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Fußball-Regionalliga

TD/A-Kapitän ist zurück: So hat sich Liam Giwah zurückgekämpft

Liam Giwah hat am vergangenen Wochenende in der zweiten Mannschaft in der Oberliga Spielpraxis gesammelt.

Liam Giwah hat am vergangenen Wochenende in der zweiten Mannschaft in der Oberliga Spielpraxis gesammelt. Foto: Jörg Struwe

Allein seine Anwesenheit gibt D/A Kraft. Liam Giwah darf nach seiner Schulterverletzung wieder kicken. Der Kapitän lebte seine Rolle als Führungskraft auch neben dem Platz.

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Von Daniel Berlin
22.10.2026, 16:25 Uhr

Drochtersen. Beim Spitzenspiel vor ein paar Tagen in Flensburg stand D/A-Kapitän Liam Giwah erstmals in dieser Saison im Kader des Fußball-Regionalligisten. Er hatte sich danach gesehnt, endlich mal wieder die ganze Routine des Aufwärmprogramms zu erleben, „mit den Auswechselspielern hin und her zu ditschen“.

Zum Einsatz kam der 26-jährige Innenverteidiger nicht bei der 0:3-Niederlage beim Spitzenreiter. Aber er war mal wieder mittendrin. Bei einem Topspiel vor vielen Zuschauern. Unter Flutlicht. „Das macht Lust auf mehr“, sagt Giwah.

Liam Giwah zog sich am 24. Juli bei einem Training in der Saisonvorbereitung einen Knochenbruch in der linken Schulter zu. Das war an einem Freitag. Einen Tag vor dem ersten Pflichtspiel. Am Mittwoch drauf wurde Giwah bereits operiert. Seitdem steckte er viel Energie in die Rehabilitation. Vier bis fünf Mal pro Woche baute Giwah gemeinsam mit den Experten aus der medizinischen Abteilung die lädierte Schulter wieder auf.

Wunderheilung bei Liam Giwah?

Vor der Operation prophezeiten die Ärzte, die Heilung werde acht bis zwölf Wochen dauern. Nach der OP konkretisierten die Ärzte die Pläne und setzten zwölf Wochen bis zum ersten ernsthaften Training an. Giwah hat es in elfeinhalb Wochen geschafft, wieder auf dem Platz zu stehen.

Liam Giwah verletzte sich im Sommer schwer an der Schulter.

Liam Giwah verletzte sich im Sommer schwer an der Schulter. Foto: Jörg Struwe

Am vergangenen Wochenende holte sich der Defensivmann Spielpraxis in der zweiten Mannschaft und spielte im Oberliga-Duell gegen Eintracht Braunschweig 90 Minuten lang durch. War das Wunderheilung?

Schlag ins Kontor bei D/A während der Vorbereitung im Sommer: Die beiden Innenverteidiger Tjorve Mohr (links) und Liam Giwah haben sich verletzt und müssen zuschauen. Die gute Laune haben die Fußballer nicht verloren.

Schlag ins Kontor bei D/A während der Vorbereitung im Sommer: Die beiden Innenverteidiger Tjorve Mohr (links) und Liam Giwah haben sich verletzt und müssen zuschauen. Die gute Laune haben die Fußballer nicht verloren. Foto: Jörg Struwe

„Das Alter spielt beim Heilungsprozess natürlich eine Rolle“, sagt Giwah. Außerdem habe er offenbar ein „gutes Heilfleisch“. Er räumt aber auch ein, dass er im Verein und als Leistungssportler „top versorgt“ sei. Über Wochen holte sich Giwah unter den Augen der Experten die Funktionalität seiner Schulter zurück. „Auch wenn die Schulter nicht wie vorher sein wird“, sagt er.

Innenverteidiger sammelt Spielpraxis bei D/A II

Einschränkungen spürt Giwah allerdings nicht. Nur ein paar Stunden vor dem Spiel gegen Flensburg hatte der Mannschaftsarzt final grünes Licht für einen möglichen Einsatz gegeben. Spielpraxis in der zweiten Mannschaft zu sammeln, tut Giwah gut. Auch wenn der Unterschied in Sachen Intensität und Körperlichkeit zwischen der Oberliga und der Regionalliga enorm ist, spürt der Innenverteidiger die Anstrengung.

Nicht unbedingt körperlich. „Du musst immer wach sein, auf Zug sein“, sagt Giwah, der während eines Fußballspiels viel redet und alles und alle im Auge hat. Entsprechend hoch sei die mentale Anspannung auch in einem Spiel in der Oberliga.

188 Pflichtspiele hat Liam Giwah bislang für die erste Mannschaft der SV Drochtersen/Assel bestritten. Sieben Tore hat der Innenverteidiger für D/A erzielt. Die ersten 13 Ligaspiele und die Auftritte im Niedersachsen-Pokal in dieser Saison hat Giwah sportlich verpasst. Aber weg war er nie.

„Ich habe trotzdem die Kabine aufgesaugt“, sagt Giwah. Er meint die Stimmung, die Atmosphäre, die gemeinsame Zeit mit den Jungs. Er agierte laut am Spielfeldrand - den linken Arm in einer Schlaufe, um die lädierte Schulter zu fixieren.

Giwahs Anwesenheit gibt dem Team einen Schub

„Liam ist Mannschaftskapitän und Vorbild. Das hat er durchgehend gezeigt“, sagt D/A-Trainer Oliver Ioannou. Giwah sei ein „absoluter Leader“. Nachdem der 26-Jährige vor ein paar Wochen ins Training eingestiegen war, war er sofort wieder verbal und körperlich präsent. Das Team profitierte offensichtlich allein von seiner Anwesenheit. „Es war noch gezielter, noch fokussierter“, sagt Ioannou.

Am Samstag, 24. Oktober, empfängt D/A ab 18 Uhr Aufsteiger SV Todesfelde im Kehdinger Stadion. Ob Liam Giwah von Anfang an dabei ist, steht heute noch nicht fest.

Auf dem Platz verpasste Giwah den durchwachsenen Saisonstart und danach die Erfolgsserie seiner Mannschaft. Die 0:3-Pleite zuletzt in Flensburg soll nur ein Ausrutscher gewesen sein. „Wir haben uns sehr gut stabilisiert. Rein fußballerisch ist das die beste Saison bisher“, sagt Giwah. D/A habe die Ausfälle von Führungsspielern kompensiert und nicht umsonst so viele Tore geschossen. „Das Team wird immer besser und besser“, sagt Giwah.

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