer liegt nach einem Drochterser Foul auf Höhe der Mittellinie nahe der Grasnarbe und krümmt sich noch mit schmerzverzerrtem Gesicht.
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Der VfV führt den Freistoß gute zehn Meter entfernt in der Drochterser Hälfte aus, macht das Spiel schnell und Mick Peter Gudra gelingt aus etwa 20 Metern ein Traumtor. Unhaltbar.
Die Aufregung bei D/A ist groß und verständlich. „Da konnte man nicht mit rechnen“, sagt der sportliche Leiter Benjamin Zielke nach dem Spiel, „dass der Schiri so einen Freistoß durchgehen lässt.“ Deshalb könne er der Mannschaft auch nicht den Vorwurf machen, in dieser Szene nicht aufmerksam genug gewesen zu sein.
Viel Verstärkung aus der ersten Mannschaft
Der Aufsteiger tut sich in der Oberliga noch schwer. „Es gab aber noch kein Spiel, in dem wir wirklich unterlegen waren“, sagte Trainer Milan Schweiger schon vor dem jetzigen 0:2.
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Auch gegen den VfV Hildesheim ist D/A II absolut auf Augenhöhe. Im Heimspiel stehen Martin Sattler, Philipp Aue, Maurits Nagel und Matti Cebulla in der Startelf. Alles Spieler, die dem Regionalligakader angehören. Kevin Ingreso lenkt das Spiel, Nikola Serra ordnet die Abwehr.
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D/A II hat bis zum Gegentor mehr vom Spiel. Aue vergibt die beste Chance. Insgesamt erspielt sich der Gastgeber aber zu wenig zwingende Möglichkeiten. „Ich will mal erleben, dass wir in Führung gehen“, sagt Zielke, er glaube nämlich, dass D/A II dann auch gewinnen würde.
Zu wenige Chancen, um das Spiel zu drehen
Schweiger wie Zielke hadern damit, dass dem Aufsteiger noch das nötige Spielglück fehle. Dazu gehört auch, dass das 0:2 noch kurz vor der Pause fällt. Auch der kompromisslose Abschluss von Yusuf-Islam Akdas geht in den meisten Fällen eher vorbei, als dass der Ball wie ein Strich im Winkel landet.

Die Drochterser haderten nach der Niederlage auch mit dem fehlenden Spielglück. Foto: Struwe
Die Drochterser geben sich nicht geschlagen. Nach dem Seitenwechsel rennen sie an. Bis zur 60. Minute kann sich der VfV nicht wirklich befreien. Allerdings gehen bei D/A II auch nur die beiden Chancen von Aue und Luca Daginnus in die Statistik ein. Der nötige Anschlusstreffer will nicht fallen.
Der VfV bringt die Führung so souverän und abgeklärt über die Zeit.
Was in der 87. Minute passiert, beschreibt die unglückliche D/A-Situation in der bisherigen Saison: Ingreso kommt einem Meter vor dem Tor frei zum Abschluss. Das muss das 1:2 sein. Doch der VfV-Spieler Mohammad Baghdadi packt eine Monstergrätsche aus und kann den Ball noch blocken. Ingreso rauft sich verzweifelt die Haare.
„Wir werden optimistisch bleiben“, sagt Zielke. D/A II sucht sein Spielglück. Schweiger sagte vor dem Spiel, dass seine Mannschaft „einfache Entscheidungen in den richtigen Momenten“ treffen müsse - „dann kommen wir in den Flow“.
Tore: 0:1 (40.) Gudra, 0:2 (43.) Akdas.
Nächstes Spiel: Lohne - D/A II (Sa., 12. September, 18 Uhr).
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